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Chapter 21
by
daimon
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Laras Schuld. Teil 1
Gerne hätte sie den Gedanken an Karla für alle Zeiten in den hintersten Winkel ihres Gedächtnisses in einem fest verschlossenen Tresor weggesperrt.
Es ging nicht.
Karla war ihre Kunstlehrerin. Sie war Mitte zwanzig und wunderschön. Kurze schwarze Haare, ein verschmitztes Gesicht und burschikose Figur.
Lara wusste nicht mehr, wann die Gerüchte begonnen hatten. Vielleicht war es das bewusst unweibliche Styling oder die völlige Abwesenheit von Männern auf den Social-Media-Seiten der Lehrerin. Niemand hatte sie jemals mit einer Freundin gesehen. Und doch hatte der bösartige Spürsinn der Bluthunde, die spätpupertäre Schüler nun einmal waren, angeschlagen.
Die Wetten hatten begonnen. War sie lesbisch oder nicht? Die Schüler machten unanständige Gesten hinter ihrem Rücken. Die Schülerinnen übten sich in bewährter weiblicher Solidarität und steuerten erfundene Geschichten bei.
Lara war damals in ihrer schlimmsten Phase. Sie hatte ganz bewusst aufgehört, zu funktionieren, war von Wut und Trauer derart zerfressen, dass sie blindwütig um sich schlug. Dann war da noch Walter, der sich ihrer immer öfter bediente.
Es war ihr vollkommen logisch vorgekommen, als Mitschüler die Idee hatten, doch einfach die Probe aufs Exempel zu machen. Da Lara nie ein Geheimnis aus ihrer Bisexualität gemacht hatte, war man der Meinung, sie wäre der ideale Lockvogel.
Frau Heinrich, wie sie sie damals noch nannte, war eine gute engagierte Lehrerin, die ihren Schülern auch außerhalb ihres Faches gerne half.
Eines Tages hatte Lara gewartet, bis ihre Mitschüler den Lehrsaal verlassen hatten. Dann war sie langsam zum Pult gegangen, wo die Lehrerin eben ihre Utensilien wegpackte.
„Frau Heinrich!“, flüsterte sie.
Irgendwo im Gang hörte man einen Jungen lachen, dann zischte ein Mädchen. Lara hatte in der großen Pause verlautbart, dass die Heinrich an diesem Tag fällig sei.
„Ja Lara?“
Frau Heinrich blickte sie interessiert an. Lara galt als Problemschülerin. Das Lehrerkollegium nahm an, dass sie das Schuljahr nicht positiv abschließen würde. Mit dem **** ihres Vaters hatte eine Abwärtsspirale begonnen. Den wenigen Lehrern, denen das wie ihr selbst nicht egal war, war es nicht gelungen, ihr zu helfen oder auch nur einen Zugang zu dem Mädchen zu finden.
„Frau Heinrich. Ich hätte einige Fragen zum Kunststudium.“
Die Lehrerin war überrascht und Lara eine gute Schauspielerin. Frau Heinrich biss an und schlug vor, sich nach dem Unterricht im Sprechzimmer zu treffen.
„Aber … ich möchte nicht, dass irgendjemand etwas davon erfährt, …“
„In Ordnung. Ich verstehe.“
Das tat sie keineswegs. Was sollte an so einem Gespräch denn so problematisch sein, dass man es geheim halten musste? Andererseits sah sie die Chance, Zugang zu dem Mädchen zu finden. Sie redete sich später ein, dass es pädagogischer Ehrgeiz war, der sie in die Falle gehen ließ.
„Gut. Aber nur ausnahmsweise. Kennst du das Café im Stadtpark? Heute Nachmittag um 15:00 Uhr.“
„Ich werde da sein, Frau Heinrich. Vielen Dank!“
Das erste Treffen war anders verlaufen als von Lara geplant. Der junge Mann, der auffällig unauffällig sein Mobiltelefon auf die beiden Frauen richtete, wurde immer ungeduldiger, während Frau Heinrich ihrer Studentin zu erklären versuchte, worauf es beim Kunststudium ankam, wo man sich bewerben musste, welche Stipendien es gab und so weiter. Besonders angetan schien Lara von der Möglichkeit zu sein, ein Kunststudium auch ohne Abitur zu beginnen. Sie war gerade 18 geworden und könnte schon im Herbst zur Aufnahmeprüfung antreten.
Laras Telefon vibrierte ständig in ihrer Hose. Sie musste die Sache hier etwas beschleunigen.
„Frau Heinrich, ich …“
„Sag doch einfach Klara, wenn wir nicht in der Klasse sind.“
„Sehr gerne, Klara. Also, ich habe noch eine andere Frage …“
Klara blickte sie fragend an.
„Ich … ich bin etwas durcheinander.“
„Weshalb? Gibt es noch Unklarheiten? Mit dem Studium, meine ich.“
„Nein, darum geht es nicht. Es hat nichts mit der Schule zu tun.“
Laras Lachen war nicht gestellt und jagte ihrer Lehrerin einen Schauer über den Rücken. Bei Klara schrillten sämtliche Alarmsignale. Eigentlich sollte sie das hier abbrechen. Die Flucht ergreifen. Es ging nicht. Sie war einfach zu neugierig. Und außerdem …
„Also, es ist so … ich habe mich … verliebt …“
Lara erschrak, als der Stuhl heftig nach hinten geschoben wurde. Klara stand auf und schaute sie nachdenklich an.
„Also, ich finde, wir brechen das hier besser ab. Für solche Fragen gibt es den Schulpsychologen. Ich bin nicht qualifiziert.“
„Da liegst du falsch, Klara“, kam es leise von Lara, „Du bist der einzige Mensch, der qualifiziert ist.“
Klara trat vom Tisch zurück, wandte sich ab und verließ das Lokal.
Wäre sie nicht derart verwirrt gewesen, hätte ihr der pickelige Kerl auffallen müssen, dem eben klappernd das Mobiltelefon auf den Fliesenboden gefallen war.
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Die Turnerinnen
Rhythmische Sportgymnastik im Team und intim
In der dynamischen Welt des Fitness und Tanzens sind Mia Bauer, Lara Schmidt und Bibi Winkler unzerstörlich miteinander verbunden. Die 18-jährige Mia, eine selbstbewusste Tänzerin mit einem athletischen Körperbau, die 19-jährige Lara, eine muskulöse Athletin mit einem freundlichen Lächeln, und die 21-jährige Bibi, eine prominente Fitness-Ikone mit einem strahlenden Charisma, unterstützen sich gegenseitig bei ihren Zielen. Zusammen meistern sie tägliche Herausforderungen im Fitnessstudio und auf der Bühne, wobei ihr unerschütterlicher Zusammenhalt sie zu einer kraftvollen Gemeinschaft macht, die ihre Träume verfolgt und dabei niemanden zurücklässt.
Updated on Jun 14, 2026
by daimon
Created on Jan 24, 2026
by Fotzenglotz
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