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Chapter 2
by
Meister U
What's next?
Livs Hände bewegten sich
Die Teekanne aus Keramik, zwei schlichte Becher, ein Sieb mit schwarzen Blättern. Doch ihr üblicher, klinischer Fokus war gebrochen. Statt der Wassermenge oder der idealen Ziehtemperatur notierte ihr Geist andere Daten:
Handzittern: minimal, aber vorhanden. Atemfrequenz: erhöht um 12%. Konzentration auf taktile Reize: die Rauheit der Teedose, die Wärme des Kessels. Ablenkung durch propriozeptive Wahrnehmung des eigenen Unterleibs. Fokus-Defizit.
Das war das Problem. Seit Hamburg. Seitdem es geschehen war. Seit die Hormone ihren Körper übernommen hatten und ihre perfekt austarierte, neutrale Beobachtungshaltung unterminierten.
Das Kribbeln bei der Umarmung war kein isolierter Vorfall. Es war die Spitze eines Eisbergs aus neuartigen, ungebetenen Empfindungen. Der Frauenarzt in Stockholm, eine pragmatische Frau mit Brille und einem schnellen, schwedischen Tonfall, hatte es vor drei Wochen bestätigt. „Gravid, vecka åtta.“ Schwanger, achte Woche. Die Mathematik war unbestreitbar. Hamburg. Die kühle, distanzierte Entjungferung, die sie als logischen Schritt in ihrer Forschung betrachtet hatte. Bernds effiziente, kontrollierte Penetration. Ihr eigener analytischer Geist, der den **** und die physiologischen Reaktionen – die unerwartete Lubrikation ohne Lust – katalogisiert hatte.
Sie hatte geglaubt, es sei nur ein weiterer, wenn auch intensiverer, Datenpunkt.
Doch ihr Körper hatte einen anderen Plan gehabt.
Sie goss das kochende Wasser auf die Teeblätter. Der aufsteigende Dampf roch nach Erde und Gerbstoffen. In den letzten Wochen hatte sie versucht, ihre Beobachtungen fortzusetzen. Ein Paar in der Universitätsbibliothek, das sich heimlich an den Händen berührte. Die angespannte Dynamik zwischen einer Professorin und ihrem eifrigen Assistenten. Doch jedes Mal, wenn sie früher nur kühle Muster erkannt hätte, drängten sich nun eigene, körperliche Echos auf. Ein Wärmegefühl. Ein ungewolltes Nachspüren. Ihre asexuelle Identität, die immer eine klare, unerschütterliche Tatsache gewesen war, fühlte sich an wie ein Boot in einem plötzlichen Sturm – noch da, aber heftig schwankend.
Und dann war da die Entscheidung, ihn einzuladen. Logik? Es gab keine. Nur einen Drang, den sie nicht benennen konnte. Vielleicht, um zu sehen, ob seine Gegenwart die seltsamen neuen Reaktionen erklärte. Vielleicht, um die Quelle der Störung in ihrem inneren Labor direkt zu beobachten. Vielleicht, weil sie, in einem Moment irrationalen Impulses, dachte, eine Wiederholung des Auslösers könnte den Effekt aufheben.
Sie trug das Tablett ins Wohnzimmer. Er saß nicht, sondern stand am Fenster, beobachtete die Straße. Sein Profil war scharf gegen das abendliche Licht geschnitten. In der neuen Realität, die sie ihm noch nicht offenbart hatte, war dieses Profil auch die genetische Blaupause für das Wesen in ihr.
„Dein Tee“, sagte sie, ihre Stimme unter strenger Kontrolle.
Er drehte sich um, nahm den Becher mit einem kurzen Nicken. Seine Finger streiften dabei leicht gegen ihre. Ein weiterer elektrischer Impuls, diesmal klar in ihrem Unterleib lokalisiert, nicht nur ein Kribbeln, sondern ein deutlicher, warmer Zug.
Er setzte sich in den einen großen Sessel, sie auf das Sofa, eine Armlänge entfernt. Die Distanz war bewusst gewählt.
„Du wirkst anders“, sagte er nach dem ersten Schluck, seine grauen Augen ruhten schwer auf ihr. Es war keine analytische Feststellung. Es war die einfache, instinktive Wahrnehmung eines Mannes, der gelernt hatte, subtile Signale zu lesen – nicht in Worten, sondern in Körpersprache, in der Spannung einer Schulter, im Flackern eines Blicks.
