Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Chapter 3
by
Meister U
What's next?
Das Wort hing in der Luft
Ein brüchiges Geständnis, das so viel mehr meinte, als er verstehen konnte. Doch bevor ihr Verstand die Chance bekam, die Kontrolle zurückzuerobern, die Scham oder die Vernunft zu mobilisieren, schoss etwas anderes in ihr hoch.
Ein heißer, zorniger, triumphierender Strom.
Außer Kontrolle? Gut. Dann lass es brennen.
Ein letzter, splitternder Riss ging durch sie. Nicht im Körper – in der Fassade. Die letzte Schicht des beobachtenden Ichs brach weg. Was zum Vorschein kam, war purer, ungefilterter Trieb.
Ihre Augen, die Sekunden zuvor noch leer und erschrocken waren, funkelten plötzlich mit einem dunklen, gierigen Licht. Sie sah ihn an – satt, zufrieden, sich bereits leicht von ihr entfernend – und ein wildes Lächeln, das nichts mit Freude zu tun hatte, zerrte an ihren Lippen.
„Nein“, sagte sie noch einmal, diesmal mit fester, heiserer Stimme. „Nicht außer Kontrolle. Neue Kontrolle.“
Mit einer Bewegung, die von einer ungeahnten, tierischen Stärke zeugte, packte sie die letzten Reste ihrer eigenen Kleider – das hochgeschobene T-Shirt, die um die Knöchel hängende Hose – und riss sie sich vom Leib. Der Stoff gab mit einem leisen Zerreißgeräusch nach. Nackt, bis auf die Socken, stand sie vor ihm, ihr Körper glänzte schwach im Dämmerlicht, die Kurven ihres Bauches noch flach, aber für sie jetzt eine fühlbare, brennende Wahrheit.
Er starrte sie an, seine Zufriedenheit weichend von leichtem Erstaunen. Sie sah, wie sein Blick über sie huschte, wie sich in seinen grauen Augen wieder ein Funke von Interesse entzündete. Nicht strategisch. Fleischlich.
Sie gab ihm keine Zeit, sich zu sammeln.
Sie stürzte sich auf ihn. Ihre gierigen Hände krallten sich in seine nackte Brust, und mit einem brutalen, unerbittlichen Schub schleuderte sie ihn rückwärts. Er taumelte, traf mit den Kniekehlen auf die harte Kante des schmalen Bettes und fiel mit einem dumpfen Aufprall auf die graue Bettdecke.
„Liv…“, begann er, aber sein Atem roch nicht nach Protest. Er schmeckte nach Herausforderung. Er lag ausgeliefert da, ließ es geschehen, seine wachen Augen beobachteten, genossen diesen gewaltsamen Seitenwechsel.
„Du redest zu viel“, zischte sie, ein verzerrtes Echo seiner eigenen Worte. Sie stieg über ihn, kniete sich rittlings über seine Hüften, drückte sie mit ihrem ganzen Gewicht nieder. Ihr hungriger Blick fraß sich an seinem Gesicht fest, das vor Erwartung glänzte.
Sie griff nach ihm, nicht zärtlich, nicht forschend, sondern mit entschlossener, besitzergreifender Gier. Ihre Faust richtete ihn auf, positionierte ihn hart gegen sie, und dann, ohne Gnade, ließ sie sich auf ihn herabfallen, riss sich selbst auf.
Ein keuchender, gemeinsamer Laut zerfleischte die Stille. Sie nahm ihn vollständig, bis in die letzte Tiefe, wo jedes frühere Denken zerstob. Für einen erstarrten Moment hielt sie inne, überwältigt von der schmerzhaften Fülle, der brutalen, unmittelbaren Penetration.
Dann begann sie ihn zu reiten.
Es war kein Rhythmus. Es war ein Sturm aus Fleisch und Trieb. Sie hob sich und schlug wieder auf ihn nieder, ihre Handflächen rammten sich gegen seine Brust, ihre Fingernägel rissen blutige Furchen in seine blasse Haut. Ihr Kopf war zurückgeworfen, die lange, honigblonde Mähne peitschte wie ein nasses Seil gegen ihren schweißnassen Rücken. Jede Bewegung war ein Akt der Vernichtung, ein heißer, feuchter Aufprall, der Besitz forderte.
