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Chapter 3 by Rotstiftakrobat Rotstiftakrobat

Finde ich eine Unterkunft?

Ja, ganz in der Nähe

Es ist warm, obwohl in Sydney gerade Winter ist. Ich trage eine enge Leggings in einem dunklen Grauton, mit einem Scrunch am Po. Eigentlich viel zu warm, aber umziehen werde ich mich erst später. Der Van ist fahrbereit und angemeldet wurde er im Vorfeld. Sogar die Kennzeichen hat Jack bereits montiert. „Keine Zeit verlieren!“, denke ich mir.

Mein großer Koffer und der Backpacker-Rucksack liegen auf dem Boden, wo sie der Taxifahrer abgeladen hat. Ich beuge mich zum Rücksack, der ziemlich schwer ist. Gefühlt wiegt er das gleiche wie ich. Dann ist da diese Gefühl. Ich spüre etwas vertrautes, als ich mich zum Rucksack beuge. Dieses Gefühl vom Fußball und anderen Momenten, als Jungs und Männer mich beobachtet haben. Ich schaue nur kurz über die Schulter und schnell wieder nach vorn. Ich laufe rot an. Jack‘s Blick klebt auf meinem Po. Schnell lade ich den Rucksack in den Van und versuche dabei aufrecht zu stehen. Beim Koffer frage ich Jack um Hilfe und wir tragen den Koffer zusammen durch die Schiebetür. Dann steige ich ein und los geht’s!

Bei Maps suche ich nach einer Unterkunft in der Nähe. Tatsächlich gibt es gar nicht so weit entfernt ein Hostel, das mir erschwinglich erscheint. Ich muss mich an den Linksverkehr gewöhnen und fahre deshalb langsam und vorsichtig. Ich komme gut voran, und bin heilfroh einen Bulli mit Automatik gekauft zu haben. Schalten mit links wäre wirklich verrückt und hätte ich nie hinbekommen.

Die Fahrt dauert 15 Minuten als ich ankomme. Das Hostel ist extra für Backpacker. Es sieht einladend aus, obwohl die Gegend eher heruntergekommen ist. Dafür waren die Preise auf der Website eher günstig und es gibt sogar einen Pool. Naja, mit dem Umbau meines Vans werde ich hier vermutlich sowieso nicht viel Zeit verbringen, aber vielleicht sind die anderen Besucher ja in meinem Alter.

Das Gebäude vor mir ist recht neu. Ein Neon-Schild mit „Hostel“ leuchtet auf dem Dach. Ich steige aus meinem Van und gehe durch die Glastüren zur Rezeption. Diese ist nur ein kleiner Tresen, hinter dem eine ältere Frau steht. Ich frage Sie nach einem Zimmer für die nächsten zwei Wochen und es ist nur noch ein gemischtes 8 Bett-Zimmer frei. Ich gebe ihr meinen Ausweis. Sie erzählt mir, das jetzt im Winter nicht so viel los sei, es unten am Pool günstiges Frühstück gebe und ich das Hostel jeden Tag verlassen kann. Es werden nur die tatsächlichen Übernachtungen abgerechnet. Für mich ist das in Ordnung. Das Hostel ist günstig und falls ich mit meinem Van eher fertig werde kann ich direkt in mein Abenteuer starten.

Das Zimmer befindet sich in einem anderen Gebäude. Schwer bepackt mit Koffer und Rucksack betrete ich den gekühlten Flur. Dann geht es einen langen Gang hinunter zu Zimmer 114. Ich klopfe an die Tür doch niemand antwortet. Ich trete ein und sehe 4 Doppelbetten und mehrere Schränke. Vor den Betten sind Vorhänge die man zuziehen kann. Die Waschräume sind auf dem Flur. „Das muss reichen.“, Denke ich mir und verstaue mein Gepäck, in zwei Schränken. Ansonsten passt das einfach nicht.

Wie läuft man Tag ab?

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