Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 7
by
Reyhani
Was hat Kazmirek ausgesucht?
Die Schlangenhaargurke
"Da fällt mir ein", hielt Kazmirek inne und zog seine leere Hand wieder aus dem Korb, "wir haben ja noch eine Extravorstellung außerhalb des Wettbewerbs. Camilla und Clara haben für uns alle etwas vorbereitet. Kommt doch mal nach vorne, ihr beiden Hübschen."
Es entstand Unruhe in der Menge, dann traten die Zwillinge aus dem Halbkreis, der sich um das Pavillonzelt gebildet hatte. Sie fielen ihrem Opa um den Hals und verteilten großzügig Wangenküsschen.
Camilla sah sich um. "Aber der Wichtigste fehlt ja noch." Oder war das Clara? Na jedenfalls die mit der rosa Basketball-Kappe.
"Wartet, wir holen schnell Karl", rief das Gegenstück mit der weißen Kappe.
Sie drückte Kazmirek einen langen Gegenstand, eine Art krummen Stock, in die Hand und stürzte sich mit ihrer Schwester wieder in die Menge. Nach kurzem Tumult zogen sie Power-Gärtner Karl mit vereinten Kräften an den Armen nach vorne. Und das war bei seinem Gewicht ein ganz schönes Stück Arbeit.
"Er hat die Wundergurke gezüchtet", riefen die Zwillinge im Chor.
Weißkäppchen hielt demonstrativ das lange Gemüse in die Luft, das sie dem verdutzten Vorsitzenden wieder aus der Hand genommen hatte. Es sah aus wie eine überlange, dünne Gurke mit weißen Streifen. Sie war etwas krumm gewachsen und leicht in sich gedreht.
"Genau genommen handelt es sich um eine Schlangenhaargurke, auch Schlangenkürbis genannt.", erklärte Karl. "Sie ist ein beliebtes Gemüse in Asien, Indien und Afrika. Ich wollte mal was Neues ausprobieren und hab sie in unserem Gewächshaus gezüchtet. Ich dachte, sowas haben die Mädchen bestimmt noch nicht gesehen. Wie sollte ich ahnen, was sie damit vorhaben?!"
Karl lächelte gequält und sah sich vorsichtig nach seiner Frau Susanne um. Sie stand mit den beiden anderen Testerinnen hinter ihm, die Arme verschränkt und mit grimmiger Miene.
Dann ranzte sie ihn an: "Du willst mich wohl für blöd verkaufen. Das sieht doch jeder, dass das 1A Dildogemüse ist … nichts für mich, viel zu dünn, nach sovielen Ehejahren hab ich langsam genug von diesen dünnen Wurzeln. Aber du wolltest den unwissenden Mädchen wohl einen Wink mit der Zaunlatte geben?!"
"Aber …" Karl zog den Kopf ein unter den sarkastischen Schlägen seiner Frau.
Zum Glück sprangen die Zwillinge dem dicken, lustigen Onkel zur Seite: "Wir haben uns sehr gefreut. So eine lange Gurke haben wir wirklich noch nie gesehen. Und weil wir keine kleinen Mädchen mehr sind und unwissend schon gar nicht, hatten wir natürlich gleich eine Idee, wozu die zu gebrauchen sein könnte. Die ist nämlich wie für uns beide gemacht – Zwillinge teilen doch alles."
Mit der folgenden Demonstration erstickten die Schwestern jede weitere Eskalation zwischen Karl und Susanne im Keim. Wie das gesamte Publikum schauten die streitbaren Eheleute interessiert zu, was die jungen Leute sich da ausgedacht hatten.
Die Zwillinge setzten sich einander gegenüber im Schneidersitz auf den Rasen. Jede von ihnen legte sich ein Ende der Schlangenhaargurke in den Schoß. Dann stützten sie sich mit den Armen ab, stellten die Füße auf und hoben mit gespreizten Beine das Becken. Die Enden der Gurke balancierten sie auf ihren Venushügeln und bugsierten sie unter akrobatischem Kreisen des Beckens immer näher an ihre offenen, pinken Spalten.
Ungeduldig nahm Clara mit der rosa Kappe (oder war das Camilla?) eine Hand zur Hilfe. "Uhhhh, jetzt ist sie drin. Stöpsel dich auch ein, Schwesterherz, dann sind wir an der Muschi verbunden. "
"Mit den Händen ist aber geschummelt. Ich schaffe es auch so", keuchte Weißkäppchen verbissen, während sie Schraubbewegungen mit ihrem Becken machte.
