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Chapter 4 by Lasse_Lasse Lasse_Lasse

What's next?

Cap-Typ’s Geburtstagsparty

20:15. WhatsApp. Rüdiger → Marcel: „Cap-Typ will ihn HEUTE. Alex. 50 €. Deal?“ Marcel → Rüdiger: „Klar. 21 Uhr, Moltkestr. 12, 3. Stock. Klingel ‚Keller‘. Nackt unter Mantel, Toy Stufe 1. Kein ‚Nein‘. 20 € für Stefan, wenn er durchhält.“ Rüdiger → Alex: „Deal. Bringt sein Ding mit. Keine Gnade.“ Alex → Rüdiger: „Perfekt. Party wird legendär.“

20:17. Marcel an Stefan: „21 Uhr. Moltkestr. 12. Kein ‚Nein‘.“

Stefan starrt auf das Display. Sein Herz hämmert wie ein defekter Wecker. Alex. Der im Bus gefilmt hat, wie er sein eigenes Sperma schluckt. Jetzt seine Party. Chemie mündlich nächste Woche – Redox-Reaktionen, Organik, alles muss sitzen. Und sein Schwanz zuckt schon unter der Jeans, ein warmer Tropfen perlt durch den Stoff. Er hasst das. Die Kontrolle, die sie haben. Und doch... sein Körper verrät ihn, pocht, als wäre er ein Kompass, der nur noch nach Süden zeigt – nach Demütigung. 20 Euro? Oder würde ich’s inzwischen umsonst machen? Der Gedanke schlägt ein wie ein Poppers-Hit, süß und schwindlig. Ich bin nicht mehr der Streber, der für Medizin lernt. Ich bin das Ventil, das nie schließt. Und das macht mich geiler, als jede 1,0.

20:32. Schreibtisch. Chemie-Buch aufgeschlagen. Formeln flimmern: Zn + Cu²⁺ → Zn²⁺ + Cu. Aber das Toy summt fern – Marcel’s Teaser-App, Stufe 1. Ein leises Kribbeln im Arsch, das sich ausbreitet wie warmer Sirup. Vorsaft sickert in die Boxershorts. Er rutscht auf dem Stuhl, der Holzstuhl knarrt, Schweißgeruch steigt auf – sein eigener, salzig, vermischt sich mit dem staubigen Zimmerduft. Liegestütze. 50 Stück. Bei jeder Senkung reibt das Toy, Muskeln brennen, Schweiß tropft auf die Matte, mischt sich mit dem Precum, das schon durch die Hose sickert. „Für Medizin fit bleiben“, murmelt er. Aber in seinem Kopf: Fit für Alex. Für die Leine, die morgen droht. Warum will ich das? Weil Marcel es befiehlt? Oder weil ich’s brauche, wie Luft?

21:07. Moltkestr. 12. Die Tür steht offen. Bass dröhnt durch den Flur, vibriert in den Knochen. Lichterkette flackert wie billiges Zirkuslicht, Bierdosen klirren, der Geruch schlägt ihm entgegen: abgestandenes Bier, Männerschweiß, alter Teppichboden, der nach Feuchtigkeit und vergessenen Flecken riecht – und ein scharfer, süßlicher Poppers-Schwaden, der ihm sofort in die Nase steigt, den Kopf leicht macht, die Knie weich. Fünf Kerle im Kreis.

Alex mit Cap, lehnt am Tresen, Handy bereit. Max, breitschultrig, lacht rau. Tim, schlank, filmt schon. Nico, Tattoos, nippt Bier. Ben, der Kleinste, grinst fies. Und Lennart – der mit der Brille, still, steht etwas abseits, Shorts spannt schon leicht, die Finger ums Handy verkrampft.

Stefan steht im Mantel, darunter nackt, Toy summt leise. Er denkt: Party. Nur Party. Und ich... lass es zu. Sie werden mich filmen. Und ich werde tropfen. Weil ich’s nicht mehr verhindern kann. Lennart guckt nicht hoch. Er filmt schon, aber seine Hände zittern.

