Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 8
by
Reyhani
Was zieht er dieses Mal?
Der Maiskolben
"Als erstes haben wir hier diesen Maiskolben. Wer hat dieses beeindruckende Gerät eingereicht?"
Kazmirek wog den dicken, goldgelben Zapfen in der Hand und hielt ihn dann hoch. Es entstand Unruhe unter den Zuschauern und ein unscheinbarer Mann mit einem grauen Schnauzer trat zögerlich auf den Vorsitzenden zu.
"Ah, Willi, der ist von dir?! Schön, dass du dich mal wieder blicken lässt. Bist wieder auf dem Damm, nach der Sache mit Dieter?! ", begrüßte Kazmirek ihn.
Der Angesprochene antwortete leise und zögerlich. "Wie man's nimmt ... man kann sich aber auch nicht ewig vergraben und **** ist auf Dauer keine Lösung. Da hab ich mich aufs Gärtnern besonnen. Hatte ganz vergessen, wieviel Spaß das macht. Der Mais ist in dieser Saison ganz besonders gut gelungen. Hab ihn schon selbst ausprobiert. Hat mit viel Trost gegeben."
"Mais mögen wir doch alle. Vom Grill mit ein bisschen Butter. Ganz was Feines", stimmte Kazmirek zu. "Aber heute soll es ja nicht direkt ums Essen gehen."
"Ja, das sag ich ja. Aber du hast natürlich auch Recht, mit Butter ist in beiden Fällen gut. Jetzt nicht bei den Damen, die meinen Kolben testen … also ich meine den Maiskolben … also die Butter brauchen die nicht …"
Willi war rot geworden und ins Stottern geraten. Kazmirek überspielte die schüchterne Verwirrung des Gärtners einfach und erklärte noch mal, dass dem Maiskolben nun eine Testerin zugelost würde. Plötzlich hatte er vier Spielkarten in der Hand, die er Willi verdeckt unter die Nase hielt. Wenn Julia es nicht besser gewusst hätte, hätte sie geschworen, der Vorsitzende hätte die Karten aus dem Ärmel gezogen.
"Nimm eine Karte und sag uns, wer deine grandiose Stange testen wird", erklärte der Vorsitzende, so dass es alle hören konnten.
Mit seinen langen Fingern suchte Willi sorgfältig eine der vorgehaltenen Karte aus. Er fixierte sie und verkündete:
"Es ist die … Kreuz Dame!"
"Das bedeutet", übernahm wieder Kazmirek mit seiner Losverkäuferstimme, "dass Susanne herausfinden wird, ob dein Mais zum Lustgemüse taugt."
Damit reichte er unter dem Applaus der Umstehenden den Kolben an Susanne weiter. Selbstbewusst trat die füllige Rentnerin vor. Mit der einen Hand hielt sie sich den Maiskolben vors Gesicht, mit der anderen zog sie Willi an sich heran und erdrückte den kleinen Mann fast dabei.
Sie betrachtete den Kolben von Nahem, fuhr sich mit ihm über die Wange und leckte zum Schluss einmal mit ausgestreckter Zunge an ihm entlang.
"Das wird der Renner. Prall, knackig und diese Noppenstruktur. Ich habe einen Sieger in der Hand das fühle ich", verkündete die Testerin laut.
Auf Susannes Geheiß stellte der Vorsitzende eine dieser wackeligen, weißen Plastikliegen vor das Pavillonzelt. Sie kniete sich ganz ans Ende mit dem Rücken zum Publikum und streckte noch einmal theatralisch den Maiskolben in den Himmel, dass er in der Sonne leuchtete. Dann beugte sie sich mit dem Oberkörper vor, stützte sich mit einer Hand ab, während sie mit der anderen den Kolben unter ihren Körper hindurchführte.
Der Maiskolben tauchte als gelbes U-Boot zwischen ihren Beinen wieder auf. Dort schrammte er ein paar mal hart an den wulstigen Schamlippen entlang. Doch wer ein metallisches Kratzen erwartet hatte – Kaleun, lass uns zu Gott beten, dass die Schotten das aushalten! –, wurde enttäuscht. Stattdessen fuhr das Boot geräuschlos zwischen die sich öffnenden Pforten des Atlantikbunkers – perfekte Schleichfahrt. Nur wer wie Julia ganz nah am Geschehen stand, konnte ein leises Schmatzen und Susannes tiefes Stöhnen hören.