„Ah! Ah! GOTT!“ Ihre Schreie zerfetzten die Luft, waren keine Worte mehr, sondern rohe, phonetische Entladung. Jeder Aufprall jagte einen neuen Blitz weißglühender Sensation durch ihr Becken. Ihr Verstand löschte sich aus. Es gab kein Morgen, kein Gestern. Nur diesen alles verzehrenden, punktgenauen Stoß, den salzigen Geruch ihres Schweißes, das klatschende Geräusch ihrer vereinigten Körper.
Ihr inneres Biest übernahm das Kommando, heulte nach Erlösung. Die Orgasmen brachen wie Donner über sie herein, kurz, heftig, zerstörerisch. Der erste ließ ihre Muskeln erstarren, presste einen schrillen, hohen Laut aus ihrer Kehle. Der nächste, kaum dass der erste zuckte, wühlte sie von innen auf, trieb ihre Hüften zu noch heftigeren, verzweifelteren Stößen.
„Nicht… nicht aufhören…“, stöhnte sie, ein Befehl an ihren eigenen zuckenden Körper. Ihre Hüften schlugen einen wahnsinnigen Takt gegen seine, ein pralles, nasses Schlagen. Schweiß rann in Strömen zwischen ihre Gesäße, vermischte sich mit seinem. Die Luft verdickte sich zum salzigen Gestank ihrer Vereinigung, geladen mit sexueller Elektrizität.
Bernd unter ihr war eine stumme Säule aus passiver Empfängnis. Seine Hände krallten sich in die Bettwäsche. Sein Gesicht war eine Maske konzentrierten Erleidens. Er ließ diesen Taumel über sich ergehen, beobachtete, wie sie in ihrem Kontrollverlust versank, den sie selbst steuerte. Seine eigene Macht spiegelte sich, vervielfacht und verwildert, in ihrem wild gewordenen Fleisch.
Ein weiterer, gewaltigerer Orgasmus brandete in ihr hoch, ein Druck, der von ihren Zehenspitzen bis in die Haarwurzeln zuckte. Sie presste sich fester auf ihn, als wolle sie ihn durch die Matratze in den Boden rammen.
„Komm mit mir!“, schrie sie ihm ins Gesicht, Spucke auf den Lippen. „JETZT!“
Ihr Befehl zündete in ihm. Ein tiefes, tierisches Knurren riss sich aus seiner Kehle. Seine Hände schossen vor, umklammerten ihre triefenden, zitternden Hüften mit eisernem Griff und begannen, sie im Takt ihrer rasenden Bewegung zu stoßen, ihr entgegenzuarbeiten, sie noch tiefer, noch härter auf sich zu ziehen.
Diese finale Synchronizität war Vernichtung.
Die letzte Barriere in ihr zerbarst. Der Orgasmus, der sie überrollte, war kein Blitz. Er war eine stumme Detonation. Ein weißer, lautloser Schrei, der ihr Mark erschütterte. Sie krampfte, ihr inneres Fleisch zuckte und umklammerte ihn krampfhaft, sog ihn in die pulsierende Tiefe.
Unter ihr, in ihr, folgte er mit einem letzten, brutalen Stoß nach oben und einem erstickten, rauen Schrei, der nach Zerstörung klang. Seine pulsierende Wärme durchflutete sie, ein neuer Brandherd in dem bereits lodernden Inferno ihres Beckens.
Sie brach über ihm zusammen, ein Bündel zuckender Nerven und erschlaffter Muskeln. Ihr keuchender Atem verbrannte seine Schulter. Sein wildes Herz hämmerte gegen ihre schweißglatte Brust.
Kein Gedanke. Keine Analyse. Nur das endlose, feuchte Vibrieren des Fleisches in einem Meer aus ausgelöschtem Bewusstsein.
Die Kontrolle war nicht verloren. Sie war in den Flammen dieses reinen, zerstörerischen Triebes verbrannt. Übrig blieb die nackte, atemlose, schwangere Wahrheit: zwei Körper, die sich bis zur Unkenntlichkeit ineinander verzehrt hatten.
What's next?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Der Komplize
[Bernd vögelt sich durch Stockholm | Johanna spinn-off]
Berlin liegt hinter ihm. Vor ihm: Liv. Kühl, berechnend, schwanger von ihm. Ihre Einladung nach Stockholm ist kein Neuanfang, sondern die nächste Stufe eines perfiden Spiels. Liv, die Meisterin der Inszenierung, hat das Spielfeld vorbereitet. Bernd, der stille Stratege, soll es besetzen.
Updated on Mar 19, 2026
by Meister U
Created on Jan 11, 2026
by Meister U
- All Comments
- Chapter Comments