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Chapter 110 by Hentaitales Hentaitales

Ach, kann ich das?

Ich kann's ja mal probieren

Ich war mit Jens nicht unbedingt besonders dicke, aber realistisch gesehen war das keiner der Jungs in unserer Klassenstufe. Wenn Anna die Königin an der Schule war, war er mindestens der Prinzgemahl, und das hieß, er war zwar überall beliebt und respektiert, aber einen echten Freundeskreis hatte er nicht. Dafür war er einfach zu weit von uns "Normalos" entfernt, und obwohl er sich im Gegensatz zu seiner Schwester nicht so benahm, gab es trotzdem eine Distanz zwischen ihm und dem Rest der Welt.

Allerdings riss er niemandem den Kopf oder die Klöten ab, wenn man mit ihm sprach, und so kam ich noch vor dem Ende der Pause auf ihn zu, als er gerade auf seinem Tablet etwas zu organisieren schien. "Hast du nen Moment, Jens?"

"Klar." Er beendete noch, was immer er da tat und sah dann auf. "Was gibt,es?"

"Du würdest mir einen großen Gefallen tun", sagte ich, "wenn du mir bei einer Aufgabe hilfst, die Anna mir aufgebürstet hat."

Jens musste lachen. "Heute früh hat sie dir ganz schön den Kopf gewaschen, oder? Mein Beileid."

Ich seufzte. "Du weißt bestimmt, was sie von mir will-"

"Ja, das ist kein Geheimnis geblieben", sagte Jens, "und im Gegensatz zu ihr finde ich, dass du einen guten Job gemacht hast. Ich hab ihr schon gesagt, sie sollte es mal dabei belassen, aber du kennst sie ja. Wenn sie sich mal was in den Kopf gesetzt hat..."

"Und genau da kommen wir jetzt zu dem Gefallen", sagte ich. "Anna die Sache ausreden, das sollst du gar nicht. Aber du würdest mir enorm weiterhelfen, wenn du Lilly schwängerst."

Die gute Laune in Jens' Gesicht verschwand schlagartig. "Oh. Daher weht der Wind."

Ich nickte, leicht verunsichert aufgrund seines Stimmungswandels. "Schau mal", erklärte ich, "sie ist wohl echt in dich verknallt. Sie wünscht sich nichts so sehr wie ein Kind von dir."

"Ich weiß", sagte Jens ruhig, aber mit einem seltsamen Unterton in der Stimme, als würde er sich gerade etwas zügeln müssen. "Aber das mache ich nicht mehr. Feride war das letzte Mädchen an der Schule, das ich geschwängert habe, und das auch nur, weil sie Anna und mir wirklich einen Riesengefallen getan hat. Ich bin hier fertig."

"Kannst du für Lilly nicht noch eine Ausnahme-"

Abrupt legte mir Jens eine Hand auf die Schulter, und so schmal er auch war, sein Griff war ungeheuer fest. "Keine Ausnahmen", sagte er sehr deutlich. "Für niemanden. Schon gar nicht für Lilly."

Ich blickte kurz auf seine Hand, dann wieder zu ihm. "Was meinst du damit - wieso 'schon gar nicht für Lilly'?"

"Frag sie, wenn du's wissen willst." Er ließ mich ebenso plötzlich wieder los, wie er mich gepackt hatte. "Wenn sie's dir sagt, ist es für mich okay."

Und ohne ein weiteres Wort drehte er sich um, ging fort und ließ mich stehen.

Und was soll ich jetzt machen?

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