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Chapter 3 by ThormGravis

Hat Lara einen besonderen Traum? Oder erwacht sie?

Lara an der Küste von Belize

Laras Geist sank tiefer in das Reich der Träume herab, während ihr Körper unter den eingebildeten Stößen imaginärer Grobiane erbebte und im Schlaf zuckte. Die Bilder wurden seltsamerweise klarer, aber auch detailreicher und sogar realistischer, bis Lara nicht mehr sagen konnte, ob sie träumte oder wach war. Sie fühlte sich wach und verlor das Gefühl für Traum und Erinnerung.

Die Sonne schien von einem wolkenlosen, blauen Himmel und spiegelte sich im flachen, kristallklaren Wasser des karibischen Meeres. Der Meeresgrund war an manchen Stellen weniger als zehn Meter entfernt und das Wasser so klar, dass eine Sicht von vierzig oder fünfzig Meter unter Wasser keine Seltenheit darstellte. Die Küste von Belize erstreckte sich einige Meilen westlich von Nord nach Süd und wirkte wie ein paradiesisches Fleckchen, was es auch gewesen wäre, wenn die politische Situation im armen, mittelamerikanischen Staat nur ein wenig entspannter wäre.

Lara kümmerte sich um diese Details wenig. Ihre knapp 20 Meter lange Privatyacht lag am Rand der Zwölf-Meilen-Zone vor Anker und schaukelte kaum merklich auf den sanften Wellen. Das Schiff war groß genug, um ein halbes Dutzend oder mehr Gäste unterzubringen, doch Lara zog die Einsamkeit vor und war allein unterwegs. Sie hatte es sich in der warmen Nachmittagssonne auf dem Vordeck ihrer Yacht bequem gemacht, ein Handtuch ausgebreitet und ihren Körper darauf ausgestreckt. Sie trug einen winzigen Bikini-String, der den Namen Kleidungsstück kaum verdiente. Vielmehr bestand er aus nicht mehr als zwei dünnen Fäden, von dem einer zwischen ihren prallen, heißen Pobacken fast gänzlich verschwand, und einem winzigen Dreieck, das ihre rasierte Muschi verbarg. Auf ein Oberteil hatte die Britin hingegen gänzlich verzichtet, so dass ihre enorm, perfekt rund geformten Brüste prall und unbedeckt von ihrem schlanken Körper abstanden. Es wirkte, als habe die Schwerkraft keinen Einfluss auf sie. Somit war die verspiegelte Designer-Sonnenbrille das Accessoire, das am meisten von Laras Körper verbarg.

Nach einer Weile drehte sie sich auf den Bauch, um auch Rücken und den nahezu unbedeckten Po zu bräunen, doch schon bald kündigte das lauter werdende Heulen eines Außenbordmotors an, dass Laras Ruhe zu Ende ging. Sie warf einen Blick über den Rand der Sonnenbrille hinweg und erkannte ein kleines Schnellboot der belizischen Küstenwache, das über die Wellen jagend schnell näher kam. Lara erhob sich langsam und ging zur Tür, die in die Innenräume der Yacht führten. Sie hatte die Ankömmlinge erwartet, auch wenn sie nicht unbedingt erfreut darüber war. Ihre Anwesenheit vor der Küste Belizes diente nicht nur der Entspannung, sondern auch einem Tauchvorhaben in der Nähe. Eine Genehmigung der Regierung war dafür benötigt. Zwar setzte sich Lara dann und wann über derartige Vorschriften mit der ihr ganz eigenen Ignoranz hinweg, doch beschränkten diese Anlässe sich auf jene Ecken der Welt, wo sie eine Genehmigung ohnehin nicht erhalten hätten. In einer Bananenrepublik wie Belize sah die Sache freilich ganz anders aus. Offiziell waren Tauchgänge zum Bergen oder Erforschen von Zeugnissen der Vergangenheit den staatlichen Behörden vorbehalten, doch eine geeignete Spende an die richtigen Stellen macht in diesem Paradies der Korruption vieles möglich. Neben der für Lara unbedeutenden Kleinigkeit von einigen zehntausend britischen Pfund hatte sie auch mit einem Staatsekretär und einem hohen Verwaltungsbeamten geschlafen und nun stand der letzte Teil des Deals bevor. Ein Kommandant der Küstenwache, der für diesen Abschnitt der belizischen Gewässer zuständig war, hatte sich für heute Nachmittag angekündigt. Der offizielle Grund für seinen Besuch war eine Kontrolle, die der Einhaltung von Lager- und Umweltvorschriften auf Laras Yacht diente, aber natürlich kam der Mann, um seine **** zu erhalten.