Alex nickt ihm zu, Augen glitzern kalt. „Abi 1,0? Heut’ feiern wir – lass es spritzen, Tropfer. Chemie mündlich? Heut’ mundvoll Saft statt Formeln.“

Alex lehnt sich zurück, Arme verschränkt, Grinsen scharf. „Ausziehen. Aber schön langsam. Stripshow.“

Die Jungs johlen. Jemand pfeift. Stefan steht mitten im Kreis. Das Licht flackert über seine Haut, Schweiß mischt sich mit dem Poppers-Geruch, der ihm in den Lungen brennt – süß, beißend, wie eine Erinnerung an Darkrooms, die er nie betreten hat, aber jetzt riecht.

21:09. Mantelkragen hoch, Finger zittern am Reißverschluss. Er zieht ihn Millimeter für Millimeter runter, der Stoff raschelt, spannt über den Schultern. Die Blicke der Fünf bohren sich ein – Alex’ Grinsen, Max’ breites Lachen, Tims Kamera, Nicos Bierflasche an den Lippen, Bens Pfeifen. Lennart filmt zitternd, Shorts spannt, dreht sich halb weg. Stefan spürt jeden Blick wie eine Hand auf der Haut. Der Reißverschluss stoppt unter dem Brustbein. Er atmet tief, Poppers macht die Luft dick.

21:10. Mantel auseinander. Der Stoff gleitet von den Schultern, fällt bis zu den Ellenbogen, hängt wie ein Vorhang. Darunter nackt. Seine Brustwarzen ziehen sich zusammen, Gänsehaut. „Langsamer!“, ruft Nico. Stefan lässt den Mantel noch einen Zentimeter tiefer gleiten, spürt die kühle Luft auf dem Bauch, dann tiefer, bis der Ansatz seines halb harten Schwanzes sichtbar wird. Die Jungs pfeifen lauter. „Zeig mehr!“

21:11. Mantel fällt ganz. Er steht nackt da, nur das leise Summen des Toys. Die Blicke wandern runter – auf die Beule, die wächst. Ein Tropfen Precum quillt raus, hängt an der Eichel, zieht einen Faden. Stefan dreht sich langsam, lässt sie gucken, spürt die Hitze in den Wangen, das Pochen im Sack.

Hose runter. Das Toy klackt leise, als sein Penis rausspringt, halb hart, Eichel glänzend. Er denkt: Sie sehen’s. Das Ding. Den Tropfen. Und ich... bin schon nass. Wie eine Hure. Warum macht mich das hart? Weil sie zuschauen? Oder weil ich weiß, dass Marcel zuschaut? Lennart filmt zitternd, Shorts spannt, dreht sich halb weg – aber sein Handy bleibt drauf. Er will nicht gucken. Aber er kann nicht aufhören.

Die Hose fällt. Dann der Pulli. Jeder Knopf ein Schritt tiefer in die Scham. Als er nur noch in Boxershorts dasteht, pfeifen sie. „Guck mal, wie die Beule wächst!“ Er schiebt sie runter – langsam. Schwanz springt raus, steif. Ein dicker Tropfen hängt, zieht einen Faden, tropft auf den Teppich. Max lacht: „Der tropft wie ein defekter Hahn!“ Tim filmt: „Nahaufnahme!“ Nico nippt: „Schmeckt’s gut?“ Ben grinst: „Noch nicht.“ Lennart sagt nichts, filmt zitternd, Shorts spannt stärker, dreht sich weg – aber sein Atem geht stoßweise. Stefan sieht es. Lennart ist hart. Und schämt sich.

21:12. Der erste Tropfen fällt auf den Teppich, während Alex’ Blick ihn durchbohrt wie ein Messer in weiches Fleisch.

„Jetzt Getränk holen“, sagt Alex. „Für jeden einen. Nackt.“

Stefan geht. Die fünf starren ihm auf den Arsch. Alex drückt die Fernbedienung – Stufe 2. Langsam, quälend. Das Summen wird lauter, reibt die Noppen tiefer, sein Arschloch puckert. Schweiß rinnt, mischt sich mit dem Poppers-Duft, der ihm schwindlig macht. Küche: Kühlschrank summt, kaltes Metall gegen seine Haut. Bierdosen klirren. Er balanciert fünf Flaschen, kommt zurück. Ben filmt von unten – direkt auf die Eichel. „Zeig die Eichel!“, ruft Nico. Stefan dreht sich, spreizt leicht – Tropfen fällt. Er denkt: Lennart filmt nicht mehr. Er guckt weg. Aber seine Shorts... er will das.

