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Chapter 33 by ThormGravis
Was unternimmt Lara als nächstes?
Lara sucht einen alten Bekannten auf
Wenn es eine Sache gab, von der Lara denkbar wenig Ahnung hatte, dann waren es Computer. Sie benutzte das Internet, spielte manche Computerspiele, schrieb Mails und googelte hin und wieder, buchte Flüge und suchte die Koordinaten mancher potentiell lohnender Tempelanlagen heraus, doch hatte sie darüber hinaus keine Kenntnisse von der Welt der elektronischen Geheimnisse. Sie war eine Frau der Tat und liebte halsbrecherische Verfolgungsjagten und alte, staubige Folianten. Von Zeit zu Zeit gab es aber Momente, in denen sich Computerkenntnisse durchaus als nützlich erwiesen, gerade bei der Recherche oder - wie in diesem Fall - wenn es geschützte Dateien auf einem Laptop zu sichten galt. Und dann war sie auf Hilfe angewiesen.
Lara hatte einige Minuten lang versucht, die für sie interessanten Dateien auf dem Notebook zu öffnen und dann aufgegeben. In den meisten Situationen war sie beharrlicher und nicht so leicht zu entmutigen, doch was die Welt der Computer anging hatte sie aus ihren bisherigen Erfahrungen gelernt und wusste, dass sie hier nicht weiterkam. Lara brauchte jedoch nicht lange zu überlegen, an wen sie sich wenden würde: Sie hatte schon mehrmals mit Joey Nash zu tun gehabt, einem Hacker und Computerfreak, dem man nicht unbedingt Gesetzestreue oder hohen moralischen Anstand nachsagen konnte. Die erste Begegnung hatte unter einem eher unglücklichen Stern gestanden, denn er war von einem Rivalen Laras angeheuert worden, um ihn auf einer Expedition mit Computerlogistik zu unterstützten. Wie so häufig endeten die Zwistigkeiten zwischen Lara und ihren Rivalen in handfesten Auseinandersetzungen und Joey war - obwohl er bei genauer Betrachtung nur wenig falsch gemacht hatte - ins Kreuzfeuer geraten, was bei Laras Vorliebe für Desert Eagle-Pistolen in diesem Fall wörtlich zu verstehen war. Der Computerfreak war mit einem gehörigen Schrecken und einigen blauen Flecken davon gekommen - und einer gebrochenen Nase, die ihm Lara in einer verstimmten Laune verpasst hatte.
Ein Jahr später waren sie abermals aufeinander getroffen, als Lara feststellen musste, dass Joey - offenbar von ihrem ersten Treffen und Laras optischen Reizen angestachelt - Croft Mansion mit einer Reihe von Webcams verwanzt hatte und Lara beim Duschen und einigen noch privateren Aktivitäten zugesehen hatte. Sie hatte ihn daraufhin "besucht" und ordentlich vermöbelt. Da er nun in ihrer Schuld stand, half er ihr einige Monate später bei einer ihrer Abenteuerreisen und seither hatten die beiden gelegentlich zusammengearbeitet. Wie die meisten Kerle stand Joey auf Lara und der heißen Archäologin war dieser Umstand natürlich wohl bewusst. Sie hatte bei diversen Gelegenheiten mit ihren Reizen gespielt, um ihn zur Kooperation zu bewegen. Dennoch war sie sich recht sicher, dass sich Joey eher weniger freuen würde, sie zu sehen, denn bei ihrem letzten Treffen war Joeys Versteck mitsamt der gesamten darin befindlichen Technik in die Luft geflogen und Joey hatte es nur mit knapper Not lebend aus dem Inferno geschafft - außerdem hatte Lara ihm abermals die Nase gebrochen.
Vielleicht hätte Lara einen anderen Computerexperten aufgesucht, doch Joey war wirklich talentiert. Vor allem lebte er in Liverpool, so dass Lara nur eine knappe Stunde brauchte, bis sie seine Wohnung erreichte. Die sexy Grabräuberin hatte mit dem Gedanken gespielt, sich zuvor etwas anderes zum Anziehen zu besorgen, doch die Zeit drängte und das ebenso exotische wie knappe Outfit würde vielleicht Joeys Kooperationsbereitschaft erhöhen. Der Hacker wohnte seit einiger Zeit in den Kellerräumen eines heruntergekommenen Mietskomplexes, hatte jedoch einiges in die Sicherheitsmaßnahmen investiert, wie Lara auf den letzten Metern feststellen konnte. Gut getarnte Überwachungskameras, stark vergitterte Kellerfenster und einige Laserschranken, die zweifelsohne einen vorwarnenden Alarm in Joeys Hackerhöhle ausgelöst hätten, konnte Lara dank ihrer jahrelangen Erfahrung beim Einbrechen und Grabräubern erkennen, bevor sie die massive Stahltür erreichte, die den Eingang zu Joeys Domizil bildete. Lara war sich ziemlich sicher, dass sie bisher noch nicht entdeckt worden war - und das war gut so, denn sie wollte Joey keine Zeit geben, sich vorzubereiten oder eventuell abzuhauen. Nun aber musste sie sich wohl zu erkennen geben, sofern sie die Stahltür nicht aufsprengen wollte. Daher trat sie aus dem Sichtschatten der Überwachungskamera, die den Bereich vor der Tür im Blick hatte, lächelte und klingelte.
