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Chapter 23
by
JackTheWolf
Was wird der nächste Tag bringen?
How much is the Fish
Nach einem reichhaltigen Frühstück am Morgen wurde alles für den Tag auf dem Wasser gepackt. Jana kam mir entgegen. Sie hatte sich aus dem Badehaus einen klassischen 60er Jahre Bikini rausgesucht, der ihr sehr gut stand. „Werden wir wieder belegte Brote mitnehmen? Die waren lecker gestern“, fragte Jana als sie mich gegen die Sonne anblinzelte. „Nein, ich habe eine Suppe, die lässt sich wunderbar aus Müslischalen essen, Getränke sind an Bord, wenn dir langweilig wird, dann kannst du dich vorne im Boot hinlegen, da sieht dich niemand, nicht einmal ich, falls du Sonnenbaden willst.“ Jana sah zu mir rüber. „Ein sehr guter Gedanke“, kam von ihr wieder. Nach einem kurzen Crashkurs über die Regeln auf einem Segelboot, hieß es „Leinen Los“ und wir segelten bei einem leichten Wind auf den See hinaus. Ich setzte mir einen Hut auf und setzte mich dann mit freiem Oberkörper und meinen Shorts auf die Ruderbank und lenkte das Segelboot durch die Fluten. „Darf ich mich zu dir setzen?“, Jana kam aus der kleinen Kajüte, sie hatte sich umgesehen. „Natürlich, komm und setz dich zu mir.“ Sie ließ sich neben mir auf die Polster fallen und legte ihre Schultern auf meinen Schoß, ihr Kopf lag auf meiner Brust. Sie trug eine schicke Sonnenbrille, durch die man ihre Augen nicht erkennen konnte. „Schläfst du, oder beobachtest du mich?“, fragte ich sie. „Etwas von beidem, ich fühle mich einfach wohl bei dir“, sagte sie und griff sich meine freie Hand. Das Schöne auf dem Wasser ist, man kann einfach die Seele baumeln lassen, niemand muss reden, keiner muss unterhalten werden, vielleicht eine kleine Melodie, die einem durch den Kopf schwirrt, aber selbst Ohrwürmer sind an solch einem Tag nicht nervend oder störend.
Es war eine gute Stunde vergangen, seit sich Jana zu mir gelegt hatte. „So, du Glanz in meinen Augen, es ist so weit, hier wollte ich die Angel auswerfen, willst du mir helfen?“, fragte ich die Schönheit auf meinem Schoß. „Ja, sicher doch, was kann ich machen?“ Jana sprang auf und ich erklärte ihr, wie man das Segel einholte und den Anker zu Wasser lässt. „Mach du den Anker, wenn ich jetzt sage, dann drückst du auf den orangefarbenen Knopf bis du die Kette hörst“, erklärte ich ihr und ging zum Segel. Schnell peilte ich die Landmarken und als wir den Kirchturm passiert hatten rief ich „Jetzt!“ und Jana ließ den Anker ins Wasser rauschen. Erst platschte es, dann war nur das Klimpern der Kette zu hören, wie sie aus ihrem Loch im Bug in die Tiefe raste. Als die Kette langsamer wurde, sagte ich Jana wieder Bescheid, dass sie den Knopf für die Kette drücken musste. Der Wind erfasste das Segel und schob das Boot in die Kette. Nun musste es schnell gehen, ich kurbelte das Segel rein, so dass wir keine Windlast mehr hatte und der Anker sich nicht losreißen konnte. „So, dein Anker hält, gut gemacht, hier bleiben wir jetzt und werden Poseidon um einen guten Fang bitten.“ Jana grinste frech. „Warum fragen wir nicht Neptun?“, kam ihr Kommentar. „Neptun ist die römische Kopie, der griechische Gott ist das Original, also Poseidon.“ Jana nickte und antwortete: „Ich mag die griechischen Namen eh lieber, Perseus, Aphrodite, Zeus, Odysseus, Achilles, Andromeda. Die Sagen um die Götter und ihre Spiele um und mit der Menschheit.“ Jana ließ ein Seufzer fahren. „Wenn du Lust hast, dann können wir uns ja einen alten Harrihausen-Film ansehen. Du weißt doch wer das ist, oder?“ Ja sicher, der hat die Stop-Motion-Filme gemacht und die Sagenwelt so verfilmt. Alles Handarbeit, kein digitaler Schwindel. Da wir gerade dabei sind, deine Insel, wurden da wirklich mal Filme gedreht oder hattest du nur Spaß an den Kulissen?“ Jana saß nun oben auf dem Dach der Kajüte, ich suchte die Angel zusammen und machte sie fertig. „Kannst du mir eben noch einen Eimer mit Wasser füllen? Vorne in der Bilch ist einer drin, mit einer Leine dran.“ „Was ist ein Bilch?“ Ich musste Lachen. „Sorry, natürlich, die Bilch ist die Klappe vorne in der Spitze.“ Jana sprang auf, sie hatte inzwischen ein T-Shirt übergezogen, und kam mit einem Eimer Wasser wieder. Inzwischen hatte ich auch die Angel im Wasser. „Mit was für einem Köder angelst du?“, fragte Jana. „Ich benutze selbstbebaute Nymphen. Die baue ich aus Federn und bunter Schnur, die werden einfach um den Harken gewickelt. Etwas tiefer kommt noch ein Gewicht, weil die Fische die ich fangen will gerne etwas über dem Grund schwimmen.“ „Interessant, welcher Fisch geht auf so was?“, fragte Jana interessiert. „Felchen heißen die Fische, im Sommer sind sie gut gefüttert, wenig Greten und in Butter gebraten sind sehr lecker. Einer wiegt so 300 bis 400 Gramm, also sollten zwei für uns beide reichen. Dazu habe ich schon Kartoffelsalat im Kühler zuhause, natürlich selbstgemacht nach einem Familienrezept.“ Jana und ich philosophierten noch über Anglerlatein, Zubereitung und Kochrezepte.
Jana zog sich irgendwann dann auf das Sonnendeck zurück und ich blieb beim Angeln im Heck. Als ich zu ihr sah, zog sie sich gerade ihr Shirt über den Kopf. Mir blieb das Herz stehen, sie hatte kein Bikinioberteil mehr an. Ich hatte einen Ausblick auf wunderschöne Brüste. Der Gedanke, nun in Ruhe sterben zu können kam in mir auf. Aber sie war einfach zu jung für mich. Sie würde sicher keinen alten Sack wie mich wollen. Aber so konnte ich zumindest detailreich von ihr träumen.
Ob diese Geschichte so passiert ist?
Alles Fake:
Die nie passierte Geschichte von Jana Azizi
Das war eine Auftragsarbeit für eine Dame, die sich an meinen Geschichten befriedigt hatte. Nachdem sie meine Geschichte immer in den höchsten Tönen gelobt hatte, kam sie dann mit Änderungen, wie sie es lieber hätte. Was ich alles umschreiben sollte, was alles nicht drin sein sollte. Mal unter uns: Wenn man eine Geschichte über eine Sport- und Yellow-Press Reporterin schreiben soll, in der nicht Fußball, Fußballspielende Freunde, Sport, Ausländer und so weiter vorkommen soll, dann ist das schon eine Herausforderung. Hinzu kam, ich kannte die Frau gar nicht. Drei Tage Recherche für den Orkus. Wenn die Geschichte gut ankommt, dann werde ich auch die Mails (anonymisiert) dahinter hängen.
Updated on Jan 20, 2023
Created on Jan 20, 2023
by JackTheWolf
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