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Chapter 27 by Reyhani Reyhani

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Im Garten

Annabelle war mit Maria schnell durch die Hintertür aus der Küche geschlüpft. Jetzt standen sie auf dem Hof hinter dem Gemeindehaus.

„Komm, wir gehen schnell mal durch den Garten. Da arbeiten wir auch alle regelmäßig“, schlug Maria vor.

Sie passierten ein kleines Tor und schlenderten durch die Gemüsebeete. Hier und da waren Frauen und Männer in kleinen Gruppen mit Jäten beschäftigt oder gruben ein abgeerntetes Stück Land um. Nebenan in einer mit Bäumen bestandenen Parzelle wurden Kirschen geerntet.

Sie erreichten einen Zaun und als sie eine Weile dort gestanden hatten, kamen ein paar neugierige Ziegen angerannt. Annabelle riss ein Büschel Gras aus und hielt es durch den Zaun. Sogleich rupften die vorwitzigen Tiere ihr das Futter aus der Hand. Das kitzelte. Annabelle musste lachen.

„Müssen wir auch die Tiere versorgen. Dazu hätte ich am meisten Lust“, fragte sie Maria.

Maria zeigte auf ein großes Gebäude in einiger Entfernung am anderen Ende der Weide. „Den Stall bewirtschaften die Männer. Da ist auch der Zwinger mit Meister Georgs Hunden. Die bewachen unser kleines Reich. Eigentlich gehen wir dort nur hin, um morgens die Milch abzuholen. Aber manchmal holen sie sich auch eine Schwester dazu …“

Maria beließ es bei diesen vagen Aussagen und Annabelle fragte nicht weiter nach. Die Ziegen waren wieder auf die Weide gelaufen und mit ihnen war Annabelles aufgekratzte Stimmung verschwunden. Sie gingen schweigend weiter am Zaun entlang und schlugen dann einen Pfad ein, der am Rande eines Maisfeldes verlief.

Nach einiger Zeit standen sie auf dem kleinen Platz, wo Annabelle gestern ihre alten Kleider im Lagerfeuer verbrannt hatte, um in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Die Erinnerung war schon unheimlich genug, aber Annabelle lief es kalt den Rücken herunter, als sie sah, dass auch der Pranger heute wieder besetzt war.

Eine etwas fülligere Frau stand mit hängendem Kopf in der unbequemen Haltung vor ihnen. Ihre Brüste waren entblößt und ihr Rock über den Po gehoben und unter dem Gürtel festgesteckt.

Annabelle war abrupt stehengeblieben und drehte sich zu Maria um. „Was hat sie getan? Können wir ihr irgendwie helfen?“

„Wahrscheinlich nichts Schlimmes. Die Strafen für schwere Sünden wie Wolllust verhängt nur die Älteste. Wir können fragen, aber wir sollten vorsichtig sein.“

Sie traten näher, sodass die Frau am Pranger sie bemerkte. Trotz ihrer Lage schien sie die Situation gelassen zu nehmen. Auf Annabelles betroffenen Blick hin erklärte sie:

„Ich hab’s gleich geschafft. Wollte die Pause ein bisschen verlängern, doch der Vorarbeiter hat mich erwischt. Deshalb muss ich hier nachsitzen. Wenn du mir einen Gefallen tun könntest, Kleines, hol doch das Ding aus meinem Arsch. Aber vorsichtig und mit ein bisschen Schmierung.“

Annabelle, die natürlich gerne helfen wollte, ging um den Pranger herum, nur um erneut vor Schock zu erstarren. Die entblößten Hinterbacken der Frau waren stark gerötet, man erkannte sogar noch einige Handabdrücke. Dazwischen guckte gelb ein dicker Maiskolben heraus, der in ihrem Arschloch steckte.

Das sah sehr schmerzhaft aus, wie der Kolben die kleine Rosette der Frau aufspreizte. Annabelle musste sich sehr überwinden, den Kolben zu berühren und dann ganz vorsichtig an ihm zu ziehen. Während die Frau unterdrückt stöhnte, erinnerte sich Annabelle an ihren Wunsch und ließ ein wenig Spucke an die Stelle tropfen, wo der Kolben im Arschloch der Frau verschwand.

Jetzt ging es ein bisschen leichter. Nachdem Annabelle das ein paar Mal wiederholt hatte, zog sie den Maiskolben vollständig heraus. Die Frau am Pranger stöhnte erneut, dieses Mal vor Erleichterung.

„Danke! Schmeiß ihn einfach auf den Boden“, erklärte die Frau. „Ich sage, ich hätte ihn rausgedrückt. Das tut so gut, aber es brennt immer noch wie Sau.“

Annabelle hatte Mitleid. Sie hatte genau gesehen, wie feuerrot das geschundene Loch der Frau gewesen war. Deshalb zog sie vorsichtig ihre Pobacken auseinander und ließ noch einmal eine Ladung Spucke dazwischen tropfen. Die Frau seufzte erleichtert auf.

Aber jetzt wurde Maria unruhig. „Komm, Annabelle, wir sollten wirklich gehen, bevor der Vorarbeiter zurückkommt. Wer weiß, was dem einfällt, wenn er uns hier findet.“

Also gingen sie auf dem Pfad zurück in Richtung Gemeindehaus. Zum Glück begegneten sie niemandem. Annabelle war immer noch geschockt von der Begegnung aber gleichzeitig ein bisschen stolz, dass sie der armen Frau hatte helfen können.

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