Ob Steffi da mitmacht?

Mit etwas Überzeugung

Chapter 190 by Hentaitales Hentaitales

Steffi sträubte sich noch ein wenig gegen den Gedanken, zukünftig nicht mehr ständig unter den anderen in der Villa zu leben, aber nachdem ihr Viktor noch einmal in ruhigem Ton vermittelt hatte, wie sehr sie den anderen damit half und ihr außerdem versprach, sich nur um sie zu kümmern, wann immer sie zu Besuch kam, akzeptierte sie die Konsequenz schließlich. "Ich kann euch aber nicht versprechen, dass ich das von Anfang an richtig mache", warnte sie. "Ich bin kein ausgebildeter Schauspieler wie Paps."

Aber Steffen schmunzelte nur. "Ich glaube, das wird nicht schwer für dich. Ich geb dir gerne ein paar Tipps. Los, verwandel dich mal, dann zeig ich dir gleich mal, worauf du achten kannst."

"Gleich hier? Okay..." Steffi schloss die Augen, atmete einmal tief durch, dann griff sie mit ihrer Hand in ihren Schritt und begann sich dort zu streicheln. Einen Moment lang geschah nichts, dann begann sie leicht zu zittern, stöhnte leise auf - und im nächsten Moment schon sich plötzlich zwischen ihren Fingern ihr Kitzler hervor, wurde länger und länger und schwoll zugleich an, bis er groß genug war, dass sie ihn mit der Hand umfassen konnte. In diesem Zustand hielt sie inne, schob ihre Hüfte leicht nach vorne und sah zu den anderen. "Wie sieht es bis jetzt aus?"

"Lass den Unsinn", meinte Steffen humorlos, "und verwandel dich komplett. Und nimm die Sache gefälligst ernst!"

Mit einem missbilligenden Blick zu ihm wandte Steffi ihre Aufmerksamkeit wieder ihrem Schwanz zu und begann ihn zu wichsen. In den nächsten Sekunden begann sich nun auch der Rest ihres Körpers zu verändern - ihre Brüste schrumpften, sie streckte sich deutlich in die Höhe und gewann an Muskelmasse, und ihre Haut wurde heller und heller, während ihr Haar sich in ihren Kopf zurückzuziehen schien. Erst in den letzten fünf Sekunden ihrer Transformation änderte sich dann ihre Haarfarbe von ihrem natürlichen Blondton zu Connors Kupferrot, und nun endlich hatte sie sein Aussehen vollständig angenommen. "So besser?" Auch ihre Stimme klang nun nach ihm, auch wenn irgendetwas nicht zu stimmen schien...

Steffen hatte natürlich das Auge für Details. "Erstens hört man dir noch deinen Dialekt an", sagte er, "Connor hat ein sehr präzises Hochdeutsch gesprochen. Außerdem nimmst du beim Stehen zu wenig Raum ein, halt deine Schultern ein bisschen breiter... ja, das ist besser. Jetzt geh mal ein paar Schritte."

"Bin ich hier beim Modecasting?" beschwerte Steffi sich. "Ich muss doch nur so aussehen wie der Typ, dann passt das auch."

"Du wirst auch mit Leuten zu tun haben, die ihn schon länger kennen", widersprach Steffen, "und denen wird auffallen, dass irgendwas an ihm nicht stimmt. Und wenn sie dich dann näher checken, merken sie vielleicht, dass deine Fingerabdrücke nicht stimmen, und dass deine Augen nicht perfekt sind, und deine Blutgruppe schon gar nicht, und dann bist du am Arsch. Komm, wir gehen mal auf mein Zimmer und ich coach dich mal richtig."


Nachdem die beiden verschwunden waren, blieben die anderen etwas ratlos zurück. "War es das jetzt?" meldete sich schließlich nach einigen Sekunden Asha mit etwas belegter Stimme zu Wort. "Connor ist tot, und alles, was wir tun, ist uns darum zu kümmern, dass das niemand merkt?"

"So war das hier nicht gemeint", gab Tom zurück, "und wenn es so rübergekommen ist, tut mir das Leid. Steffen und ich wollten zuallererst einmal das mit dem Doppelgänger klären, damit wir wissen, woran wir sind, und ich glaube, da ist er jetzt ein bisschen in dem Thema hängengeblieben. Du hast völlig recht, Asha, wir haben einen Kameraden verloren, plötzlich und ohne Vorwarnung, und wir sollten schauen, dass wir ihn in guter Erinnerung behalten und alles tun, um seinen Verlust gut zu verarbeiten. Du trägst beispielsweise sein Kind in dir und hast ihn nicht mehr an deiner Seite-"

"Na ja, ich hatte von Connor nicht erwartet, dass er ein besonders toller Vater sein würde", gab Asha zurück, "aber... Also, ich weiß jetzt schon, dass ich ihn vermissen werde. Er war ein bisschen ein Idiot, aber ein sehr zärtlicher und liebevoller Idiot. Ich kann's noch gar nicht richtig glauben, dass er nicht mehr hier ist..." Sie blickte zu Dao. "Gibt's gar keine Chance, dass er irgendwann wieder aus dir auftaucht?"

Dao schüttelte eilig den Kopf. "Das Ding in mir, das ihn verschlungen hat, das bin nicht ich. Meine Kräfte halten es nur zurück. Ich hab keine Kontrolle darüber, und schon gar nicht kann ich irgend was daraus wieder hervorholen. Am Liebsten würde ich es loswerden, aber..." Sie seufzte. "Ich glaube nicht, dass das möglich ist."

Lorena trat demonstrativ zu ihr und nahm sie in den Arm. "Du trägst keine Schuld, Dao, das liegt alles in der Verantwortung von irgendwelchen Irren, die glauben, sie könnten Gott spielen und das, was uns die Natur geschenkt hat, für ihre Zwecke missbrauchen. Bei uns wird dir das nie mehr passieren. Wir werden gut auf dich aufpassen. Und vielleicht, irgendwann einmal, finden wir auch eine Lösung für dich und das, was man dir angetan hat."

"Warum suchen wir nicht die, die an ihr herumexperimentiert haben und steigen denen mal aufs Dach?" meldete sich Malia zu Wort. "Die haben das verbockt, vielleicht wissen sie auch, wie sie es wieder rückgängig machen können."

"Halte ich nicht für wahrscheinlich", warf Viktor ein. "Könnten die uns die Kräfte wieder abnehmen, die sie uns gegeben haben, wären sie anders mit mir umgegangen. Mich wollten sie ja am Ende einfach umbringen, als ich ausgeforscht war. Wenigstens das werden sie mit der armen Dao nicht machen."

Alex überlegte. "Trotzdem halte ich Malias Gedanken nicht für falsch", sagte er. "Sollten wir nicht mal Pandora darauf ansetzen? Vielleicht kriegt sie ja mehr heraus. So was Krasses wie Forschung an einem schwarzen Loch - das muss doch irgendwo Wellen schlagen. Und alles, was wir in Erfahrung bringen, kann ihr theoretisch ja helfen."

Aber Lorena schüttelte den Kopf. "Zu gefährlich", meinte sie sofort. "Auch für uns gibt es Grenzen, und das, was man mit Dao gemacht hat, das ist ein wahrer Abgrund von Verkommenheit. Und in Abgründe sollte man nicht schauen. Sonst schaut der Abgrund irgendwann mal zurück."

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