21:15. Alex reicht die Fernbedienung an Max. „Dein Turn.“ Max drückt – Stufe 3. Nicht abrupt, sondern in kleinen Schüben, das Vibrieren baut sich auf, jagt durch Stefan, ein Schauer, der ihn zittern lässt. Er denkt: Wer drückt jetzt? Die Macht wechselt, diffus, unkontrollierbar – wie ein Seil, das von Hand zu Hand geht. Und ich bin das Ende.

„Jetzt wichsen“, sagt Alex. „Langsam. Vor uns.“

Stefan setzt sich auf den Tisch, Beine gespreizt. Hand um den Schaft. Zieht. Die ersten Tropfen quellen raus. Das Toy vibriert mit, schleimig. Der Geruch: Schweiß von allen, Bieratem, Poppers-Wolke – alles verschmilzt mit seinem eigenen Duft, salzig, erregend. Er zieht schneller. Die fünf johlen. „Nicht kommen!“ „Weiter!“ „Zeig die Eichel!“ Er denkt: Lennart atmet schwer. Er will nicht gucken. Aber er kann nicht wegsehen. Seine Brille beschlägt.

Alex: „Knie dich hin. Mein Geburtstag. Du bläst mich.“

Stefan kriecht. Der Teppich kratzt an den Knien, rau und staubig. Alex öffnet die Hose, zieht seinen Schwanz raus – dick, halb hart, schon ein Tropfen an der Eichel. Der Geruch schlägt Stefan entgegen: Schweiß, Moschus, ein Hauch Urin vom Tag. Alex packt Stefans Haare, nicht grob, aber bestimmt, zieht ihn ran. „Mund auf, Tropfer.“

Stefan öffnet die Lippen. Alex’ Eichel drückt gegen seine Zunge – heiß, salzig, die Haut glatt und pulsierend. Er schmeckt sofort den ersten Tropfen Vorsaft, bitter-süß, vermischt sich mit seinem eigenen Speichel. Alex schiebt tiefer, füllt seinen Mund aus, die Adern pochen an Stefans Gaumen. „Saug, du Sau!“, ruft Max. „Tiefer!“, johlt Nico. „Zeig uns, wie geil du’s machst!“, brüllt Ben. Tim filmt nah ran, das Handy nur Zentimeter entfernt, zoomt auf Stefans gedehnte Wangen. Lennart filmt zitternd, Shorts spannt, dreht sich weg – aber sein Blick klebt fest.

Stefan saugt. Die Zunge kreist um die Eichel, leckt die Unterseite, spürt jede Vene, jeden Puls. Alex stöhnt leise, schiebt rhythmisch rein und raus, dicke Speichelfäden hängen aus Stefans Mundwinkeln, ziehen sich lang und silbern, wenn Alex rauszieht, tropfen auf den Teppich, mischen sich mit seinem eigenen Precum, das aus seinem steifen Schwanz quillt. Das Toy summt weiter, reibt bei jedem Schlucken. „Ja, genau so, lutsch ihn leer!“, feuert Max an. „Der Junge ist ’ne Profi-Hure!“, lacht Nico. „Mehr Zunge, Tropfer!“, ruft Ben. Die Jungs johlen, pfeifen, klopfen sich auf die Schenkel. Alex’ Hüften stoßen schneller, sein Sack klatscht gegen Stefans Kinn, feucht und schwer. Der Geschmack wird intensiver – salzig, animalisch, der Geruch von Alex’ Schamhaar steigt ihm in die Nase, vermischt sich mit Poppers und Bieratem.

