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Chapter 7
by
PPixie
Kommt sie problemlos bis zum Hotel?
Kommt drauf an, was man als Problem betrachtet!
Das ist alles ziemlich misslich, doch das in dieser Nacht Erlebte kommt ihr einfach nur irre wild vor. Klar, Hamburg, St. Pauli, da hat ein junges Mädchen so seine Vorstellungen. Aber dass es gleich am ersten Abend so heiß hergehen würde, ohne es in irgendeiner Weise darauf angelegt zu haben, das hätte Martina sich nie und nimmer so ausgemalt. Aber, so denkt sie sich, besser ein wenig zu heftig, als gar nichts zu erleben.
Wozu sollte eine Klassenfahrt auch gut sein, wenn nicht, um neue Erfahrungen zu machen und zu lernen… zum Beispiel, dass Sperma gar nicht so übel schmeckt oder wie geil es ist, völlig wehrlos und ohne Wahl von einem nach dem anderen Kerl gefickt zu werden. Bis vor wenigen Stunden war sie, wie sie nun feststellt, einfach noch ein kleines, dummes Kind, das die Signale, die es durchaus in ihrem Leben schon gab, nicht wahrgenommen hat – oder als bedrohlich empfand, statt als Chance.
Etwa wenn ein paar ältere Jungs sie vor der Schule festgehalten und betatscht haben und sie gefragt haben, ob sie nicht mitkommen mag, um ein wenig Spaß zu haben. Es klang halt irgendwie hämisch und gar nicht so, als ob es wirklich Spaß geben sollte. Oder eben ihr Stiefvater – wäre sie zu ihm nur ein wenig entgegenkommender gewesen, dann hätte er ihr diese Welt, die sich ihr heute Nacht eröffnet hat, bestimmt schon viel eher gezeigt.
Sie erinnert sich, wie er einmal von der Nichte eines seiner Freunde sprach, die in den Ferien zu Besuch war und bei einem der allwöchentlichen Billardabende in der Hinterstube vom Wirtshaus getanzt hatte. Dabei trank sie ein Glas Sekt nach dem anderen, wobei sie aber für jedes neue Glas ein Kleidungsstück mehr ausziehen musste, und als sie keines mehr hatte, habe sie, der Schilderung des Papas zufolge, einfach alles getan, was die Männer ihr sagten. Ob sie, Martina, so etwas nicht auch einmal machen wolle, hatte er damals gefragt. Inzwischen kann sie sich einiges zusammenreimen und verstehen, dass jener Onkel vor seinen Freunden stolz auf seine Nichte war. Die war eben nicht so doof und prüde wie gewisse andere Mädchen in dem Alter.
Ganz mit ihren Gedanken beschäftigt, läuft Martina in Richtung ihres Hotels. Dazu muss sie die Reeperbahn überqueren und ein Stück die Große Freiheit entlang gehen. Das Treiben dort ist ob der morgendlichen Stunde schon sehr viel ruhiger geworden, doch immer noch sind Menschen, hauptsächlich angetrunkene Männer, unterwegs. Eine nicht mehr ganz junge Frau hält Martina an: „Mädelchen, SO kannst du doch nicht hier lang laufen! Wenn die Bullen dich so sehen, bringen sie dich gleich in die Davidswache, und die verstehen keinen Spaß. Komm mal mit rein, wir geben dir was zum Anziehen.“ Sie nimmt die Schülerin an die Hand und diese folgt ihr widerstandslos, froh, dass eine Geschlechtsgenossin ihre Lage versteht und ihr helfen will.
Ob die Frau geahnt hat, dass Martina Geld bekommen hat? Wie selbstverständlich überrumpelt sie die Jüngere mit den Worten: „Lass mal sehen, was du da hast… ach ja, das ist ja ganz ansehnlich, dafür kannst du was richtig Schickes bekommen“, die Scheine herüberzureichen. „Komm, am besten, du wartest hier drin, bis wir etwas für dich haben“, fügt sie hinzu und drängt das Mädchen durch eine Tür in einen abgedunkelten Raum.
Wird die Frau Wort halten?
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Die Klassenfahrt zur Reeperbahn
Eine Mädchenklasse landet statt im Hotel in einem Bordell
Eine Mädchenklasse landet auf der Klassenfahrt in einem Bordell auf der Reeperbahn.
Updated on Jun 2, 2026
by Callisto
Created on Dec 20, 2001
by MACC
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