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Ina: Der Pakt
Drei Wochen. Drei Wochen des süßen Schmerzes, der sich langsam in ein dumpfes, angenehmes Pochen verwandelt hatte. Ein Pochen, das Ina ständig an die gewaltige Veränderung erinnerte, die sich unter ihrer Haut vollzog. Sie stand in ihrem kleinen, ordentlichen Badezimmer in Berlin-Mitte, nur mit einem knappen Slip bekleidet, und betrachtete ihr Spiegelbild mit einer Mischung aus Unglauben und tiefem, animalischem Stolz.
Ihr sportliches C-Körbchen war Geschichte. An seiner Stelle wölbten sich nun zwei pralle, schwere Kugeln, die bereits ein D-Körbchen mühelos sprengten. Die Haut spannte seidig über der neuen Fülle, durchzogen von feinen, bläulichen Adern, die von der unglaublichen Aktivität in ihrem Inneren zeugten. Ihre Brustwarzenhöfe waren dunkler und größer geworden, die Nippel selbst wirkten permanent halb erregt, als warteten sie nur auf eine Berührung. Sie waren keine unauffälligen Knospen mehr, sondern fordernde, dunkle Kronen auf ihren neuen Machtinsignien.
*Wahnsinn*, dachte Ina und hob ihre neuen Brüste mit beiden Händen an. Sie waren schwer, fest und doch hatten sie eine natürliche Weichheit, die Lexys Silikonkugeln niemals erreichen würden. Sie fühlte sich an wie eine Göttin der Fruchtbarkeit, obwohl sie wusste, dass diese Pracht reinem Kalkül und chemischer Magie entsprang.
Sie griff nach dem weißen Tiegel und massierte die letzte Dosis der Creme für diesen Tag ein. Ihre Finger glitten über die pochende, empfindliche Haut. Die Berührung allein reichte aus, um eine Welle der Hitze in ihren Schoß zu schicken. Sie schloss die Augen und dachte an heute Mittag. Dr. Albrecht Richter, der Staatssekretär, war an ihrem Schreibtisch vorbeigegangen. Sie hatte nur ein schlichtes, aber enges T-Shirt getragen, und sein Blick hatte sich förmlich an ihrem Dekolleté festgesaugt. Er hatte für einen Moment innegehalten, seine Augen verengt, als könnte er nicht glauben, was er da sah. Ein Hauch von Anerkennung, gemischt mit ungeschminkter Gier. Dieser Blick hatte sie den ganzen Tag über feucht gemacht.
Plötzlich riss das schrille Klingeln ihres Handys sie aus ihren Gedanken. Es war eine unbekannte Nummer, aber mit tschechischer Vorwahl. Mit einem unguten Gefühl nahm sie ab.
„Ina? Gott sei Dank!“ Es war Janas Stimme, aber sie klang panisch, gebrochen. Im Hintergrund hörte sie Schreie, unverständliche Befehle auf einer fremden Sprache.
„Jana? Was ist los? Wo bist du?“
„Prag… eine Razzia… die Polizei…“, stammelte Jana. „Sie haben Raimund… sie haben ihn mitgenommen! Wegen Drogen, sie haben was gefunden… Ina, ich weiß nicht, was ich tun soll!“
Ina erstarrte. Das Blut gefror ihr in den Adern. Raimund im Gefängnis in Tschechien? Eine Katastrophe. Ihr Verstand raste. Was sollte sie schon tun? Eine kleine Referendarin im riesigen Getriebe der Bürokratie. Sie hatte keine Macht, keine Kontakte…
Oder doch?
Wie ein Blitz durchzuckte sie der Gedanke an heute Mittag. Das Bild von Dr. Richter, wie er sie anstarrte. Seine Macht war legendär im Ministerium. Er war der Mann, der mit einem einzigen Anruf Dinge in Bewegung setzen konnte, von denen andere nicht einmal zu träumen wagten. Aber jeder wusste auch, dass er nichts umsonst tat.
