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Lilli die Nachbarin
"Papa, wir müssen gar nicht erst nach teuten Models suchen oder Geld für Agenturen ausgeben," sagte Peter mit einem schelmischen Funkeln in den Augen. "Wir haben doch die perfekte Lösung direkt nebenan."
Walter hielt inne und überlegte. Er dachte an das Haus gegenüber, an die Frau, die oft im Garten arbeitete oder einfach nur mit einer gewissen Eleganz durch die Straße spazierte. "Meinst du... unsere Nachbarin?"
"Genau! Lilli!" rief Peter aus. "Sie ist wunderschön, sie hat diese Ausstrahlung... und wenn sie als das Gesicht deiner Erfindung auftritt, wird der Erfolg garantiert sein. Sie ist genau der Typ 'Messe-Hottie', den man braucht!"
Walter schluckte kurz und rückte seine Hose zurecht. Er dachte an Lilli. An ihre helle Haut, ihr langes schwarzes Haar und die Art, wie sie sich manchmal so selbstbewusst präsentierte. Aber er wusste auch um ihren Geschmack – sie hatte schon immer einen Blick für Männer mit etwas mehr... Erfahrung. Ein flüchtiger Gedanke an sie ließ ihn leicht erröten, aber das war wohl das Zeichen, dass der Plan Hand und Fuß hatte.
"Sie wird sicher nicht einfach so zustimmen, Sohn," sagte Walter etwas vorsichtig, doch ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen.
"Hmm... Sie muss ja selbst nicht mit auf die Messe, ihr Körper reicht ja schon!" grinste Peter da.
"Und außerdem, wenn sie sieht, wie genial dein Gerät ist, wird sie vielleicht sogar Lust haben, es selbst zu testen!"
Walter lachte. "Du hast recht."
Peter nickte eifrig. "Dann gehen wir jetzt rüber! Wir sagen einfach, wir brauchen eine 'ästhetische Fachberatung' für die finale Testphase des Geräts!"
"Eigentlich ist es ja auch wahr," murmelte Walter, während er sich das Werkzeug beiseite legte. Er war gespannt, wie Lilli reagieren würde. Sie war zwar in einer Beziehung, aber ihr Blick auf ältere Männer war oft so intensiv gewesen, dass man fast meinen konnte, sie sähe nur die Reife und den Charakter eines Mannes.
"Komm schon, Papa! Lass uns nicht warten!" Peter drängte ihn schon Richtung Tür. "Wer weiß, ob Lilli heute nicht gerade draußen ist..."
Sie verließen das Kellerlabor und machten sich auf den Weg über den Garten zum Nachbarhaus. Während sie gingen, fragte sich Peter heimlich: Würde Lilli die Verwandlung als Spiel oder als Herausforderung sehen? Und würde Walter bereit sein, das Risiko einzugehen, seine "beste" Erfindung einer so anspruchsvollen Frau zu präsentieren?
Als sie den Zaun erreichten, sahen sie sie bereits. Lilli war im Garten, die Sonne spiegelte sich in ihrem langen schwarzen Haar. Sie wirkte wie eine Erscheinung, und Peter wusste: Das hier würde der Startschuss für etwas ganz Besonderes sein.
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