What's next?

Neue Stadt, neue Freundin

Ich haste die Treppe runter, reiße die Haustür hinter mir zu und trete in die kühle Morgenluft, die mir fast schon zu nüchtern vorkommt nach dem Chaos im Schlafzimmer. Über die Brücke eile ich fast im Laufschritt, während der Blick auf das glitzernde Wasser unter mir nur ein kurzer Zwischenstopp in meinem Kopf ist – meine Gedanken sind noch immer ganz woanders. Durch den Park husche ich an den ersten Frühsportlern vorbei, die mich mit ihren verschlafenen Blicken mustern, während ich mich kaum kontrollieren kann, das kleine, triumphale Lächeln auf den Lippen zu bewahren. Die Berufsschule liegt gerade mal fünfzehn Minuten Fußweg entfernt, doch heute fühlt sich jeder Schritt an wie ein Marsch in Richtung einer neuen, viel verspielteren Freiheit.

Ich spüre noch immer ein leichtes Kribbeln in meinem Rachen und schmecke den metallischen Nachhall des Nachbarn, während ich die letzten Meter zur Schule renne. Es ist ein fast schon schmutziges Gefühl, dieses Geheimnis wie einen kleinen, heißen Schatz in mir zu tragen, während ich an anderen Schülern vorbeigehe, die völlig ahnungslos in ihre Handys starren. Ich lecke mir kurz über die Lippen und genieße die Vorstellung, dass ich bereits heute Morgen eine Spur seiner Lust in mir trage, während ich mich auf den ersten Eindruck in der Klasse vorbereite.

Ich schaffe es gerade noch rechtzeitig in den Raum, während der Lehrer bereits die erste Reihe scannt. Nur noch ein einziger Platz ist frei, und ich gleite mit einem triumphierenden Lächeln auf den Stuhl neben einer kleinen Blondine. Sie wirkt sofort aufgeweckt, fast schon überdreht, und stellt sich mit einer hellen, energischen Stimme vor: „Ich bin Sarah!“ Mit ihren blonden Haaren, den strahlend blauen Augen und einer Körpergröße von vielleicht 1,50 Metern wirkt sie fast zerbrechlich, doch ihr knackiger Körper verrät, dass sie extrem sportlich ist. Ich schenke ihr ein rätselhaftes Lächeln, während ich mich zurücklehne und die Hitze des Morgens noch immer in meinem Körper spüre.

Die ersten Stunden ziehen sich zäh dahin, ein einziges großes Gähnen aus Organisationsfragen, Stundenplänen und den üblichen Floskeln des ersten Schultags. Während der Lehrer mit monotoner Stimme die Schulordnung herunterbetet, flüstere ich mir mit Sarah kurze Kommentare zu. Sie ist ein echter Wirbelwind, unglaublich süß und offen, und ihre naive Energie wirkt fast ansteckend. Es dauert nicht lange, bis wir uns gegenseitig die wichtigsten Details über unser Leben verraten, und ich merke schnell, dass sie genau die Art von Freundin ist, mit der man Pferde stehlen kann – oder zumindest jemanden, der meine kleinen Abenteuer mit großen Augen bestaunt.

„Ich bin echt weit gereist“, erzählt Sarah mir aufgeregt während der Pause, während wir durch den Schulhof streifen. Sie ist über 200 Kilometer hergezogen, nur um hier einen Neustart zu wagen. Zwischen zwei hastigen Bissen von ihrem Sandwich gesteht sie mir, dass sie eine Freundin hat, die jedoch zurück in ihrer alten Heimat geblieben ist. Sie wirkt fast schon verzweifelt darauf bedacht, hier schnell neue Anschluss zu finden, und es wird schnell klar, dass sie als Lesbe in diesem neuen Umfeld erst einmal ihren Platz suchen muss.

Ich höre ihr zu, doch mein Blick wandert unwillkürlich über sie hinweg. Während sie mit ihren händischen Gesten von ihrem Leben erzählt, beginne ich, ihren Körper heimlich zu mustern. Die Art, wie ihr enges Shirt über ihrer Brust spannt und wie ihre sportlichen Beine unter dem kurzen Rock hervorstechen, löst in mir eine neue Art von Neugier aus. Das Adrenalin vom Morgen ist noch nicht ganz gewichen, und während Sarah mich mit ihren strahlenden Augen ansieht, überlege ich bereits, wie viel Spaß es machen würde, diese naive Energie in etwas ganz anderes zu verwandeln.