„Fuck, der saugt wie ’n Staubsauger!“, brüllt Tim. „Zeig’s ihm, Alex!“ Lennart atmet stoßweise, beißt sich auf die Lippe. Alex packt fester zu, fickt Stefans Mund jetzt richtig, tief in den Rachen, Stefan würgt leise, Tränen in den Augen, aber er saugt weiter, die Kehle entspannt sich, nimmt alles auf. Dicke Speichelfäden hängen, glänzen im Licht, ziehen sich bis zum Boden, wenn Alex rauszieht, nur um wieder reinzustoßen. „Kommt gleich, Jungs!“, ruft Alex keuchend. „Mund aufhalten, Tropfer!“

Die Jungs explodieren: „Ja, spritz ihm rein!“ „Schluck alles, du Sau!“ „Nicht spucken!“ „Los, Alex, füll ihn ab!“

Alex stöhnt laut, zieht fast raus, nur die Eichel noch zwischen Stefans Lippen. „Schluck, du Sau! Alles!“ Der erste Schub schießt heiß und dick in Stefans Mund, bitter, cremig, viel – füllt die Wangen, rinnt in die Kehle. Stefan schluckt gierig, würgt, aber nichts kommt raus. Der zweite Schub, der dritte – Alex hält seinen Kopf fest, pumpt den Rest rein. „Ja, schluck’s runter, 1,0-Schwein!“ Die Jungs johlen ohrenbetäubend, pfeifen, klatschen. Ein letzter Tropfen quillt raus, Alex wischt ihn mit dem Daumen ab, schmiert ihn Stefan übers Kinn.

Stille. Nur das Summen des Toys. Alex raucht langsam. Die anderen starren. Kein Lachen. Fünfundvierzig Sekunden. Stefan kniet, Cum am Kinn, denkt: Sie sehen ein Tier. Und ich... hasse, dass es mich stolz macht. Ben murmelt leise: „Krass, der macht’s echt... ich würd’s nicht schaffen.“ Lennart atmet flach, beißt sich auf die Lippe, seine Zähne hinterlassen weiße Spuren auf der Unterlippe, die anderen starren sich an, unsicher, ob sie lachen oder wichsen sollen. Lennart filmt wieder, zitternd, als wäre das Handy zu heiß, seine Brille rutscht leicht, er schiebt sie hoch mit dem Handrücken, der feucht ist.

Dann bricht das Johlen wieder los.

„Jetzt Finale.“ Alex’ Stimme rau. „Leg dich hin. Auf den Rücken. Beine hoch.“

Stefan gehorcht. Der Boden kalt, hart, Teppich riecht nach altem Bier, Schweiß, Poppers-Resten – klebrig unter seiner Haut. „Zeig uns, wie du’s dir selbst besorgst. Beine über den Kopf. So, dass du alles in dein Maul spritzt. Nichts soll daneben gehen.“

Die fünf lachen – aufgeregt, atemlos. Stefan beugt sich. Rücken gekrümmt, Arsch in der Luft, Schwanz direkt vor dem Gesicht wie ein Kompass auf sein eigenes Gesicht. Die Eichel berührt seine Lippen. Ben drückt jetzt die Fernbedienung – Maximum. Die Noppen bohren sich in die Prostata wie ein Bohrer, der nie müde wird. Alex hält ihm die Poppers-Flasche unters linke Nasenloch, drückt zu. Stefan atmet ein – Feuer in der Lunge, Schwindel, alles wird weich. Er denkt: Ich bin eine Zirkusnummer. Ein geiler Clown. Aber ich will’s. Lennart steht näher, filmt zitternd, Shorts spannt, dreht sich weg – aber sein Blick klebt fest.

Er wichst – schnell, hart. Die Hand fliegt. Sein Atem kommt in Stößen. „Jetzt!“, ruft Alex. „Fick dich ins Maul!“

Der erste Schub trifft seine Zunge – heiß, salzig, nach mir selbst. Er denkt: Mein eigener Geschmack – geil, verwirrend, warum schmeckt das so gut? Der zweite klatscht auf die Wange, rinnt warm in den Haaransatz, klebt wie flüssiges Wachs. Er saugt weiter, würgt leise, schmeckt sich selbst, während das Toy die letzten Tropfen aus ihm melkt wie eine Maschine, die nie aufhört. Der Rest tropft auf sein Kinn. Er denkt: Ich schlucke mich selbst – Erregung explodiert, Scham mischt sich mit Gier, warum macht mich das so hart? Max zoomt ran: Gesicht, Schwanz, Sperma. Lennart flüstert heiser: „Nächstes Mal bin ich dran, Tropfer.“