„Wie?“, fragte sie, **** sich, seinen Blick zu halten. Der Intellekt war ihr Schutzpanzer. Sie musste darin bleiben.
„Angespannter. Nicht wie du.“ Er stellte die Tasse ab. „In Hamburg warst du… ruhig. Selbst in der Mitte davon. Jetzt strahlst du etwas aus.“
Sie trank einen Schluck Tee, der ihr zu heiß war, und verbrannte sich leicht die Zunge. Der **** war eine willkommene Ablenkung. Aversiver Reiz. Fokussiere dich darauf.
„Zeit verändert Perspektiven“, sagte sie vage.
„Manchmal.“ Er lehnte sich zurück, ließ die Arme über die Seiten des Sessels hängen. Eine lässige, aber wachsame Pose. „Du hast nicht geschrieben, warum du ausgerechnet mich eingeladen hast.“
Ich bin von dir schwanger. In mir wächst eine Zellkollision, die aus unserer klinischen Transaktion hervorgegangen ist. Mein Körper verrät meinen Geist. Die Worte bildeten sich in ihrem Kopf, klar und präzise. Doch sie blieben stecken, blockiert von etwas, das kein intellektuelles, sondern ein völlig neues, emotionales Hindernis war.
Stattdessen sagte sie: „Ich habe weitere Beobachtungen gemacht. Aber die Ergebnisse sind… kontaminiert. Ich kann nicht mehr neutral bleiben.“ Das war die Wahrheit, wenn auch eine hochselektive.
Ein leichtes Interesse erhellte seine Augen. „Kontaminiert?“
„Durch subjektive, physiologische Reaktionen. Sie verzerren die Daten.“ Sie sprach weiter, getrieben von der Notwendigkeit, auf vertrautem Terrain zu bleiben. „Die Theorie der asexuellen Beobachtung bröckelt unter realen, hormonellen Bedingungen.“
Er schwieg einen Moment, studierte sie. Seine Art der Analyse war nicht ihre. Er suchte nicht nach kognitiven Mustern, sondern nach dem einfachen Signal: Will diese Frau? Und in der Art, wie sie sich nicht entspannen konnte, in der Art, wie ihr Blick immer wieder von ihm weg und auf ihre eigenen Hände glitt, in der kaum wahrnehmbaren Röte, die jetzt nicht vom ****, sondern von einer inneren Hitze kam, die er sehr gut kannte – in all dem las er etwas, das ihm vertraut war. Er las Erregung. Verwirrte, widerstrebende vielleicht, aber Erregung.
Er war hier, weil eine interessante Frau, mit der er eine intensive, einzigartige Geschichte teilte, ihn eingeladen hatte. Und wenn sich die Gelegenheit ergab, seine Erfahrungen zu erweitern, so wie er es immer tat, warum nicht?
„Vielleicht“, sagte er langsam, seine Stimme ein tiefer, ruhiger Kontrast zu dem Sturm in ihr, „musst du die Kontamination akzeptieren. Sie zum Teil des Experiments machen.“
Sie starrte ihn an. Zum Teil des Experiments machen. Seine Worte trafen genau ins Zentrum ihres Dilemmas. Sollte sie die Schwangerschaft als ultimative, ungeplante Fortsetzung ihrer Forschung betrachten? Sollte sie ihn, den Auslöser, erneut in die Gleichung einführen, um die Variablen zu kontrollieren?
Das Kribbeln war jetzt ein permanentes Summen, ein körperliches Bewusstsein seiner Anwesenheit, das tiefer ging als jedes intellektuelle Verständnis. Die Entscheidung, die vor ihr lag, verzweigte sich in ihrem Kopf.
„Vielleicht hast du recht“, hörte sie sich sagen. Ihre eigene Stimme kam ihr fern vor. „Vielleicht ist das der nächste logische Schritt. Die Kontrolle über die Kontamination zu übernehmen, indem man sie… reproduziert.“
Sie sah, wie seine Augen sich verengten, nur einen Millimeter. Er hatte die Doppeldeutigkeit verstanden. Für ihn bedeutete sie nur eines.
Er stand auf, aber er trat nicht auf sie zu, sondern blieb stehen, schuf lediglich die Möglichkeit.
