Was haben die anderen inzwischen getan?
Nicht viel Produktives
Als wir wieder herunterkamen, waren die anderen gerade in der Küche beim Frühstück - und die Küche damit auch schon ziemlich voll. Mein Haus war zwar durchaus geräumig, aber nicht an allen Stellen für sechs Erwachsene ausgelegt.
"Aha, da sind die beiden Turteltauben ja", begrüßte uns Andy. "Hoffe, ihr hattet Spaß. Aber ihr hättet euch dafür wenigstens in euer Bett verziehen können. So musste ich gestern auf der Couch schlafen."
"Oh, sorry", sagte ich schuldbewusst. Dann stutzte ich. "Warte mal - wieso hast du auf der Couch geschlafen? Mein Bett und das von Moritz waren doch frei."
Sarah legte den Kopf schief. "Und wo denkst du, haben Mai und ich geschlafen, hm?"
Ich blinzelte. "Aber wenn Moritz und ich in unseren Betten geschlafen hätten, wäre doch auch kein Platz mehr in-"
"So laut, wie ihr wart, hätte euch auch ein Bett ausgereicht", grinste Jenny. "Damit hätte Sarah das andere haben können."
"Und Mai?"
Jetzt war es an Mai, zu grinsen. "Ich wäre dann bei Andy mit unter die Decke geschlüpft. Aber zu zweit auf der Couch - nee, das war mir zu unbequem."
Moritz seufzte. "Ich sehe schon, wir müssen uns hier irgendwie neu organisieren", sagte er. "Zumindest, solange Sarah und du hier unterkommen. Vielleicht besorgen wir noch ein Gästebett oder zwei."
"Ja, das sollten wir noch heute angehen", stimmte ich zu. "Aber jetzt erzählt mal, was haben wir verpasst?"
"Frühstück", sagte Andy trocken, "allerdings sind noch drei Brötchen da. Nur Kaffee ist alle. Aber den könnt ihr euch auch selbst machen."
Jenny gab ihm einen Klaps auf den Hinterkopf. "Manieren hast du nicht für fünf Cent", beschwerte sie sich. "Ich setz euch frischen Kaffee auf, Tina. Ich kann selbst noch ein oder zwei Tassen vertragen.
Ich nickte ihr zu. "Dann schon mal danke. Aber eigentlich meinte ich, was haben wir an Plänen verpasst?"
"Pläne haben wir noch nicht viele gemacht", meldete sich Sarah zu Wort. "Wir waren gestern alle ein bisschen abgelenkt, als uns Mai erzählt hat, was ihr mit Moritz passiert ist."
"Du hast das weitererzählt?" sagte Moritz ungläubig. "War dir das nicht zu peinlich?"
Mai zuckte mit den Schultern. "Erst mal fand ich es nur interessant, weil mir so was ja noch nie passiert ist. Und außerdem hatten ja weder Tina noch du eine Idee, was ich da eigentlich mit dir angestellt habe. Biologisch gesehen, meine ich."
Ich blickte in die Runde. "Und, konnte jemand von euch eine Erklärung finden, was da passiert ist?"
"Na ja, eine Erklärung ist zu viel gesagt", antwortete Sarah. "Aber mit ein bisschen Überlegen sind wir auf eine ganz passable Theorie gekommen."
"Und die wäre?"
Sarah grinste. "Deine und Jennys Milch steigert doch die Spermaproduktion", sagte sie, "jede auf ihre Art, richtig?"
Ich nickte. "Und weiter?"
"Du hast dem armen Moritz so viel Spermien verschafft, dass sie sich dauerhaft in seinen Hoden anstauen. So stark, dass sein Körper alles tut, um sie unbedingt loszuwerden. Darum bekommt er einen Monsterschwanz und spritzt literweise ab."
"Äh, was?!" Ich blinzelte. "Aber Moritz hat sich schon ein paar Mal komplett in mir leergespritzt!"
Sarah schüttelte den Kopf. "Was bei ihm leer wurde, das war seine Prostata. Da, wo die Samenflüssigkeit herkommt. Aber eigentliche Spermien gab es noch massig in seinen Hoden. So viele, dass der Stau nie ganz beseitigt wurde. Und seine Hoden haben schneller neue Samenzellen produziert, als seine Prostata neue Flüssigkeit nachschieben konnte."
Mai nickte. "Aber als ich ihm die Eier leergemacht habe, da waren es auch wirklich die Eier. Sein Sperma war wahrscheinlich viel, viel dicker, als es sonst ist. Und damit war der Samenstau weg, und sein Körper konnte wieder auf Normalmodus runterschalten."
"Argh!" Moritz griff sich an die Stirn. "Die Theorie schmeißt ein paar Dutzend biologische Grundsätze um. Aber ich muss zugeben, rein von der Logik ergibt es einen gewissen Sinn."
"Aber Schatz..." Ich fasste Moritz an der Hand. "Das, ähm, klang eben nicht gerade gesund. Samenstau in deinen Hoden? Ich hatte keine Ahnung, dass ich so was bei dir anrichten würde! Vielleicht, ähm, sollten wir das nicht unbedingt nochmal versuchen?"
Moritz lächelte mich an. "Ach, erst mal ist es nur eine Theorie", sagte er. "Und ich hatte ja nie Beschwerden mit meinem verbesserten Schwanz. Wenn du willst, kannst du ihn mir wieder aufpumpen. Mir macht's auch Spaß damit."
Ich strahlte zurück. "Okay, dann machen wir das bei nächster Gelegenheit wieder. Aber vielleicht sollten wir jetzt erst-"
In diesem Moment hörte ich mein Handy klingeln - ich hatte es gestern im Wohnzimmer liegen lassen, fiel mir ein. "Warte kurz", sagte ich, huschte hinüber und nahm es schnell an mich. Ich kannte die anrufende Nummer nicht, aber vielleicht war es ja die Polizei. Also nahm ich ab.
"Hallo?"
"Hallo Tina", erklang Ashleys vertraute Stimme aus dem Telefon.
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