Eine Weile lang geschah nichts. Lara klingelte abermals. Dann klopfte sie energisch gegen die Stahltür. "Ich weiß, dass du da bist Joey", rief sie nicht gerade leise, "du bist nicht der Typ der auf Partys geht. Also mach auf. Ich will mit dir reden."
Es dauerte noch einige Sekunden, dann ertönte über eine versteckte Gegensprechanlage Joeys Stimme. Sie klang ungehalten, aber auch ein wenig furchtsam. "Was willst du, Lara? Hat es nicht gereicht, dass ich wegen dir fast über den Jordan gegangen bin?"
"Jetzt stell dich nicht an, Joey. Ich hatte keine Ahnung, dass die Kerle Granatwerfer dabei haben würden und deine Bude in die Luft jagen wollten. Sowas ist uns allen doch schon mal passiert", versuchte sich Lara zu rechtfertigen.
Joeys Stimme knackste wieder durch den Lautsprecher. "Nein. Normalen Leuten passiert so etwas nicht. Und ich kann gut auf eine zweite Runde verzichten. Also verzieh dich, Lara. Du bedeutest Ärger und egal wie wenig du an hast, werde ich dich nicht reinlassen. Das Chaos ist dir sicherlich schon auf den Fersen."
Lara lächelte, als er ihr knappes Outfit beiläufig erwähnte. Das war ein guter Anfang. Offensichtlich war er nicht sauer und ängstlich genug, um ihre körperlichen Vorzüge zu ignorieren. "Keine Sorge, Joey. Es ist keine große Sache. Du musst nur einen Blick hierauf werfen." Sie hielt das gestohlene Notebook hoch. "Dann bin ich auch sofort wieder verschwunden."
"Das hast du auch gesagt, bevor irgendwelche Söldner mich einen Kopf kürzer machen wollten", hielt Joey dagegen.
"Ach, komm schon. Es ist echt nicht fair, dass du die Sache in Kuala Lumpur erwähnst." Lara lächelte halb entschuldigend, halb belustigt zur Kamera hin. "Jetzt mach schon auf. Ich werde mich auch erkenntlich zeigen", fügte sie in einem verführerischen Tonfall hinzu und positionierte sich so, dass die Kamera einen besseren Blick auf ihre kaum bekleidete Oberweite bekam. "Die Alternative wäre", fuhr sie fort, "das ich böse werde und mir einen weniger freundlichen Weg suche, damit du diese Sache für mich erledigst. Du hast die Wahl, Joey." Nun hielt sie die Schrotflinte in die Kamera, um die Alternative vorzustellen.
Es dauerte einige Augenblicke, in denen der Hacker keine Antwort gab. Dann ertönte ein Summer und Lara drückte die schwere Stahltür auf. Zuckerbrot und Peitsche funktionierten eben doch immer wieder, dachte sie und lächelte in sich hinein, während sie Joeys Reich betrat. Der große Raum lag im Zwielicht einiger blasser Neonröhren und dem Flimmern von Computermonitoren, die neben anderen elektronischen Apparaturen auf Dutzenden Tischen verteilt standen. In Schränken und Regalen lagen Unmengen an Bauteilen und einzelnen Komponenten, Kisten mit chinesischen und koreanischen Schriftzeichen stapelten sich im hinteren Bereich. Nur eine kleine Ecke mit einem recht gemütlichen Sofa, einem Bett und einem Fernseher ließ erkennen, dass es sich hier nicht nur um einen heruntergekommenen Elektro-Laden, sondern um eine Wohnung handelte.
"Leg die Schrotflinte weg und schließ die Tür, Lara", kommandierte Joey und trat aus dem Schatten einiger Kisten hervor. Er hielt eine kleine Pistole zitternd im Anschlag. Er war ein Stück kleiner als Lara, ziemlich dick und hatte ungewaschene Haare. Eine Hornbrille saß auf seiner Nase und ein alberner Flaum, der irgendwann mal ein Kinnbart werden würde, ließ ihn nicht gerade männlicher wirken. "Mach schon oder ich knall dich ab."
