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Ina: Digge dinger oder Wie sie Reimund Frei bekam
Der Backstage-Bereich des Hamburger Strip-Clubs roch wie immer nach einer Mischung aus billigem Haarspray, Schweiß und dem süßlichen Dunst von Energydrinks. Es war Anfang Juli, und die schwüle Hitze der Stadt kroch selbst in diesen fensterlosen Raum. Ina saß auf einer abgewetzten Couch und scrollte lustlos durch ihr Handy, während sie mit einem Ohr dem Gespräch der anderen Tänzerinnen lauschte.
„…und der Arzt meinte, die sind absolut perfekt geworden. Fühlen sich fast echt an, oder?“, trällerte Lexy, eine platinblonde Tänzerin, und drückte ihre makellosen, runden Silikonbrüste gegen den Arm einer Kollegin. Die beiden perfekten Kugeln unter ihrer Haut waren steinhart und trotzten jeder Schwerkraft. Sie waren wie zwei polierte Trophäen, die verkündeten: *Ich bin begehrenswert. Ich bin teuer. Ich bin gemacht worden.*
*Pah, gemacht*, dachte Ina verächtlich, während sie unwillkürlich auf ihr eigenes Spiegelbild in der dunklen Handyoberfläche schielte. Ihre eigenen Brüste, ein sportliches, aber festes C-Körbchen, wirkten daneben fast kindlich. Natürlich. Aber eben auch… unauffällig.
Ein *Pling* riss sie aus ihren Gedanken. Eine Nachricht von Debora. Ina öffnete den Chat und ihr Herz zog sich ein wenig zusammen. Es war ein Foto, aufgenommen in der Umstandsmodenabteilung eines teuren Kaufhauses. Debora strahlte in die Kamera, eine Hand schützend auf ihrem kleinen, aber schon deutlich sichtbaren Babybauch. Sie trug ein enges, gestreiftes Kleid, das ihre durch die Schwangerschaft angeschwollenen Brüste zu einer prallen, üppigen Pracht formte. Sie sahen weich, schwer und unglaublich fruchtbar aus.
*Scheiße*, dachte Ina und spürte einen bitteren Stich des Neids. Es war nicht nur die Schwangerschaft. Es waren diese Titten. Deboras Brüste waren eine natürliche Verheißung, Lexys eine künstliche Provokation. Und ihre eigenen? Sie waren einfach nur… da. Kanonenfutter im großen Spiel der Verführung.
Dieser Gedanke fraß sich tiefer. Es ging nicht nur um die Blicke der Männer hier im Club. Es ging um Berlin. Um das Ministerium. Sie sah die selbstgefälligen Gesichter vor sich. Kessler, der sie wie Luft behandelte. Dr. Richter, dessen Augen immer einen Tick zu lange auf ihrem Hintern verweilten, wenn sie sich über einen Aktenschrank beugte. Sie waren die Könige in ihrem grauen Reich, und sie war nur eine kleine, unsichtbare Anwärterin. Aber was wäre, wenn sie nicht mehr unsichtbar wäre? Was, wenn sie eine Waffe hätte, gegen die kein noch so teurer Anzug und keine noch so arrogante Attitüde gefeit war?
*Digge Dinger*, hallte es in ihrem Kopf. Nicht nur groß. Gewaltig. Unübersehbar. Brüste, die Blicke auf sich zogen und den Verstand der Männer ausschalteten.
„Alles klar bei dir, Kleines?“, riss sie eine raue Stimme aus ihren Gedanken. Es war Frank, der Clubchef. Ein stämmiger Mann mit einem väterlichen Lächeln und den Augen eines erfahrenen Geschäftsmannes. Er hatte sich neben sie gesetzt und folgte ihrem Blick, der immer noch auf Lexys protzigem Vorbau lag. „Du starrst auf Lexys Titten, als wolltest du sie ihr abreißen und dir selbst ankleben.“
Ina zuckte zusammen, errötete leicht. „So ein Quatsch.“
Frank lachte leise. „Ich kenne diesen Blick. Du willst nicht nur tanzen, oder? Du willst herrschen.“ Er beugte sich näher zu ihr. „Eine OP ist teuer. Und die Narben… die verraten dich immer.“ Er zögerte kurz, dann zog er eine schlichte, schwarze Visitenkarte aus seiner Brieftasche. Darauf stand nur ein Name und eine Telefonnummer. „Ich habe da was für dich. Experimentelles Zeug. Keine Messer, keine Narben. Aber es ist nicht billig. Und es gibt kein Zurück.“
Die Worte hingen in der Luft. *Kein Zurück.* Genau das wollte Ina.
