Wie geht Lesyamina vor ?

Nur nichts überstürzen.

Chapter 38 by The Pervert

Allerdings wollte Sie auch nicht blindlings drauf los laufen.

So weit Sie es sah, bestand für Sie im Moment keine akute Gefahr von den sie verfolgenden Orken erwischt zu werden. Also konnte Sie sich ruhig einen Moment ausruhen. Der Weg bis zu dem anderen Wald sah ziemlich lang und holperig aus. Auch würde Sie sich vorsichtshalber einen Weg zwischen den vereinzelten Büschen suchen, um sich notfalls doch verstecken zu können.

Von den Karten her wusste sie das es einen zweiten Bach gab der in den Aschewald hinein führte. Es würde sicher sinnvoll sein diesen so schnell wie möglich zu finden und ihm folgen zu können. Von hier wo sie war bedeutete das aber das sie sich ein ganzes Stück weiter Ojstlich halten musste.

Aber allem voran wollte sie endlich die hinderliche Kette los werden. Deren Gewicht betrug nach ihrer Schätzung etwa ein sechstel ihres eigenen Gewichtes. Ausserdem war ihr Hals an einigen Stellen wund gescheuert. Und der Schleifstein den sie dabei hatte war auch nicht sehr leicht.

Also setze sie sich in eine Mulde, ass erst ein paar Nüsse bevor sie daran ging den Bolzen der Kette weiter zu bearbeiten.
Es dauerte mindestens eine Stunde bevor es sinnvoll war einen Versuch zu machen den Bolzen das erste mal durch die Ösen zu drücken. Aber sie brauchte noch eine weitere halbe Stunde bevor sie endlich den ersehnten Erfolg hatte.
Die Kette löste sich und sie konnte den Eisernen Kragen endlich öffnen und ablegen.

Es war ein Gefühl als könne sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder unbeschwert atmen. Der Kragen war weit gewesen, aber sie hatte trotzdem das Gefühl gehabt er würde ihr die Luft abschnüren.

Lesyamina nahm einige tiefe Atemzüge und genoss die frische Luft um sie herum als währe es eine neue Erfahrung. Kurz überlegte Sie ob Sie die Kette nicht doch behalten sollte. Sie war lang genug und kräftig um als eine Waffe funktionieren zu können. Aber Lesya wusste das ihr diese Waffe gegen auch nur einen durchschnittlichen Orken nichts helfen würde. Es würde ihn höchstens noch wütender machen. Und auch sonst war sich Lesya nicht sicher ob Sie dieses Instrument „sinnvoll“ würde einsetzen können.

Aber vor allem war es das Gewicht das sie störte. Sie würde sich ohne diesen Ballast viel schneller bewegen können. Das erschien ihr wertvoller als jeder andere Nutzen.

Sie benutzte einige ihrer Wildkräuter um die Scheuerwunden an ihrem Hals zu behandeln.
Die Sonne hatte ihren Zenith überschritten und es wurde Zeit aufzubrechen.
Jetzt musste Lesyamina nur noch das Kleid und ihre Tasche tragen.
Zwar war das Kleid durch seine kräftige rote Farbe auch von weitem gut zu erkennen, aber da das Land vor ihr mit vielen bunten Blumen und anderen Pflanzen übersäht war, wollte sie es riskieren. Also zog sie das Kleid an, das ihr etwas zu lang und zu weit war. Aber das war kein Problem. Lesya riss vom unteren Rand zwei Streifen ab, die sie sofort benutzte. Den einen verdrehte sie zu einem Strang den sie als Gürtel benutzte um den Stoff um ihre schmale Taille zu raffen. Den zweiten Streifen befestigte sie als Trageriemen an der Tasche. so liess sie sich bequemer tragen und Lesya hatte zusätzlich ihre Hände frei.

Lesya fühlte eine besondere Spannung in sich. Sie war frei und es ging ihr inzwischen besser. Sie war sicher jedem Orken ohne Mühe entkommen zu können. Ausserdem hatte sie ein Ziel vor Augen an dem es ihr vermutlich besser gehen würde als bisher. Das alles war das Risiko durch fremdes Land mit unbekannten Gefahren zu reisen allemal wert.

Hauptsache fort von diesen furchtbaren Orken.

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Der Weg zum Aschewald ?

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