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Chapter 43 by Hentaitales Hentaitales

Sie spricht offenbar gerne in Rätseln

Und ich finde erst mal keine Lösung

Damit war aus Annas Sicht offenbar alles gesagt, und sie ließ sich nicht dazu hinreißen, mir noch irgendeine weiterführende Erklärung zu geben, was es denn jetzt mit diesem Thomas von Aquin auf sich hatte. Ich schlug ihn später einmal nach, fand aber nur heraus, dass er irgendwann vor mehr als 800 Jahren mal ein Philosoph gewesen war, noch dazu ein Kirchenphilosoph, der in seinem Leben wahrscheinlich nicht ein einziges Mal an Sex gedacht hatte, geschweige denn an das, was auch immer Anna nach unserem Fick durch den Kopf gegangen war. Dementsprechend konnte ich mir keinen Reim darauf machen, was sie mit ihrer Andeutung gemeint hatte und beließ es einfach dabei.

In den kommenden Wochen ging mein Leben so normal weiter, wie es seit meinem Wechsel ans EOF eben normal verlaufen war, nur dass mich jetzt ein oder zwei Mal in der Woche Anna mittags für einen Fick beanspruchte. Sie tat das mit der größten Selbstverständlichkeit, und egal, mit wem ich mich ansonsten verabredet hatte, alle anderen Mädchen ließen ihr jederzeit den Vortritt, ohne Wenn und Aber, ohne auch nur den Versuch eines Widerspruchs. Anna war die Alpha-Wölfin hier an der Schule, die ungekrönte Königin, und absolut jeder wusste es. Und die einzigen, die offenbar nicht andauernd vor ihr buckelten, waren ihre Geschwister. Und, wenn auch offenbar aus anderen Gründen, Sophie.

Bei Maja hatte ich ja schon mitbekommen, dass sie offenbar das Gegenteil ihrer kleinen Schwester war, was ihren Umgang mit Sexualität anging, und Anna schien diese Entscheidung auch zu respektieren. Sie hatte keine offene Rivalität mi ihr - tatsächlich hatte ich während meiner ganzen Zeit am EOF nur ein einziges Mal eine Konfrontation zwischen den beiden mitbekommen, und das war die an meinem ersten Schultag gewesen. Ansonsten schienen die beiden ganz passabel miteinander auszukommen; es gab keinen Streit zwischen ihnen, keine Sticheleien, kein gar nichts. Die beiden gingen sich auch nicht absichtlich aus dem Weg. Sie hatten einfach ganz natürlich nur wenig miteinander zu tun, und wenn doch, dann verzichtete Anna darauf, irgend etwas von Maja zu verlangen, was dafür sorgte, dass Maja sie nie in die Schranken weisen musste.

Mit Jens war die Situation schon etwas anders. Auf den ersten Blick hatte ich gedacht, auch er hätte recht wenig mit seiner Schwester zu tun - dem war aber nicht so. Tatsächlich sah ich die beiden häufiger mal zusammen reden, meistens leise und privat, und es kam mir so vor, als würden sich die beiden über vieles absprechen. Welche Pläne sie allerdings verfolgten oder ob sie überhaupt irgendwelche gemeinsamen Pläne hatten, das konnte ich beim besten Willen nicht herausfinden - insbesondere, weil niemand wirklich gerne über die beiden zu reden schien. Selbst Jimmy, mit dem ich ja inzwischen recht gut befreundet war, weigerte sich, irgendwas über die Rolle der beiden an der Schule preiszugeben. Allerdings verriet er mir, dass Anna und Jens regelmäßig miteinander fickten, und dass es wohl eine besondere Ehre wäre, mal von beiden zu einer gemeinsamen Session eingeladen zu werden. Diese Ehre wurde mir allerdings zumindest vorerst einmal noch nicht zuteil.

Und dann war da noch die Sache mit Sophie. Sophie kam am EOF definitiv eine besondere Rolle zu - aber ich konnte ums Verrecken nicht herausfinden, welche das war. Auf der einen Seite benahm sie sich mitunter so wie Anna - wie eine Prinzessin, die erwartete, dass man jeden ihrer Wünsche ohne Widerspruch erfüllte. Unter ihren Mitschülern war allerdings bei weitem nicht jeder so willig, unter ihrer Fuchtel zu stehen, wie das bei Anna der Fall war - eigentlich waren nur die Jungs gerne für sie da. Die meisten Mädchen taten zwar auch, was sie wollte, aber deutlich weniger begeistert. Während sie Annas Autorität unwidersprochen akzeptierten, behandelten sie Sophie eher abweisend und unfreundlich. Sophie allerdings schien das kalt zu lassen, und sie machte einfach nur ihr Ding und tat, was sie wollte. Mich allerdings ließ sie vollkommen in Ruhe, wie Anna es angekündigt hatte.

Und so vergingen die Wochen. Der November verging, der Dezember kam. Und dann, direkt an einem Montagmorgen noch vor der ersten Stunde, stand plötzlich Anna vor mir und drückte mir einen Brief in die Hand.

"Hier, für dich."

"Was ist das?" Ich betrachtete den Umschlag neugierig. Es stand nur mein Name darauf.

Anna grinste. "Das ist die Einladung zur Schulweihnachtsfeier", sagte sie. "Die willst du auf keinen Fall verpassen."

Wir haben eine Schulweihnachtsfeier?

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