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Chapter 41
by
daimon
Wer war da an der Türe?
Eine überraschende Wendung auf Simones Weg zur Hure (23. März)
Simone machte kehrt. Was war heute nur los? Schon wieder ein Besucher?
Sie öffnete die Tür und blickte sprachlos auf den Neuankömmling. Sie wurde sanft zur Seite geschoben und der Gast betrat die Wohnung.
„Guten Morgen, meine Süße. Hallo Hans. Ich hoffe, ihr hattet euren Spaß!“
„Was machst … machen sie denn hier?“
Eingedenk der Zurechtweisung beim letzten Treffen, korrigierte Simone die vertrauliche Anrede im letzten Moment.
„Na, ich habe im Auto gewartet. Wollte euch doch nicht stören,“ flötete Juliette.
Sie griff sich mit spitzen Fingern die Kleidungsstücke, die auf dem Sofa herumlagen und ließ sich nach einem kritischen Blick auf dessen Bezug in die Polster sinken.
„Ich muss schon sagen, du lebst in einem Saustall. Ich mag meine Mädchen ordentlich und sauber. Das gilt auch für ihre Wohnungen und Arbeitsräume.“
„Ich hatte …“
„Stopp! Weißt du, was ich ebenfalls nicht schätze? Irgendwelche Entschuldigungen. Es ist völlig unwichtig, weshalb es hier so aussieht. Fest steht, dass du so keine Besucher empfangen kannst. Keine Kunden und schon gar nicht deine Chefin.“
„Aber ich konnte doch nicht wissen …“
„Natürlich nicht! Eine ordentliche Hure rechnet immer mit Besuch!“
Was sollte sie darauf antworten. Simone blieb mitten im Raum stehen und blickte zu Boden. Unter Juliette als Chefin würde sich ihr Leben grundlegend ändern.
„Ich frage dich jetzt ganz offiziell: Willst du wirklich für mich arbeiten?“
Simone überlegte hektisch. Das alles ging ihr nun doch viel zu schnell.
„Ich will eine Antwort. Jetzt. Ich werde nicht ewig darauf warten!“
„Ja, ich will für dich arbeiten!“
„Gut. Du hast bereits den ersten Schritt getan und mich davon überzeugt, dass du die Voraussetzungen mitbringst, eine gute Hure zu sein. Das reicht mir aber noch nicht. Ehe ich dich auf meine Kunden loslasse, möchte ich sehen, ob du wirklich bereit bist die nächsten Schritte zu machen. Dazu wirst du dir erst einmal deine Sporen auf der Straße verdienen.“
„Auf der Straße? Sie meinen, ich soll auf den Strich …“
Simone starrte sie fassungslos an.
„Aber ich dachte …“
„Dass du gleich als Escort arbeiten kannst? Wo denkst du hin? Das ist die oberste Hurenliga. Davon bist du noch weit entfernt.“
Simone errötete. Sie war doch hübsch, **** und sexy. Und sie würde sich von fremden Männern ficken lassen. Reichte es nicht, sich so weit zu erniedrigen?
„So, genug gequatscht! Ich möchte dich in fünf Minuten adrett und sauber sehen. Ich hab dir ein paar passende Klamotten mitgebracht.“
Simone nahm die Einkaufstüte mit ins Bad.
Trotz ihrer aufkeimenden Panik genoss Simone die warme Dusche. Sorgfältig reinigte sie ihre Muschi mit der Handdusche von Hansens Hinterlassenschaft. Dabei wurde sie gleich wieder geil. Fand sie die Vorstellung, als Trottoireschwalbe zu arbeiten etwa erregend?
Leider hatte sie keine Zeit für irgendwelche Zärtlichkeiten. Ein erster Blick auf die Kleider, die sie anzuziehen hatte, ließen sie schmunzeln. Das war doch sicherlich ein Witz. Lila glänzende, halb durchsichtige Leggings, die im Schnitt zerrissen waren. Ein Lederslip, und ein pinkes Oberteil aus irgendeinem flexiblen Kunststoff.
Bilder begannen an ihrem inneren Auge vorbeizuflitzen. Mädchen, die genau so gekleidet waren, hatte sie bereits gesehen. Sie standen am Rand übel beleumundeter Straßen. Juliette meinte es ernst.
