Chapter 2
by
Fotzenglotz
Bildet sich Peter alles nur ein?
Keine Einbildung
Ich blieb einen Moment lang am Grill stehen, die Zange noch fest in der Hand, als würde sie mir Halt geben. Der Duft von rauchendem Holz und würzigem Fleisch hing schwer in der warmen Luft, doch plötzlich schmeckte mir das Grillen fast ein wenig zu süßlich, fast schon klebrig.
War es wirklich nur seine Art zu flirten? Manfred war ein Mann, der wusste, was er wollte, und er hatte keine Scheu, sein Interesse zu zeigen. Aber die Art, wie er sie ansah... es war nicht nur das Bewundernde eines älteren Mannes gegenüber einer jungen Frau. Es hatte eine Intensität, die fast greifbar war.
Ich beobachtete sie aus der Ferne. Alina lachte über etwas, das Manfred sagte, und neigte dabei den Kopf leicht zur Seite. Ihr langes blondes Haar glänzte in der Sonne, und als sie sich bewegte, sah ich das leichte Spiel ihrer Muskeln an ihren zierlichen Armen. Sie wirkte so unbeschwert, so voller Lebenslust – die perfekte Verkörperung von Jugend und Freiheit.
„Alles okay bei dir, Peter?“, fragte meine Frau plötzlich, die neben mir aufgetaucht war. Sie legte mir eine Hand an die Schulter und sah mich fragend an. „Du starrst vor dich hin wie ein Löwe, der seine Beute fixiert.“
Ich versuchte zu lächeln, doch es fühlte sich etwas **** an. „Ach, nur die Hitze. Ich denke gerade darüber nach, ob wir genug Senf haben“, log ich geschickt.
„Du bist manchmal so ein Grübler“, schmunzelte sie und drückte meine Hand. „Genieß doch einfach den Moment. Es ist so schön, dass wir alle wieder zusammen sind.“
Ich nickte, aber mein Blick wanderte unweigerlich zurück zur Tafel. Manfred war jetzt noch näher an ihr gerückt. Er stand so nah, dass seine massive Statur sie fast zu umrahmen schien. Ein kleiner Kontrast aus kräftigem, dunklerem Mann und ihrer zarten Erscheinung.
War es ein Zufall, wie er sich leicht zu ihr hinunterneigte? Oder war es eine bewusste Geste der Nähe? In meinem Kopf begannen die Gedanken zu kreisen: Manfred sah sie nicht nur als Nachbarin oder als die Tochter des Freundes. Er sah sie als Frau. Und das Verrückte war... ich konnte ihn verstehen. Wenn ich an ihr Stelle wäre, wenn ich diese junge, pulsierende Energie sehen würde – wäre ich dann anders?
„Papa?“, rief Alina plötzlich von der Tafel aus. Sie winkte mich mit einem strahlenden Lächeln zu sich. „Kommst du mal rüber? Das Essen ist fast fertig!“
Ich atmete tief ein und trat aus dem Schatten des Grills ins helle Sonnenlicht, direkt auf sie zu.
What's next?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)
Mein Nachbar, meine Tochter und ich
Von fremden und eigenen Begehrlichkeiten
- All Comments
- Chapter Comments
