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Chapter 22 by daimon daimon

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Laras Schuld. Teil 2

Lara war verärgert. Das hatte sie sich leichter vorgestellt. Sie hatte gerade erst angefangen, ihr Netz auszuwerfen, da war die blöde Kuh einfach davongelaufen.

Auch die Mitschüler waren enttäuscht.

„Na, das war wohl nix“, meinte einer.

„Vielleicht ist sie ja gar nicht lesbisch“, ein anderer.

Lara fühlte das erlahmende Interesse ihrer „Freunde“. Sie spürte, wie ihr die Felle davon schwammen, und warf eilig ein:

„Habt ihr nicht gesehen, wie sie am Schluss reagiert hat? Sie hat Panik gekriegt und ist davongelaufen. Ich habe sie nicht kalt gelassen. Sicher nicht!“

„Was hast du denn gesagt, das sie so verschreckt hat?“

Lara wollte sie nicht mit einer Nacherzählung des Rendezvous langweilen.

„Nächstes Mal schneide ich das Gespräch mit dem Telefon mit. Wir können Ton- und Filmaufnahmen nachher zusammenspielen.“

Einer der Rädelsführer kratzte sich am Kopf.

„Das ist eine gute Idee, Lara. Meinst du wirklich, wir sollten weitermachen?“

„Sicher. Vielleicht wäre es aber besser, wenn ich etwas Zeit hätte, um ihr näherzukommen. Ich muss ihr Vertrauen gewinnen, dann liefere ich sie euch auf dem Silbertablett.“

Lara hatte es geschafft. Sie war wieder im Zentrum des Interesses.

Schon am nächsten Tag hatte sie Klara auf dem Parkplatz aufgelauert.

„Lara, hast du noch Fragen? Wir hatten doch gestern alles besprochen“, mimte Klara die Genervte.

„Klara. Es tut mir leid! Ich wollte mich entschuldigen!“

„Wofür willst du dich entschuldigen?“

Lara horchte auf. Sie hatte eigentlich erwartet, dass die Lehrerin einfach abblocken würde.

„Dann sind sie … bist du nicht böse? Du willst mich weiter unterstützen?“

„Natürlich bin ich nicht böse. Und ich werde dich auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten.“

„Echt? Das ist ja großartig!“

Lara musste ihre Begeisterung nicht heucheln. Fast ohne böse Hintergedanken umarmte sie die ältere Frau.

Klara trat erschrocken zurück und hielt sie mit beiden Armen von sich.

„Lara, bitte! Das geht nicht! Wenn uns jemand sieht! Du bist meine Schülerin …“

Lara hatte sich nichts bei der Umarmung gedacht. Es war unschuldige Dankbarkeit. Andererseits sprach Klaras starke Reaktion Bände. Sie hatte weniger Angst davor, dass jemand diese Umarmung sähe, als davor, die Kontrolle über ihre Gefühle zu verlieren.

Das Ganze ging nicht spurlos an Lara vorbei. Da war das Pulsieren in ihrem Unterleib, die sich zusammenziehenden Brustwarzen. Klara gefiel ihr. Sie hatte ihr vielleicht schon immer gefallen. Ihre aufkommende Geilheit hatte allerdings nichts mit Zuneigung zu tun. Sie wollte die Lehrerin nach wie vor bloßstellen.

Irgendwann ließ Klara ihre Arme kraftlos sinken. Sie biss sich auf die Unterlippe und trat von einem Bein aufs andere. Ganz unmerklich wippte sie, wiegte ihre Hüfte.

„Lara, wir sollten nicht zu zweit …“

„Fürchtest du dich vor mir?“

„Nein … Ja. Du bist meine Schülerin und …“

Lara musste sich zwingen, die Unterhaltung hier zu beenden. Wenn sie sie wirklich kriegen wollte, musste sie den nächsten Schritt Klara überlassen. Sie nickte in Richtung der verwirrten Frau und ging mit glitschender Muschi ihrer Wege.

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