Als wir schließlich das Schulgebäude verlassen und die kühle Luft uns wieder entgegenweht, spüre ich ein nervöses Flattern in meiner Magengegend. Ich beschleunige meinen Schritt, bis ich direkt neben ihr bin, und sehe sie mit pochendem Herzen an. „Hey, Sarah“, platze ich fast schon aufgeregt heraus, während ich an mir herunterrutsche, „hast du Lust, den Tag noch gemeinsam ausklingen zu lassen? Vielleicht bei mir oder irgendwo anders... willst du noch was machen?“

Sarah bleibt abrupt stehen und ein riesiges, ehrliches Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht aus. „Oh Gott, ja! Ich dachte schon, ich müsste den ersten Tag alleine in meiner neuen Wohnung verbringen. Ich bin dabei!“, antwortet sie begeistert und packt spontan meinen Arm.

„Wo eigentlich?“, frage ich, während ich ihren enthusiastischen Blick einfange. „Ich meine, wir sind ja beide nicht gerade reich, also macht es keinen Sinn, jetzt in irgendeinen teuren Club oder so zu gehen.“

Sarah lacht hell auf und schüttelt den Kopf. „Absolut einverstanden. Mein Geldbeutel weint schon beim Gedanken an die erste Woche Miete.“ Sie überlegt kurz, dann strahlt sie mich wieder an. „Lass uns zu dir gehen! Ich bin total gespannt, wie du wohnst, und wir können uns einfach entspannt machen.“

Ein kleiner Triumph victoryrt in mir. Die Vorstellung, Sarah in meinen privaten Bereich zu locken, nachdem ich den Morgen mit so viel Lust und Geheimnissen begonnen habe, lässt mein Blut schneller fließen. „Abgemacht“, antworte ich mit einem vielsagenden Lächeln. „Komm mit, es dauert nicht lange.“Wir schlendern durch den Park in Richtung meiner Wohnung, und die Chemie zwischen uns stimmt einfach; wir reden ununterbrochen, lachen über die absurden Typen in unserer Klasse und ich genieße es, wie Sarahs aufgeregte Art meine eigene Energie befeuert. Plötzlich, ohne dass sie es bemerkt, schießt ein Jogger in einem unglaublichen Tempo an uns vorbei und rempelt Sarah mit voller Wucht an. Sie verliert das Gleichgewicht, strampelt kurz mit den Armen in der Luft und landet mit einem hässlichen *Platsch* direkt in einer tiefen, schlammigen Pfütze. Als sie aufschaut, ist ihr helles Outfit komplett braun verschmiert und ein kleiner Klumpen Matsch klebt an ihrer Wange.

„Ups, sorry!“, ruft der Jogger über die Schulter, ohne seine Geschwindigkeit zu drosseln, und verschwindet ebenso schnell, wie er aufgetaucht ist. Sarah sitzt einen Moment lang völlig verdutzt im Matsch, bevor sie mit einem unterdrückten Lachen aufspringt und versucht, sich die klebrigen Reste von der Hose zu wischen. „Oh Gott, das ist ja perfekt“, kichert sie, während sie sich den Matschklumpen von der Wange wischt, „ich wollte mich sowieso gerade frisch machen. Ich glaube, ich muss mich erst mal schnell nach Hause bringen und duschen.“

Ich sehe sie an und muss grinsen, während ich die Distanz in meinem Kopf durchgehe. „Sarah, ernsthaft?“, sage ich und zeige in Richtung meiner Straße. „Ich wohne nur fünf Minuten zu Fuß von hier. Wenn du jetzt erst mal zurück in deine Wohnung fährst, musst du völlig nass und dreckig durch die ganze Stadt. Komm einfach zu mir, du kannst dich in meinem Bad schnell sauber machen und deine Sachen kurz aufhängen. Das ist viel sinnvoller, als so durch die Gegend zu gurken.“Sarah schaut an sich herab, dann wieder zu mir, und ein erleichtertes Strahlen geht über ihr Gesicht. „Du hast vollkommen recht, das wäre echt idiotisch von mir“, lacht sie und schüttelt den Kopf, wodurch ein kleiner Tropfen Matsch fast an ihr Kinn gelangt. „Danke, Julia! Das ist echt lieb von dir. Ich nehme dein Angebot gerne an.“

Ich grinse und klopfe ihr motivierend auf die Schulter. „Kein Problem. Und mach dir keine Sorgen um die Klamotten; ich werfe sie einfach direkt in die Maschine, dann sind sie blitzblank, wenn du fertig bist.“ Mit einem letzten, energischen Nicken willigt sie ein, und gemeinsam machen wir uns auf den Weg zu meiner Wohnung, während ich insgeheim bereits die Vorfreude spüre, sie in meinem privaten Refugium zu haben.

