Entdecken die Fremden Sonja

Noch können sie mich nicht sehen

Chapter 148 by petra1 petra1

Die Stimmen sind jetzt ganz nah. Praktisch direkt vor der Scheune.

Ich kann jedes Wort klar verstehen. Mein Herz rast so schnell, dass ich Angst habe, es könnte aus meiner Brust springen.

„Schöner Platz hier“, sagt der Mann, „auch wenn wir heute nicht alleine sind.“

Oh Gott. Kein Zeichen von Lukas. Er ist nicht hier. Niemand beschützt mich. Die beiden werden sicher gleich einen Blick in die Scheune werfen. Und ich hänge hier – gespreizt, sabbernd, mit Plug im Arsch, Klammern an den Nippeln und weit offenem Mund.

In meiner Aufregung schnappe ich nur Gesprächsfragmente auf. Jemand sagt freundlich „Guten Tag“. Dann endlich Lukas’ Stimme – deutlich aufgeregt:

„Guten Tag.“

Die Frau fragt höflich: „Stören wir?“

Lukas zögert einen Moment, ich höre die Anspannung in seiner Stimme: „Hier nicht…“

Dann etwas Smalltalk. „Richtig netter Platz hier, bin öfters da.“

Lukas antwortet, etwas entspannter: „Ich auch. Das ist sogar mein Lieblingsplatz. Habe ihn heute meiner Freundin Sonja gezeigt.“

Herzliche Begrüßung. „Mein Name ist Peter, und das ist Maria.“

„Und ich bin Lukas.“

Später fragt Maria neugierig: „Ist Sonja spazieren gegangen?“

Nach einer kleinen Denkpause antwortet Lukas unsicher: „Sie ist nur kurz weg…“

Eigentlich wäre es ganz reizvoll, den fremden Leuten zuzuhören – ihre Stimmen, das Lachen, die normale Sonntagsstimmung. Aber so hilflos ausgestellt, wie ich hier hänge, explodiere ich fast innerlich. Jede Sekunde kann einer von ihnen ein paar Meter um die Ecke kommen. Peter oder Maria. Und dann sehen sie mich.

Nackt. Gefesselt. In X-Position. Sabbernd. Mit gespreizten Beinen und einem riesigen Plug im Arsch.

Null Chance, dass Lukas mich noch unbemerkt losmachen kann. Keine Möglichkeit, mich zu bedecken. Ich bin vollkommen ausgeliefert.

Dann höre ich Peter sagen:

„Es hat noch Glut. Können wir da noch schnell etwas grillieren?“

Und Maria antwortet fröhlich: „Oh schön, Ich hole noch etwas Brennholz in der Scheune.“

Mein ganzer Körper verkrampft sich. Die Schritte kommen näher. Direkt auf den Eingang der Scheune zu.

Ich kann nichts tun. Gar nichts. Nur hilflos warten.

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