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Chapter 2
by
Papas_Liebling
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Der Fremde aus meinem Zimmer
Ich weiche Papas Hand aus, mit der er mich in die Wohnung führen will. Irgendwie ekle ich mich vor ihm. Woran das liegt, kann ich nicht genau ausmachen, jedenfalls ist es nicht nur sein Äußeres. So ungepflegt kenne ich ihn bisher nicht. Unter dem scharfen Geruch seines Schweißes klingt noch etwas anderes mit, das ich im Moment nicht einordnen kann.
Der Grund liegt tiefer, da, wo ich ihn nicht sehen kann. Dass er dermaßen aufgebracht und gleichzeitig unnatürlich vergnügt ist, sind nur äußere Symptome.
Ich gehe voraus, um die Biegung im Flur, und...
"Mama?"
Ich glaube meinen Augen nicht. Mehrmals blinzele ich, um sicher zu sein, dass ich mich nicht täusche. Meine Mutter huscht barfuß durch den Flur, fast nackt. Sie trägt – ja, was ist das? Farbenfroh. Vage erinnere ich mich an den Kimono, den ich vor – keine Ahnung, wie vielen – Jahren als Faschingskostüm trug, weil ich unbedingt eine Geisha sein wollte, ohne damals zu wissen, was das bedeutete.
Nun steckt Mama in dem alten Fummel. Er ist zu kurz und zu eng. Sie zieht ihn vor ihrer Brust zusammen, sodass der Seidenstoff über ihrem Busen spannt und die Rundungen sich darunter deutlich abzeichnen. Sind das ihre Brustwarzen, die sich aufgerichtet haben? Iih. Ich wende schnell den Blick ab.
"Oh. Hallo, Sina. Du bist schon da?"
Warum sagt sie das? Sie weiß doch, dass ich heute fürs Wochenende heimkomme. Wie alle zwei Wochen. Ich habe keine Ahnung, was mit meinen Eltern passiert ist. Sie wirken wie ausgewechselt. Erst ist da Papa in einem unordentlichen, beinahe verwahrlosten Zustand. Und jetzt Mama... so... Mir fehlen die Worte, um es zu beschreiben.
"Ich... ähm...", stottert sie herum, "ich habe... äh... muss dringend duschen. Wir können nachher reden."
Ich schüttle innerlich den Kopf. Was immer hier los ist, liegt außerhalb meiner Vorstellungskraft.
In diesem Augenblick geschieht das Nächste, was ich nicht erwartet habe. Ein Mann tritt auf den Flur, direkt neben mir. Zunächst realisiere ich gar nicht, dass er aus meinem Zimmer kommt, so überrascht bin ich.
Blond, schlank. So groß, dass ich nach oben schauen muss, um ihm ins Gesicht zu sehen. In seinen blauen Augen leuchtet es schelmisch. Er scheint ungefähr in Papas Alter zu sein, wirkt durch sein lockeres Auftreten aber deutlich jünger. Sportlich gekleidet, rotes Poloshirt, weiße Jeans, Sneakers. Er nimmt die Hand aus der Hosentasche, streckt sie mir entgegen.
"Hi! Du musst Sina sein. Deine Eltern haben mir schon viel von dir erzählt. Freut mich, dich endlich kennenzulernen."
Wer ist das?
Ich klappe den Mund zu, ohne zu wissen, wann ich ihn aufgemacht habe. Ist das peinlich. Ich muss ausgesehen haben wie ein Goldfisch im Glas.
Papa zieht mich und den Fremden ins Wohnzimmer. Ich bin verwirrt.
"Kommt, wir setzen uns gemütlich hin und **** was. Dann hat Jessica Zeit, sich frisch zu machen."
Ich setze mich aufs Sofa. Der Mann lässt sich neben mich fallen. Unsere Oberschenkel berühren sich. Keine Distanz. Ich ziehe mich etwas zurück, ohne unhöflich wirken zu wollen. Seine Zähne strahlen wie in der Zahnpastawerbung.
"Ich bin Dirk. Ein Freund deines Vaters."
Als ob das irgendetwas erklären würde.
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Papas bester Freund
Er schläft in meinem Zimmer
Ich komme fürs Wochenende von der Uni nach Hause zu meinen Eltern und muss feststellen, dass sie einen Gast in meinem Zimmer einquartiert haben. (Ein Spinoff der Geschichte "Sein bester Freund")
Updated on Apr 29, 2026
by Papas_Liebling
Created on Dec 22, 2025
by Papas_Liebling
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