Am nächsten Wochenende fuhr sie nicht nach Hamburg. Stattdessen folgte sie den Anweisungen am Telefon in ein verschlafenes Dorf irgendwo in der norddeutschen Tiefebene. In einem kleinen, unscheinbaren Laden, der nach Kräutern und alten Büchern roch, traf sie eine junge Frau mit ernstem Blick. Ohne viele Worte überreichte diese ihr einen schlichten, weißen Tiegel ohne Etikett.
„Es ist eine Creme“, erklärte die Frau mit kühler, fast klinischer Stimme. „Ein experimentelles Serum aus einem Schweizer Labor. Es stimuliert das Drüsengewebe zum Wachstum. Zweimal täglich einmassieren. Aber sei gewarnt: Es ist permanent. Und die ersten Wochen tut es weh wie die Hölle.“
Ina nahm den schweren Tiegel. Er fühlte sich an wie ein Versprechen. Der Preis, den sie zahlte, leerte fast ihr gesamtes Erspartes, aber es fühlte sich an wie die beste Investition ihres Lebens.
Die Warnung war keine Übertreibung gewesen. Die ersten Tage waren eine Qual. Sobald die kühle, geruchlose Creme in ihre Haut einzog, begann ein tiefes, ziehendes Brennen in ihrer Brust. Es fühlte sich an, als würden ihre Zellen gewaltsam neu geordnet, als würden tausend winzige Nadeln ihr Gewebe dehnen und zerren. Doch der Schmerz war seltsam berauschend. Er war der Beweis, dass etwas geschah.
Jeden Abend, nach der Arbeit, zelebrierte sie das Ritual. Nackt stand sie vor dem Spiegel in ihrem kleinen Badezimmer und massierte die Creme mit disziplinierten, kreisenden Bewegungen ein. Ihre Brüste waren bereits nach einer Woche geschwollen, die Haut spannte und pochte. Ihre Brustwarzen waren das Epizentrum des Schmerzes und der Lust. Sie waren so extrem empfindlich geworden, dass die bloße Reibung ihrer eigenen Finger auf der wachsenden, pochenden Haut ausreichte, um sie an den Rand des Wahnsinns zu treiben.
Sie schloss die Augen, während ihre Hände über ihre schmerzenden, aber unverkennbar größer werdenden Brüste glitten. Ihre Nippel waren steinhart und dunkelrot. Sie stöhnte leise auf, doch ihre Fantasie war nicht bei einem Liebhaber. Sie war im Ministerium. Sie sah Abteilungsleiter Kessler vor sich, wie er sie mit seinem gönnerhaften Lächeln musterte. In ihrer Vorstellung ließ sie einen Stift fallen. Sie bückte sich langsam, sehr langsam, und spürte seinen Blick auf ihrem Hintern. Doch als sie sich wieder aufrichtete, sah er nicht mehr ihr Gesicht. Sein Blick war wie festgenagelt auf ihrem Dekolleté, das aus einer viel zu engen Bluse quoll. Sein Mund stand leicht offen, ein feuchter Glanz überzog seine Augen.
Dieser Gedanke, diese Machtfantasie, war wie Benzin im Feuer ihrer Erregung. Ihre Finger strichen fester über ihre geschwollenen Brustwarzen. Ein heißer Schauer durchfuhr sie. Das Brennen in ihren Brüsten vermischte sich mit der aufsteigenden Hitze zwischen ihren Beinen. Sie keuchte, als eine Welle der Lust sie erfasste, und kam zitternd und mit einem leisen Schrei zum Orgasmus, die Hände fest auf ihre neuen, wachsenden Waffen gepresst.
Als sie die Augen wieder öffnete und in den Spiegel blickte, lächelte sie. Der Schmerz war noch da, aber er war jetzt ein Freund. Er war der Preis für die Macht. Und sie war mehr als bereit, ihn zu zahlen.
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