"Och bitte." Lara musste sich beherrschen, um nicht laut loszulachen, tat aber was er verlangte. Die Tür verriegelte sich sofort mit drei schweren Bolzen, die Schrotflinte fiel zu Boden. Auch das Notebook legte sie vorsichtig auf einem kleinen Tisch ab. "Wir wissen doch beide, dass du nicht der Typ für Pistolen bist, Joey. Du bist nicht hart genug, um abzudrücken, und selbst wenn würdest du mich wahrscheinlich nicht treffen." Lara hob spielerisch die Hände und kam auf ihn zu.
"Keinen Schritt weiter Lara. Seit unserer letzten Begegnung war ich auf dem Schießstand..." Joeys Stimme zitterte beinahe so sehr wie seine Hand. "Ich hab viel geübt und kann jetzt einer Fliege auf hundert Metern die Augen ausschießen."
"Aber klar doch, Joey. Und aus welchem Western ist dieser Spruch?" Lara klang jovial und ging unbekümmert weiter. Ihr Becken bewegte sich dabei lasziv und ihre Lippen lächelten verführerisch. "Ich wusste doch, dass du nicht abdrückst", erklärte sie, als sie direkt vor ihm stand. "Außerdem musst du beim Schießen zwei Dinge beachten: Erstens behalt dein Ziel immer genau im Auge und dein Blick verrät mir, dass du mir scheinbar in die Brust schießen wolltest." Sie lächelte, als Joey sich ertappt fühlte und errötete. "Und zweitens: Erst entsichern, dann abdrücken." Sie nahm ihm mit einer beiläufigen Bewegung die Pistole aus der Hand und gab ihm einen leichten Schlag auf den Hinterkopf. "Können wir nun zum Geschäftlichen kommen?"
"Ich arbeite nicht für dich, Lara. Das ist zu gefährlich", befand Joey mit fester Stimme, konnte seinen Blick aber nicht von Laras gewaltigem Vorbau lösen.
"Entschuldige mein Outfit, aber ich glaube ich sollte gerade geopfert werden oder irgendetwas in dieser Richtung", erklärte Lara lächelnd und genoss Joeys schockierten Gesichtsausdruck, "aber keine Sorge. Die sind alle tot." Das war zwar eine Lüge, aber Lara hoffte, Joey damit etwas von der Ungefährlichkeit der aktuellen Situation überzeugen zu können. In der Tat glaubte sie nicht daran, dass jemand sie hierher verfolgt hatte.
"Tot?" Joey schluckte.
"Ja, tot. Nicht mehr am Leben. Hin. Im Jenseits." Lara überlegte kurz, auf welche Art sie Joey am besten zur Kooperation überreden konnte. Dann fuhr sie fort: "Aber vorher bin ich ziemlich durchgefickt worden." Sie überließ es Joey, sich die schmutzigen Details auszumalen, aber sein Blick verriet, die automatisch in ihm anwachsende Erregung angesichts des Gedankens an Lara, die von irgendwelchen Schurken rangenommen wurde.
"Du meinst, von denen, die..." Joeys Phantasie war wohl so beschäftigt, dass er die richtigen Worte nicht sofort fand.
"Ja, von denen die mich opfern wollten und jetzt tot sind", bestätigte sie in einem lockeren Tonfall, als plaudere sie gerade über das Wetter. Dann trat sie dicht vor ihn heran und hauchte mit weit verführerischerer Stimmlage: "Willst du etwa schmutzige Details hören?" Dabei griff sie mit einer Hand zwischen Joeys Beine und fuhr ihm über die Beule, die sich bereits darin bildete. Sowohl die Berührung als auch Laras Vorschlag sorgten dafür, dass der Nerd lustvoll keuchte, aber Lara ließ ihm keine Zeit zu antworten. "Vorher würde ich aber gerne duschen, danach kümmern wir uns im das Notebook", schlug sie vor, "und wenn du das für mich gemacht hast, werde ich mich erkenntlich zeigen. Was hältst du davon?"
"Ich... ich werde... ich will..." Die Beule in Joeys Hose schien seine Gehirnkapazität stark einzuschränken.
"Was willst du?" hauchte Lara und kam ganz dicht an ihn heran, so dass sich ihre gewaltigen, prallen Brüste gegen seinen Brustkorb drückten.
Was will Joey?
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Lara Croft
Die nicht jugendfreien Abenteuer einer Grabräuberin
Wer hat nicht von ihr gehört? Lara Croft, die Actionlegende, die Grabräuberin. Doch aus Gründen der Altersfreigabe und somit der Umsätze verschweigen uns die Computer-Spiele, Comics und Filme uns seit jeher jene Abenteuer der Actionheldin, die keine Jugendfreigabe erhalten würden. Hier können wir hingegen Zeugen ihrer mehr oder weniger freiwilligen und heldenhaften Abenteuer für die erwachsene Leserschaft werden.
Updated on Apr 4, 2024
by ThormGravis
Created on Apr 9, 2016
by ThormGravis
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