„Liv“, sagte nur. Liv schaute zu ihm auf, von ihrem Platz auf dem Sofa aus. Ihr Herz schlug gegen ihre Rippen, ein schneller, dumpfer Schlag, der nichts mit Angst zu tun hatte, sondern mit einer überwältigenden, körperlichen Antizipation. Der Intellekt war noch da, beobachtete, protokollierte: Erhöhter Puls. Trockener Mund. Pupillenerweiterung. Die physiologischen Marker der Erregung – aber zu welchem Zweck?
Die Worte über die Schwangerschaft erstarben auf ihrer Zunge. Sie waren zu groß, zu endgültig. Sie würden diesen seltsamen, gefährlichen, elektrischen Moment zerstören.
Statt eine Antwort zu geben, stand sie auf. Sie trat einen Schritt auf ihn zu, dann noch einen, bis sie direkt vor ihm stand. Sie konnte die Wärme seines Körpers spüren, den vertrauten Geruch.
Sie legte eine Hand flach auf seine Brust, über dem Henley-Shirt. Fühlte den festen Widerstand darunter, den gleichmäßigen Herzschlag. Ihr eigener schien dazu zu rasen.
„Reproduzieren wir die Bedingungen“, flüsterte sie, und es klang wie eine Beschwörung, wie ein risikoreiches, wissenschaftliches Gebet.
Seine Hand legte sich über ihre. Seine anderen Finger fanden ihr Kinn, hoben es sanft an, so dass sie ihm direkt in die Augen sehen musste.
„Zur Kontrolle“, sagte er leise, und ein Hauch von Sarkasmus lag in seinen Worten, als wüsste er, dass dies nur die halbe Wahrheit war.
Dann küsste er sie. Und es war nicht wie in Hamburg. Es war langsam, forschend, und es entfachte das Feuer in ihrem Unterleib zu einer Flamme, die ihren ganzen Körper zu verzehren drohte. Ihr Geist schrie nach Analyse, nach Distanz, aber ihr Körper, ihr verwandelter, schwangerer Körper, antwortete mit einer Hingabe, die sie erschreckte und betörte.
Die Entscheidung war vorläufig getroffen. Das Experiment ging in eine neue, unkontrollierte Phase. Die Wahrheit über den kleinen, wachsenden Datenpunkt in ihr blieb, für jetzt, das bestgehütete Geheimnis ihres Laboratoriums.
Sie zog sich von ihm zurück, ihr Atem traf in kleinen, ungewohnt unregelmäßigen Stößen auf seine Lippen. Seine Hand lag immer noch an ihrer Wange, sein Daumen strich über ihren Wangenknochen – eine Geste, die irgendwo zwischen Vermessung und Zärtlichkeit lag.
„Mein Zimmer“, sagte sie, und ihre Stimme klang fremd.
Sie führte ihn den kurzen Flur entlang, vorbei an der geschlossenen Tür zu dem kahlen Gästezimmer. Ihre eigene Tür stand einen Spalt offen. Sie schob sie auf.
Der Raum war eine Erweiterung ihres Geistes: ein schmales Bett mit grauer Bettwäsche, ein übervolles Bücherregal, ein Schreibtisch mit gestapelten Notizbüchern und einem Laptop. Alles geordnet. Alles unter Kontrolle. Bis jetzt.
Sie trat ein, und er folgte, schloss leise die Tür hinter sich. Das Geräusch des einrastenden Schlosses war wie der Startschuss für etwas, das in ihr losbrach.
Er musterte den Raum, nicht wie ein Analytiker, sondern wie ein Jäger, der das Terrain abtastet. Dann richtete sich sein Blick wieder auf sie. In der Stille des Zimmers war das Summen in ihrem Körper ein ohrenbetäubender Lärm.
„Die Bedingungen“, sagte er, mehr eine Feststellung als eine Frage. Er zog sein Henley-Shirt über den Kopf und ließ es fallen. Sein Oberkörper war schmal, blass, die Rippen zeichneten sich unter der Haut ab. Für sie war es keine ästhetische Betrachtung, sondern eine vertraute Topographie der Macht. Und doch löste ihr Anblick jetzt etwas anderes aus – einen dumpfen, ziehenden **** der Begierde tief in ihr.