Eine ganze Weile ließ Susanne den leuchtend gelben Stab in ihre gespannte Möse ein und ausfahren. Ihr leises Stöhnen schwoll an zu einem tiefen, zufriedenen Brummen, während ihr Hintern zusehends in Schwingungen geriet. Der Kolben musste wirklich gut sein, so wie ihr Arsch wackelte. Das brachte selbst die Liege aus dem Gleichgewicht. Ruckartig nahm Susanne ihre Hand nach vorne, um sich zu stabilisieren.
Nichts passiert. Puh! Susanne atmete aus und nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren wurde der Kolben weiter in ihre Möse gesogen. Einen Moment sah man noch das Ende gelb hervorblitzen, dann schlossen sich Susannes Schamlippen über dem sinkenden Schiff.
Jetzt war es das Publikum, das den Atem anhielt. Sofort tauchten Susannes Finger wieder auf und suchten zuerst verwundert dann immer hektischer nach dem Ende des Kolbens. Aber auch als ihre Finger zwischen ihre Lippen eintauchten, kriegte sie ihn nicht zu fassen.
"Kann mir vielleicht mal jemand helfen. Ich komme nicht tief genug rein. Der Winkel ist ganz schlecht. Willi, Karl, tut doch was!"
Willi stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Er wich zurück und versteckte sich hinter Kazmirek. Gleichzeitig drängelte sich Susannes Mann, Karl, nach vorne.
"Halt durch, mein Schatz, ich befreie dich von dem Fremdgemüse!"
Als sich Karl hinter seiner Frau aufgebaut hatte, sah man gar nichts mehr. Schade, grade wo es spannend wurde. Dafür hörte man sein andauerndes, leises Fluchen: "Ich kann ihn schon fühlen ... ich komm nicht richtig dran ... gleich hab ich den Mistkerl ... der steckt irgendwie fest ..."
Die arme Susanne begleitete die Anstrengungen ihres Mannes mit einem genervten Gegrummel, bis ihr der Kragen platzte: "Du Versager, so wird das nichts. Gib doch zu, dass deine Wurstfinger zu dick sind."
Doch Rettung war nah. "Onkel Karl, Tante Susanne, lasst uns mal ran, wir helfen euch." Die Zwillinge kamen angelaufen und nahmen die Sache in die Hand. Buchstäblich. Clara drängelten den überforderten Karl zur Seite und ihre Schwester setzte sich auf die Liege neben Susannes Kopf. Endlich hatte Julia wieder freie Sicht.
Während Camilla begann, Susanne zum richtigen Atmen anzuleiten, ließ Clara ihre Finger knacken. Dann schob sie ihre schmale Hand ganz langsam von hinten in Susannes Möse, wo sie schnell bis zum Handgelenk verschwunden war.
"Ich spüre ihn und werde ihn jetzt greifen. Vorsicht, das könnte eng werden", rief Clara nach vorne.
Camilla sprach beruhigend auf Susanne ein, während sie weiter gemeinsam atmeten. Aus dem Atmen wurde ein brunftiges Stöhnen. Die Schwestern sahen sich kurz über Susannes Rücken hinweg an, dann kam Camillas Kommando:
"Und jetzt pressen!"
In mehreren Intervallen und unter ansteigender Lautstärke zog Clara den Kolben millimeterweise heraus. Ihr konzentrierter Gesichtsausdruck sprach Bände. Zum Schluss ging alles ganz schnell. In einem Ruck beförderte sie den Wonneproppen ans Licht der Welt. Camilla umarmte ihre Schwester, das Publikum jubelte, während Susanne erschöpft aber glücklich auf der Liege zusammengesunken war. Nur Willi war nicht dabei. Er saß kreidebleich im Schatten und zündete sich mit zitternden Fingern eine Zigarette an.
"Phantastisch!", übernahm Kazmirek wieder. "Da hat für mich alles gestimmt: das Material, die Darbietung mit einem Schuss Dramatik. Wir werden gleich bei der Abstimmung sehen, ob Willi und Susanne die Sieger sind."
What's next?
- No further chapters
- Add a new chapter
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Die Reporterin
Alles für eine gute Reportage
Es reicht ihr nicht nur darüber zu schreiben, sie muss es erleben
Updated on Nov 14, 2025
by kokosmilch
Created on May 25, 2025
by markmarksen07
- All Comments
- Chapter Comments