Wir steigen in den vierten Stock, wobei Sarah bei jedem Schritt ein wenig mehr von ihrer anfänglichen Aufregung an die Müdigkeit des Tages verliert. Sobald wir die Wohnung betreten, führe ich sie zielstrebig ins Bad und zeige ihr, wo die Handtücher liegen. „Hier ist alles, was du brauchst“, sage ich mit einem kurzen Blick auf ihre verschlammten Beine. Sie bedankt sich mit einem dankbaren Lächeln und verschwindet schnell hinter der Tür, woraufhin das Geräusch des laufenden Wassers den Raum füllt. Ich ziehe mich in die Küche zurück, wo ich mich durch das Labyrinth aus noch nicht ausgepackten Umzugskartons manövriere, um uns etwas zu Trinken zu machen. Während ich die Gläser fülle, höre ich das ferne Plätschern der Dusche und spüre, wie die angenehme Spannung in der kleinen Wohnung langsam zunimmt.

Das Rauschen des Wassers dämpft die Geräusche der Wohnung, doch in meinem Kopf schreit die Neugier. Unter dem Vorwand, ihre Sachen direkt in die Maschine zu werfen, schiebe ich die Badezimmertür einen Spalt weit auf. Der Raum ist erfüllt von einem warmen, feuchten Nebel, und mitten darin steht Sarah – vollkommen nackt, die Haut durch das warme Wasser leicht gerötet. Ihr Körper ist eine perfekte kleine Komposition, kurvig an den richtigen Stellen und so makellos wie der von Pia, dass mir für einen Moment der Atem fehlt. Ich lecke mir langsam über die Lippen und lasse meinen Blick über ihre Silhouette gleiten, während sie mit dem Rücken zu mir steht, völlig ahnungslos.

Ganz beiläufig greife ich nach ihrer weggeworfenen Kleidung. Mein Blick fällt auf einen winzigen, süßen Tanga, der fast wie ein Accessoire wirkt. Ohne zu zögern, schiebe ich das zierliche Stück Stoff in meine Hosentasche, während ich den Rest der Wäsche hastig Richtung Waschmaschine trage. In diesem Moment dreht sie sich jedoch ruckartig um. Sarah schreckt auf, ihre Augen weiten sich wie die eines Rehs im Scheinwerferlicht. Mit einem reflexartigen Husten presst sie beide Hände vor ihre Brust und ihre Scham, während sie mich völlig verdutzt und mit einer Mischung aus Schock und Verwirrung ansieht.

Ich schenke ihr kein erklärendes Wort, sondern lasse einfach meine Kleidung in einer fließenden Bewegung fallen, bis ich ebenso nackt vor ihr stehe. Ohne zu zögern, trete ich in die warme Dusche und drücke meinen Körper gegen ihren. Sarah wirkt in meinem Griff fast zerbrechlich, ein kleiner, zitternder Kontrast zu meiner Statur, während sich unsere Brüste in der Hitze des Wassers fest gegeneinander drücken. Ich spüre ihr Herz rasen, als ich meinen Mund auf ihren in einem fordernden Kuss presse; sie ist wie erstarrt, völlig überrumpelt von der plötzlichen Intensität, während das Wasser lautlos um uns herum niederprasselt.

„Aber... ich habe eine Freundin“, stottert sie gegen meine Lippen, ihre Stimme ein brüchiges Flüstern, das fast im Rauschen des Wassers untergeht. Ich löse mich nur einen Millimeter von ihr, blicke tief in ihre weiten Augen und antworte mit einem wissenden Lächeln: „Und ich habe einen Freund. Beide wohnen viel zu weit weg, um uns jetzt im Weg zu stehen.“

Diese Worte scheinen die letzte Barriere in Sarahs Kopf zu sprengen. Plötzlich verändert sich ihre Energie von Schock zu einer verzweifelten Gier; sie packt mein Gesicht und zieht mich in einen heftigen, fast schon aggressiven Kuss, der alles bisherige übertrifft. Während unsere Körper im warmen Strahl untrennbar verschmelzen, wandern unsere Hände gleichzeitig abwärts. Ich spüre ihre Finger, die entschlossen und fordernd meine feuchte Hitze suchen, während meine Hand gleichzeitig in ihre zarte Mitte gleitet. Wir fingern uns gegenseitig in einem rasanten Rhythmus, völlig blind für alles außer diesem elektrischen Austausch, während das Wasser uns umspült und die Welt außerhalb dieser Dusche vollkommen verschwindet.

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