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Chapter 2 by barad barad

Was geschieht in den nächsten Tagen?

Kathy und Lena schicken Marc ein kurzes Video....

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Eine heiße Vorschau

Drei Tage vergingen, ohne eine Nachricht. Drei lange Tage, in denen Marc jedes Mal, wenn sein Telefon summte, sein Herz einen Sprung machte. Die Routine seines Lebens – Unterricht, Korrekturen, das Abendessen mit seiner Frau – fühlte sich an wie ein bleierner Mantel, unter dem die Erregung von dem, was kommen könnte, wie ein Fieber brodelte. Er log ihr ins Gesicht, sagte, er habe viel Arbeit, sei müde. Seine Gedanken waren nur bei Kathy. Bei dieser verrückten, gefährlichen Abmachung.

Dann, an einem Donnerstagabend, als seine Frau bereits schlief, vibrierte das Telefon in seiner Hand. Eine Instagram-Direct-Nachricht. Nicht von Kathy.

Von Lena.

Das Profilbild zeigte eine lächelnde Brünette mit einem frechen Grinsen und auffallend grünen Augen. Die Nachricht bestand nur aus einem Link zu einem privaten Vimeo-Video und drei Worten: Eine kleine Vorschau.

Marcs Mund war plötzlich knochentrocken. Er holte seine Kopfhörer, vergewisserte sich, dass die Schlafzimmertür geschlossen war, und tippte auf den Link. Ein Passwortfeld erschien. Er tippte ratlos „Marc“ ein. Es funktionierte nicht. Dann probierte er „Kathy“. Der Bildschirm wurde schwarz und ein Video begann zu laden.

Es war kein professionell gefilmtes Video. Die Handykamera war etwas wacklig, das Licht gedämpft und warm. Das Bild zeigte ein Schlafzimmer, das er nicht kannte. Helle Wände, ein großes, ungemachtes Bett, Kleidungsstücke auf einem Sessel. Dann kam Bewegung ins Bild.

Kathy betrat den Rahmen. Sie trug nur einen winzigen, schwarzen Slip und ein transparentes, spitzenbesetztes Bändchen-BH-Teil, das ihre vollen Brüste kaum bedeckte, sondern sie stattdessen präsentierte. Ihr langes blondes Haar war streng nach hinten gekämmt. Sie drehte sich zur Kamera, oder vielmehr zu der Person, die die Kamera hielt, und grinste.

„Bist du sicher, dass er das sehen will?“ Eine andere Frauenstimme, rauchig und amüsiert. Lena.

„Oh, er will es sehen“, sagte Kathy, ihre Stimme war ein süßes, wissendes Flüstern. Sie trat näher an die Kamera heran, bis ihr Oberkörper das Bild ausfüllte. Ihre Hände griffen nach den Trägern des BH-Teils. „Er will alles sehen.“

Langsam, mit einer übertriebenen, theatralischen Langsamkeit, schob sie die Spitze nach unten. Zuerst kam nur ein Hauch rosiger Haut zum Vorschein, dann die pralle Rundung einer Brust, und schließlich, als das Material ganz nachgab, ihre dunkle, aufgeregte Brustwarze. Sie ließ es geschehen, hielt einen Moment inne und ließ die Kamera auf diesem Bild ruhen. Marc hielt den Atem an. Seine Hand griff unwillkürlich in seinen Schritt, presste gegen die schon steife Wölbung seiner Hose.

Dann zog sie das zweite Cup herunter. Ihre beiden Brüste waren jetzt frei, schwer und perfekt geformt, die Brustwarzen fest und deutlich sichtbar. Sie strich mit den Fingerspitzen leicht darüber, ein schneller, kitzelnder Kreis, und ein leises „Mh“ entwich ihren Lippen.

Die Kamera schwenkte nach unten, über ihren flachen Bauch, bis zur schwarzen Seide ihres Slips. Sie hakte die Daumen in die Seiten und schob ihn langsam, Zentimeter für Zentimeter, über ihre Hüften, ihren runden, vollen Po. Als der Stoff ihre Oberschenkel erreichte, drehte sie sich um, blickte über die Schulter zurück zur Kamera und bot den perfekten Anblick ihres entblößten Hinterteils. Ein kurzes, spöttisches Winken.

Dann schnellte der Slip nach unten und verschwand aus dem Bild. Sie stand da, völlig nackt, und lächelte direkt in die Linse. Ihr Blick war nicht schüchtern, nicht verführerisch im herkömmlichen Sinne. Es war ein Blick des Besitzes. Der Blick von jemandem, der genau wusste, welche Macht sie in diesem Moment ausübte.