Alex nickt. „Du schmeckst besser als Kuchen, 1,0-Schwein. Braver Ständer.“ Aber – Rüdiger hebt die Hand. „Ey, wartet mal. Da ist was daneben. Guck dir den Fleck auf der Wange an. Und im Haar. Strafe.“ Stefan liegt immer noch auf dem Rücken, Beine hoch, Schwanz schlaff, Sperma klebt an seinem Gesicht wie Beweis. Er denkt: Scheiße, ich hab’s versaut. Rüdiger holt was aus der Tasche – eine dünne, schwarze Lederleine. „Das ist deine Strafe. Du ziehst sie dir um den Sack. Und bis morgen Abend trägst du sie. Bei jedem Schritt spürst du’s. Kein Wichsen. Kein Abspritzen. Nur Hängen.“ Die Kumpels lachen. Alex filmt. „Los, Stefan. Mach.“ Stefan greift zu – kaltes Leder, eng, zieht. Rüdiger greift runter, zieht das Toy langsam raus – nass, schleimig, klatscht auf den Boden. Die Leere pocht, Prostata leer, macht die Leine noch intensiver. Er denkt: Das tut weh. Und das macht mich hart. Wieder. Die Leine sitzt. Rüdiger nickt. „Montag. Schule. Du kommst mit der Leine. Und zeigst sie im Klo. Dann – vielleicht – kriegst du sie ab. Vielleicht auch nicht.“ Stefan steht auf, Hose hoch, Leine spürbar bei jedem Schritt. Die Jungs jubeln. Er denkt: Ich bin ihr Spielzeug. Und morgen such ich mir ein dunkles Eckchen. Nur um zu sehen, wie’s sich anfühlt. Und vielleicht... schick ich ein Foto. Alex flüstert: „Und nächstes Jahr bist du wieder da. Kostenlos. Weil du’s brauchst.“ Stefan nickt stumm. Er denkt: Ja. Weil ich’s brauche. Mein Sperma. Meine Scham. Meine Leine. Und Marcel... der kriegt das Video. Und lacht.

Lennart schiebt ihm heimlich einen Zettel zu – eine Nummer, mit einem feuchten Precum-Fleck drauf. Stefan riecht dran, länger, atmet tief ein, der salzige, frische Geruch steigt ihm in die Nase, mischt sich mit dem Poppers-Nachhall, triggert einen neuen Tropfen, der warm aus seiner Eichel quillt und auf den Teppich fällt.

22:47. Heimweg. Die Nachtluft ist kühl, schlägt gegen seine erhitzte Haut, aber die Leine klimpert leise in der Hosentasche, zieht bei jedem Tritt, pocht wie ein zweites Herz. Jeder Schritt ein Ziehen, das durch den Sack jagt, bis in die Eichel, wo der neue Tropfen von Lennarts Zettel noch nachwirkt, salzig in der Erinnerung. Poppers-Nachhall summt im Kopf, Sperma klebt im Haar, trocknet langsam, zieht an der Haut. Er humpelt die Straße entlang, Autos rauschen vorbei, Scheinwerfer streifen über ihn, und er denkt: Morgen Schule – zeigen oder enger? Warum will ich’s? Die Leine reibt, warm vom Körper, kalt vom Leder, ein ständiges Mahnmal, das ihn tropfen lässt, ohne Berührung. Er bleibt stehen, lehnt sich an eine Laterne, atmet tief, der Geruch von Lennarts Precum noch in der Nase, mischt sich mit dem Nachtwind. Ein Tropfen fällt auf den Asphalt, glänzt im Licht. Er denkt: Ich hasse das. Und ich will, dass sie bleibt.

Handy vibriert – Marcel: „Video ist Gold. Morgen zeigst du die Leine in der Schule. Oder ich schick’s an die gesamte Stufe.“ Ein 5-Sekunden-Clip folgt: Stefans Würgen beim Schlucken – Ton an, laut. Darunter: „Profilbild für die Schule? Lennart hat schon gefragt, ob er’s kriegt.“ Ein Standbild von Lennarts zitternder Hand.

Stefan bleibt stehen, Mitte der Straße, Leine spannt, ein Tropfen fällt auf den Asphalt. Er tippt: „Ich zeig’s.“

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