Ihr Verstand versuchte ****, die Oberhand zu behalten. Beobachte. Katalogisiere. Muskuläre Anspannung in seinen Schultern. Atemfrequenz leicht erhöht. Pupillen geweitet. Zeichen der fokussierten Erregung.
Doch dann kam er auf sie zu, und der Raum zwischen ihnen schien sich aufzulösen. Seine Hände fanden ihre Hüften, zogen sie an sich. Der Kontakt war elektrisch. Sie stieß einen keuchenden Laut aus, der ihr wie das Geständnis einer Schwäche vorkam.
„Bernd, ich…“ Die Worte blieben stecken. Was wollte sie sagen? Ich bin schwanger? Ich verstehe das nicht? Hör auf, damit mein Geist wieder funktioniert?
„Du denkst zu viel“, murmelte er gegen ihre Schläfe, während seine Lippen eine Linie zu ihrem Ohr zogen. Seine Zähne umspielten ihr Ohrläppchen, ein sanfter, fordernder Biss. „Hör auf.“
„Ich kann nicht“, keuchte sie, aber ihre Hände krallten sich bereits in seine Haare, zogen seinen Kopf zu sich, suchten seinen Mund. Der Kuss war diesmal hungrig, ****, voller Zähne und Zunge. Jeder rationale Gedanke löste sich in dieser Berührung auf. Sie schmeckte den schwarzen Tee und etwas Essentielleres, Metallisches – Macht. Kontrollverlust.
Er drehte sie, schob sie sanft, aber unaufhaltsam gegen die kühle Oberfläche der Zimmertür. Der Druck ihres Rückens gegen das Holz, sein Körper, der sich gegen ihren presste, ließ jeden Atemzug stocken. Seine Hände glitten unter ihr T-Shirt, und seine schmalen, kalten Finger berührten die Haut ihres Bauches.
Dort, schoss es ihr durch den Kopf, ein letzter, panischer Blitz der Vernunft. Er berührt den Ort, wo es ist. Wo das Ergebnis ist.
Ein Zittern lief durch sie. Sie brach den Kuss, ihr Kopf fiel gegen die Tür. „Warte.“
Er hielt inne. Seine Augen, glasig vor Erregung, fixierten sie. Er sagte nichts. Fragte nichts. Er wartete einfach, die Hände noch auf ihrer Haut, ein lebendiger Stromkreis.
„Ich… meine Analyse… sie ist fehlerhaft“, stammelte sie, versuchte ****, den Intellekt als Rettungsleine zu benutzen. „Die Variablen sind unkontrollierbar. Ich…“
„Liv. Es geht nicht um Analyse. Nicht jetzt.“
Seine eine Hand ließ ihren Bauch los, griff nach ihrer Hand und führte sie zu seinem Hosenbund. Er drückte ihre Finger gegen den Reißverschluss, gegen die schon deutliche Härte darunter.
„Fühlst du das?“, seine Stimme war ein raues Flüstern in ihrem Ohr. „Das ist echt. Das ist jetzt. Denk nicht. Fühl.“
Der Kontakt mit dem Stoff, der darunter verborgene, pulsierende Umriss, ließ etwas in ihr zerbrechen. Ein Damm brach. Ihr Verstand, ihr treuer, kühler Verbündeter, wurde von einer Flutwelle puren, animalischen Verlangens weggespült, das durch die hormonellen Veränderungen in ihr noch um ein Vielfaches verstärkt wurde.
Mit einer plötzlichen, ungeduldigen Bewegung öffnete sie seinen Hosenbund. Sie stieß ihn von sich, nur weit genug, um seine Jeans und Boxershorts über seine Hüften zu schieben. Er trat aus ihnen heraus.
Dann wandte sie den Blick von ihm, drehte sich um und presste Hände und Gesicht gegen die kühle Tür. Ihre Hände griffen nach hinten, zogen ihr eigenes T-Shirt und den weiten Leinenstoff ihrer Hose nach unten, ein ungeschicktes, dringliches Befreien.
„So?“, fragte sie, und ihre Stimme klang hohl, ****, ergeben. Die Pose war die der Hingabe, die der Demütigung. Doch die Motivation war keine intellektuelle mehr. Es war ein flehentliches Verlangen nach der einzigen Sache, die dieses infernalische Brennen in ihr löschen konnte.