Als das Boot der Küchenwache längsseits ging, kam Lara wieder an Deck. Mittlerweile trug sie auch das passende Bikinioberteil, das jedoch auch nicht aus viel mehr Stoff bestand und nicht viel mehr als die Brustwarzen bedeckte. Lächelnd trat sie an die Reling und blickte zum anderen Boot hinüber. Dort standen vier Männer in den Uniformen der belizischen Marine und hielten mit ihren Tätigkeiten inne als wären sie zu Salzsäulen erstarrt. Lara maß diesem Umstand keine große Bedeutung bei. Zu häufig hatte sie bereits erlebt, wie Männer auf den ersten Anblick ihres Körpers reagierten.

"Guten Tag, die Herrschaften", rief sie freundlich herüber, als langsam wieder Bewegung in die Männer kam.

"buenas tardes, senorita." Ein Mann mit Offiziersabzeichen nickte Lara zu. Seine Augen wanderten lüstern über ihren Körper, aber seine Stimme klang ruhig und sachlich. Offenbar war er gewohnt, seine Gedanken zu verbergen. "Wir kommen zu Umweltinspektion."

"Ich habe sie bereits erwartet. Kommen sie an Bord", bot Lara an.

Der Offizier gab den anderen Männern einige Kommandos, die Lara trotz ihrer profunden Spanisch-Kenntnisse nicht verstand. Der Dialekt war zu fremdartig und die Worte kamen zu schnell. Dann trat der Offizier über die kurze Lücke zwischen den beiden Schiffen, die seine Männer miteinander vertäuten. "Danke für ihre Kooperation, senorita", sagte er mit starkem Akzent. "Meine Männer werden zunächst auf unserem Schiff bleiben." Lara wunderte diese Erklärung nicht. Sicher wollten auch die anderen drei einen kleinen Teil der Bestechungsgelder haben und damit der Offizier sie so geringfügig wie möglich abspeisen konnte war es hilfreich, wenn sie die Gesamtsumme nicht sahen, die Lara unter Deck bereits bereit gelegt hatte.

"Wie sie wünschen, Captain", erwiderte Lara mit flirtender Stimme. Sie hatte die Rangabzeichen des Mannes als Leutnant-Streifen gedeutet, aber sicher schadete es nicht, wenn Lara ihm einen höheren Rang zubilligte.

"Nach ihnen, Senorita", bat der Offizier und lächelte angesichts ihrer scheinbaren Fehleinschätzung. Er war nicht mehr der jüngste und seine sportlichste Zeit lag wohl auch schon einige Jahre zurück. Er hatte zwar noch breite, kräftig wirkende Schultern, aber auch einen nicht zu übersehenden Bauch und einen speckigen Hals mit Doppelkinn. Die dunklen Haare zeigten erste Spuren von grau und waren an manchen Stellen recht schütter.

"Wie galant", hauchte Lara und ging voran. Ihr war klar, dass der Mann ihr sicher nur auf den Arsch starren wollte, aber was machte das schon. Als sie das Innere der Schiffsaufbauten betreten hatten, hörte Lara wie der Mann hinter ihnen geräuschvoll die Türen schloss. Sie befanden sich nun in einem durchaus hellen Aufenthaltsraum. Die breiten Fensterfronten waren einseitig verspiegelt, so dass die Männer nicht von draußen hineinsehen konnten. Lara drehte sich zu ihrem Gast um. "Mir fällt auf, ich kenne ihren Namen gar nicht."

"Ich bin Leu...", er stockte und korrigierte sich "Ich bin Captain Emilio Gonzalez. Und ihr Name war Miss Croft, wenn ich nicht irre." Er starrte ihr gierig auf die prallen Brüste und kam näher.

"Richtig, aber sagen sie doch einfach Lara zu mir", bot die Britin mit verführerischem Lächeln an.

Kommt Emilio sofort zur Sache?

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