"Oh ja, jetzt bin ich auch drin. Was für ein irres Gefühl."
Die Umstehenden reckten die Hälse und schoben ein gutes Stück vorwärts. Wer wie Julia ganz vorne stand, konnte genau verfolgen, wie der grün-weiß gestreifte Stab die mit einem zarten, blonden Flaum bedeckten Vulvalippen teilte. Bei so manchem der Herren reckte sich aus Solidarität mit dem Gurkenkameraden die eigene Wurzel in die Höhe. Die Damen seufzten beim Anblick dieser langgestreckten Härte. Einige griffen zum unmittelbaren Vergleich zum Exemplar, das ihnen am nächsten war. Zusammen bewunderten die Zuschauer die geschmeidigen Bewegungen, mit denen die Zwillinge ihre schlanken Hüften kreisen ließen. Innerlich hörten die älteren Herrschaften wohl ihre eigenen Gelenke knacken.
Auch Julia guckte genau hin. Genaue Beobachtung gehörte zum Handwerkszeug einer guten Journalistin. Erst durch eine Berührung wurde ihre Aufmerksamkeit gestört. Die weißhaarige Dame, die schräg hinter ihr stand, hatte ihren Arm gegriffen. Als Julia sich zu ihr umdrehte, seufzte sie und murmelte mehr zu sich selbst als zu Julia:
"Die sind richtig, die beiden Süßen. Entdecken die guten, alten Dinge. Nicht dieses ekelige Plastik, in das die jungen Leute heutzutage so vernarrt sind. Da möchte man doch auch noch mal **** sein. Ich erinnere mich noch genau, bei mir war es eine knackige Karotte …"
Julia nickte zustimmend. Sie fragte sich, ob die Oma wohl auch den Metallplug in ihrem Po abgelehnt hätte. Zum Glück konnte man ihn nicht sehen. Julia hatte sich so an ihn gewöhnt, dass sie ihn selbst kaum noch spürte. Mein Gott, hatte sie ihn wieder reingesteckt, nachdem sie vorhin auf dem Klo gewesen war? Wäre echt peinlich, wenn sie ihn auf dem Waschbecken vergessen und ihn jemand dort gefunden hätte. Sie konnte sich beim besten Willen nicht erinnern und wagte es nicht, hier unter all den Leuten nachzufühlen.
"Ich kann nicht mehr", stöhnte Camilla und ließ sich nach hinten fallen.
"Ich auch nicht", machte es ihr Clara nach, dass ihre Kappe ins Gras purzelte.
Die Schwestern lagen schwer atmend auf dem Rücken. Ihre Wangen leuchteten rot und ihre Brustwarzen standen in den Himmel.
Kazmirek trat zu ihnen. "Immer langsam mit die jungen Pferde. Verschnauft erstmal."
Jodie reichte den Schwestern Wasser, das sie gierig tranken. Dann nahm sie die Wundergurke, die jetzt an den enden veführerisch in der Sonne glitzerte, und verschwand in Richtung Vereinsheim. Julia fragte sich, was sie wohl vorhatte, da richtete der Vorsitzende das Wort an die versammelten Gäste.
"Liebe Gartenfreunde, ich würde sagen, dass war doch mal ein Blick in eine strahlende Zukunft für unseren Verein. Vielen Dank und einen Applaus für Camilla und Clara."
Als sich der frenetische Beifall gelegt hatte, fuhr Kazmirek fort: "Jetzt wollen wir aber endlich den Wettbewerb starten: Was ist das heißeste Gemüse der Saison, wer ist die heißeste Testerin?"
Marina, Susanne und Jodie, die genauso heimlich zurückgekehrt wie sie verschwunden war, winkten ins Publikum. Kazmirek nahm den Korb hoch und streckte wieder seine Hand hinein.
Was zieht er dieses Mal?
Die Reporterin
Alles für eine gute Reportage
Es reicht ihr nicht nur darüber zu schreiben, sie muss es erleben
Updated on Nov 14, 2025
by kokosmilch
Created on May 25, 2025
by markmarksen07
- All Comments
- Chapter Comments