‚Sie wird mich wirklich auf den Strich schicken.‘
Es war kein Spiel mehr, keine erotische Fantasie. Wenn sie diesen Fummel anzog, würde sie eine Hure sein. Kein Escort, sondern eine billige Straßennutte.
Es nützte nichts. Sie zwängte sich in die Leggings. Dann in das Oberteil. Zum Schluss kam der Slip. Schlampe, die sie war, hatte sie gleich verstanden, in welcher Reihenfolge die Kleidungsstücke anzuziehen waren, wollte sie ihre Muschi den Freiern so schnell wie möglich zugänglich machen.
Ganz unten in der Tüte waren die Schuhe, bessergesagt Stiefel. Wieder billiges, rot glänzendes Material. Sehr hohe Absätze. Simone fragte sich, wie sie in diesen Dingern stundenlang auf dem Asphalt stehen sollte.
Sie passten wie angegossen. Woher hatte Juliette ihre Schuhgröße. Sandra! Natürlich! Simone fragte sich, inwieweit ihre Schwester hinter ihrer Karriereplanung steckte.
Vermutlich wollte sie sie immer noch abschrecken. Sie konnte sich sicherlich nicht vorstellen, dass Simone freiwillig auf den Strich gehen würde.
‚Na warte, dir werd ichs zeigen,‘ dachte sie trotzig und trat ins Wohnzimmer.
Juliette musterte sie. Sie schien überrascht, hatte wohl nicht damit gerechnet, dass Simone bis hier her mitspielen würde.
„Du willst also tatsächlich anschaffen gehen …“
Sie schien nachzudenken, dann schnappte sie sich ihr Telefon und begann ein hektisches Gespräch.
„Wir müssen reden!
Ja, wegen deiner Schwester.
Ich bin gerade bei ihr, habe alles gemacht wie besprochen und sie …
Ja, genau, sie will tatsächlich …
Ja, ich geb sie dir. Einen Moment …“
Simone stöckelte zu Juliette und nahm das Telefon entgegen.
„Was willst du? Natürlich werde ich das durchziehen.“
Simone widerstand dem Reflex, das Gespräch abzuwürgen und gab das Telefon zurück.
Juliette murmelte noch unverständliches Zeug, nickte kurz und legte auf.
„Also gut, wie du willst. Wir werden dich jetzt zu einem Freund von mir bringen. Igor hat mehrere Mädchen laufen. Er gibt mir eine Ablösesumme, die du dann bei ihm arbeiten musst. Alles weitere wirst du von ihm erfahren.“
„Igor? Ich dachte …“
„Schätzchen, die Zeiten, als du fürs Denken bezahlt wurdest, sind vorbei.“
Der schneidende Ton brachte Simone zum Verstummen. Betroffen und entsetzt stand sie da in einem Aufzug, den sie in ihrem alten Leben als grotesk empfunden hätte.
„Was siehst du mich denn so verschreckt an? Ich kann dich nicht auf den Strich schicken. Ich habe mit diesem Teil des Geschäfts schon lange nichts mehr zu tun. Du brauchst jemanden, der dich managt, beschützt, dir einen Standplatz zuweist. Igor kann das. Du wirst ihn mögen.“
Simone war nicht entgangen, dass ihre Reaktion die hartgesottene Hure zunächst gerührt hatte. Sonst hätte sie es nicht für notwendig befunden, sich zu rechtfertigen. Das dreckige Grinsen nach ihrer letzten Bemerkung zeigte allerdings, dass sie wieder ganz sie selbst war.
Simones Neugier auf Igor hielt sich in Grenzen.
Wie wird Simone von Igor behandelt werden?
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Das Milieu hat viele Gesichter
Erlebnisse junger Dirnen
Mehrere Mädchen begeben sich mehr oder weniger freiwillig ins horizontale Gewerbe. Diese Geschichte ist ein genehmigter Spinoff von "Eine Karriere im Rotlichtbezirk" von Jarl66 https://chyoa.com/story/Eine-Karriere-im-Rotlichtbezirk.34775
Updated on Dec 14, 2025
by daimon
Created on Mar 16, 2021
by daimon
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