„So“, sagte Kathy, während sie sich leicht vorbeugte, die Hände auf ihre Oberschenkel stützte. „Jetzt weiß er, was ihn erwartet. Und was wir für ihn geplant haben.“

Die Kamera zitterte leicht. Lenas Stimme war näher, ebenfalls voller Erheiterung. „Der Plan steht. Samstag. Das Loft von dem Typen, von dem ich dir erzählt habe. Jerome.“

Bei dem Namen klickte etwas in Marcs Gehirn. Jerome. Der große, schwarze Mann. Der besondere Partner.

Kathy richtete sich auf. „Jerome weiß von unserem… Zuschauer. Er findet es heiß.“ Sie trat einen Schritt zurück, ließ ihren Körper noch einmal in voller Länge sehen. „Du wirst einen Platz haben, Marc. Einen guten Platz. Du siehst alles. Aber du rührst dich nicht. Du bleibst, wo du hingestellt wirst. Das ist die Regel.“

Sie beugte sich wieder vor, diesmal um etwas vom Boden aufzuheben – ein langes, seidenes Kimono. Sie schlüpfte hinein, ließ es aber offen, so dass ihre nackte Haut darunter immer noch deutlich zu sehen war. Sie kam wieder auf die Kamera zu, bis ihr Gesicht das gesamte Bild ausfüllte.

„Samstag. 22 Uhr. Ich schicke dir die Adresse.“ Sie zwinkerte. „Und mach dich bereit. Wir werden eine Show für dich abziehen.“

Das Video endete abrupt.

Marc saß da, die Kopfhörer im Ohr, in der dunklen Stille seines Wohnzimmers. Sein Herz hämmerte gegen seine Rippen. Seine Hose spannte schmerzhaft. In seinem Kopf drehte sich alles: die Bilder von ihr, nackt und selbstbewusst; der Name Jerome; der Plan; die Regeln. Es war real. Es würde passieren.

Sein Telefon summte erneut. Eine neue Nachricht von Kathy, kein Video, nur Text.

Hat dir die Vorschau gefallen? Lena ist meine Mitverschworene. Sie findet die Idee genauso aufregend wie ich. Sie wird auch da sein. Zur… Unterstützung.

Eine weitere Nachricht folgte.

Du wirst deinen eigenen kleinen Raum haben. Mit einer… Sichtverbindung. Du siehst alles, hörst alles. Aber du bleibst unsichtbar. Das ist Teil des Spiels. Das ist Teil davon, was es heiß macht. Für uns alle. Einverstanden?

Marc starrte auf die Worte. Ein eigener Raum. Eine Sichtverbindung. Sie hatten alles geplant. Sie hatten ihn einkalkuliert wie ein Bühnenrequisit. Die Erregung in ihm vermischte sich mit einem scharfen Schock der Ernüchterung. Er war nicht der Regisseur. Er war der Zuschauer. Der Voyeur. Genau wie er es wollte. Und genau wie sie es wollten.

Seine Finger zitterten leicht, als er tippte.

Einverstanden.

Die Antwort kam sofort.

Gut. Freitag gibt es Details. Sei pünktlich. Und… komm allein. Das ist wichtig.

Dann, nach einer Pause:

Oh, und Marc… Versuch nicht, vorher zu kommen. Spare dir alles für Samstag auf. Ich will sehen, wie sehr du es brauchst, wenn es losgeht.

Ein letztes Emoji folgte: ein loderndes Feuer.

Marc ließ das Telefon sinken. Der Druck in seiner Hose war fast unerträglich. Er stand auf, ging zum Fenster und starrte in die dunkle, stille Straße. In zwei Tagen. In zwei Tagen würde er sie sehen. Wie sie mit diesem Jerome war. Wie sie ihn anblickte, ihn berührte. Wie sie für ihn performte. Die Vorstellung war so intensiv, dass ihm schwindlig wurde. Sie hatten ihn mit einem kurzen, amateurhaften Video völlig aus der Fassung gebracht. Und sie wussten es.

Er drehte sich um, sein Blick fiel auf das dunkle Schlafzimmer, in dem seine Frau schlief. Ein Gefühl der Schuld, scharf und bitter, stieg in ihm auf, wurde aber sofort von der flutenden, besitzergreifenden Hitze der Antizipation überrollt. Er wollte es. Er wollte es mehr als alles andere in diesem Moment.

Samstag. 22 Uhr. Er würde dort sein. Unsichtbar. Und er würde zuschauen.

Samstagabend bei Kathy....

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