*Gott, nein. Nicht er*, schoss es ihr durch den Kopf. *Jeder im Ministerium weiß, wie er ist. Die Art, wie er mich ansieht, wenn ich ihm Akten bringe... die Hand, die ‚zufällig‘ meinen unteren Rücken streift, wenn er im engen Flur an mir vorbeigeht... Er wird einen Preis verlangen. Einen hohen Preis.*
Sie lief in ihrer kleinen Wohnung auf und ab, das Herz hämmerte ihr gegen die Rippen. Ihr nackter, neuer Busen wackelte bei jedem Schritt. Sie warf einen Blick in den Spiegel. Sie sah ihre Waffe. Mächtig. Unübersehbar.
*Aber was habe ich für eine Wahl?*, dachte sie verzweifelt. *Jana und Raimund haben mir eine neue Welt gezeigt. Sie haben mir die Augen geöffnet. Ich schulde ihnen das. Ich schulde es ihnen, diese verdammten Dinger endlich zu benutzen.*
Der innere Kampf war kurz, aber heftig. Die Loyalität siegte. Mit zitternden, aber entschlossenen Händen wählte sie die private Nummer des Staatssekretärs, die sie sich vor Monaten für einen „Notfall“ aus einer Akte kopiert hatte.
Es klingelte nur zweimal.
„Richter“, meldete sich seine tiefe, ruhige Stimme, die fast amüsiert klang, als hätte er ihren Anruf erwartet.
„Staatssekretär Richter, hier ist Ina Ferreira. Verzeihen Sie die späte Störung, aber es ist ein äußerst dringender Notfall.“ Ihre Stimme zitterte, aber sie zwang sich, sachlich zu klingen.
Sie erklärte kurz und präzise die Situation in Prag. Die Razzia, die Verhaftung von Raimund, der haltlose Drogenvorwurf.
Am anderen Ende der Leitung war es einen Moment lang still. Ina konnte fast hören, wie er die Informationen abwog, die Hebel der Macht in seinem Kopf sortierte.
„Eine heikle Angelegenheit, meine liebe Frau Ferreira“, sagte er schließlich, seine Stimme kühl und geschäftsmäßig. „Sehr heikel. Aber nicht unmöglich zu lösen.“
Ina schloss die Augen. „Ich wäre Ihnen… unendlich dankbar.“
„Dankbarkeit ist eine schwache Währung“, erwiderte er trocken. Dann eine Pause, die die Luft in Inas Wohnung knistern ließ. „Ich habe übermorgen eine Dienstreise nach Bonn. Sie werden mich begleiten. Buchen Sie sich ein Zimmer in meinem Hotel. Dort besprechen wir die… Gegenleistung.“
Ina schluckte. Das Wort hing wie eine Drohung und ein Versprechen zugleich in der Luft.
„Ich erwarte vollen Einsatz, Frau Ferreira. In jeder Hinsicht“, fügte er hinzu, und die sexuelle Anspielung war so unverhohlen wie ein Schlag ins Gesicht.
„Verstanden, Herr Staatssekretär“, flüsterte Ina.
„Gut“, sagte Richter. „Ich werde die notwendigen Anrufe tätigen. Aber nun gehe ich erst mal in Vorleistung und boxe Ihren Freund da raus.“
*Klick.*
Er hatte aufgelegt. Ina starrte auf ihr Handy, dann wieder auf ihr Spiegelbild. Das Klicken in der Leitung hallte wie ein Urteil in der Stille ihrer Wohnung wider. Ein Urteil, das sie selbst gefällt hatte. Sie war nicht länger nur eine Referendarin. Sie hatte soeben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen.
Ein langsames, triumphales Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. Sie strich über ihre schweren, pochenden Brüste. Sie waren nicht nur Fleisch und Drüsengewebe. Sie waren eine Währung. Ein Schlüssel. Und sie hatte gerade die erste Tür aufgestoßen. Die Dienstreise nach Bonn war nicht nur eine Bezahlung. Es war ihre Aufnahmeprüfung. Und sie war fest entschlossen, sie mit Auszeichnung zu bestehen.
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