Sie hörte seinen Atem hinter sich, spürte die Wärme seines Körpers, wie er sich wieder näherte. Seine Hände umfassten ihre Hüften, gruben sich in ihr Fleisch
Er drang in sie ein.
Ein erstickter Schrei entfuhr ihr, der sich halb in der Tür verfing. Das war scharf, klar, analytisch gewesen. Dies war tief, füllend, überwältigend. Es schob jeden Gedanken beiseite, jeden verspäteten Einwand, jede Erinnerung an die Konsequenzen ihrer letzten Vereinigung.
„Ah! Gott… Bernd…“
Die Worte waren ungefiltert, roh, ein Gestammel der reinen Sensation. Er stieß zu, langsam zunächst, dann mit zunehmender, rhythmischer Bestimmtheit. Jeder Stoß trieb sie gegen die Tür, ließ das Holz leise ächzen, und jeder Stoß löschte ein weiteres Stück ihrer Kontrolle aus.
Sie vergaß die Schwangerschaft. Sie vergaß die Einladung. Sie vergaß sich selbst. Es gab nur noch diesen Punkt, an dem ihre Körper sich verbanden, nur noch diesen rasenden, heißen Strudel der Empfindung, der von ihrem Zentrum aus in jede Faser ihres Seins strahlte.
„Mehr…“, flehte sie, und es war eine Stimme, die sie nie zuvor gehört hatte. Befehlend, fordernd, vollkommen dem Moment hingegeben.
Sein Rhythmus wurde unregelmäßig, jagend
Der Druck, die Hitze, die absolute, vernichtende Präsenz von ihm in ihr trieben sie an einen Abgrund. Sie spürte, wie sich etwas in ihr zusammenballte, etwas Unaufhaltsames, das mit jedem Stoß wuchs, bis es explodierte und sie in eine Leere riss, die weder Gedanken noch Analyse kannte, nur ein weißes, vibrierendes Nichts.
Ein paar Sekunden später folgte er ihr, mit einem letzten, tiefen Stoß und einem erstickten, rauen Ausatmen gegen ihren Nacken. Seine gesamte Spannung floss in sie, dann brach sie aus ihm heraus, und sein Gewicht lastete einen Moment schwer auf ihr, bevor er sich abstützte.
Stille. Nur ihr gemeinsames, heiseres Keuchen in dem kleinen, aufgewühlten Raum.
Langsam, als würde sie durch Sirup waten, löste Liv sich von der Tür. Sie drehte sich um und lehnte sich mit dem Rücken dagegen, ihr Blick war leer, auf etwas im Nichts gerichtet. Die intellektuelle Liv war verschwunden. Was übrig blieb, war ein Körper im Nachbeben, ein verwirrter, erfüllter, erschrockener Körper.
Er zog sich zurück, bückte sich, um seine Kleidung aufzuheben. Seine Bewegungen waren langsam, satt. Er sah sie an, sein Gesicht war entspannt, die blassgrauen Augen wirkten jetzt stumpf, zufrieden.
„Die Kontrolle über die Kontamination“, sagte er schließlich, seine Stimme war rau, aber ein Anflug von trockenem Amüsement lag darin. „Erfolgreiches Experiment?“
Seine Worte drangen wie aus großer Ferne zu ihr durch. Sie starrte ihn an, und langsam, qualvoll langsam, kehrte der Verstand zurück. Mit ihm kam die Erinnerung. Die Realität. Die unausgesprochene Wahrheit.
Die Wärme in ihrem Unterleib war nicht mehr nur die Nachwirkung der Lust. Sie war vermischt mit etwas anderem. Etwas, das schon da war.
Sie schloss die Augen. „Nein“, flüsterte sie, mehr zu sich selbst als zu ihm. „Das Experiment… ist außer Kontrolle geraten.“
What's next?
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Der Komplize
[Bernd vögelt sich durch Stockholm | Johanna spinn-off]
Berlin liegt hinter ihm. Vor ihm: Liv. Kühl, berechnend, schwanger von ihm. Ihre Einladung nach Stockholm ist kein Neuanfang, sondern die nächste Stufe eines perfiden Spiels. Liv, die Meisterin der Inszenierung, hat das Spielfeld vorbereitet. Bernd, der stille Stratege, soll es besetzen.
Updated on Mar 19, 2026
by Meister U
Created on Jan 11, 2026
by Meister U
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