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Chapter 4
by
Daemony
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Hitze im Zelt
Sie ging zu ihrem Zelt, ohne zurück zu sehen. Ohne etwas zu sagen. Es gab keine Worte, die ausdrücken konnten, was sie fühlte. Die Nachtluft streichelte lau ihren nackten Oberkörper. Ein Chor von Grillen zirpte laut und gleichmäßig um den See herum – laut genug, um den Klang ihres Herzschlags zu übertönen.
Sie hatte ein Zelt für sich, als einzige im Camp. In ihrer Unterkunft wäre Platz genug für vier, aber man wollte ihr die Privatsphäre lassen. Selbst Pater Georg schlief gemeinsam mit einigen der jungen Männer. Nun, als Carola den Reißverschluss der Zeltklappe öffnete und hineinkroch, fühlte es sich an, als wäre sie von den anderen ausgestoßen worden. Als sei sie eine Fremde, mit der niemand etwas zu tun haben wollte.
Sie starrte an die Decke des Zeltes, wo das Nylon im Nachtwind leicht flatterte. Die Stoffwände leuchteten schwach im Schein des Feuers draußen und warfen sanfte Schatten, die wie Geister hin und her tanzten. Sie legte sich auf die dünne Schlafmatte und atmete aus. Lang. Tief. Aber die Anspannung löste sich nicht. Die Unruhe blieb. Das war gut so, entschied sie, so fühlte sie sich lebendig. Lebendig wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
Was zum Teufel habe ich gerade getan? Aber diese Frage war nicht schamerfüllt. Stattdessen erzeugte sie ein leichtes Kribbeln. Ein wenig Stolz. Sie kicherte in sich hinein. Alle hatten zugesehen. Für einen Moment war sie die Flamme gewesen, die das Camp erhellte. Der Mittelpunkt, um den alles kreiste. Diejenige, die nicht ignoriert werden konnte. Nicht mehr die Frau im Hintergrund, die Kuchen für den Schulbasar buk und das Protokoll des Elternabends schrieb. Nicht die Mutter. Nicht die Aufsichtsperson. Sie hatte etwas ausgezogen – und damit die Blicke aller angezogen.
Die Jungs, dachte sie mit einem Lächeln, hatten gar nicht mehr wegsehen können. Noah hätte fast seine Zunge verschluckt. Markus hatte beeindruckt gewirkt. Aber die beiden waren ihr nicht wirklich wichtig. Wichtig war er.
Carola schloss die Augen. Georg hatte es gesehen. Sie wusste es. Sie hatte es in ihrem Rücken gespürt. Er hatte sie nicht aufgehalten. Nicht gerufen. Er war nicht gekommen, um ihr etwas zu reichen, mit dem sie sich bedecken sollte. Er hatte nur zugesehen ... still. Konzentriert. Wie ein Mann.
Eine langsame Wärme breitete sich in ihrem Bauch aus. Sie kannte das Gefühl. Es war keine Sorge. Keine Verlegenheit. Es war - Erregung.
Sie rutschte unruhig auf der dünnen Decke hin und her und war sich plötzlich ihres Körpers sehr bewusst – der Weichheit ihrer Schenkel, der Härte ihrer Brustwarzen. Ihre Hand strich über ihren Bauch nach unten, erreichte den Bund ihrer Shorts und verharrte dort, ihre Fingerspitzen tasteten gedankenverloren nach dem Knopf.
Würde er kommen? Der Gedanke schwebte im Zelt wie ein Gespenst. Halb Hoffnung, halb Angst.
Nein. Sicher würde er das nicht tun. Er war ein Priester. Er war die Aufsichtsperson. Er trug Verantwortung. Er musste Vorbild sein.
Ohne bewusst darüber nachzudenken, öffnete sie ihre Hose, streifte sie nach unten über die Füße. Den Slip gleich mit. Es fühlte sich gut an, so im Zelt zu liegen. Ohne Kleidung. Ohne Zwänge. Frei.
Sie spreizte die Beine. Ihre Hände fanden den Weg von allein. Sie stöhnte leise, als sie feststellte, wie nass und empfindlich sie war. Eigentlich hatte sie es nicht nur geahnt, sondern schon gewusst. Aber die Bestätigung fühlte sich besser an, als sie geahnt hatte. Langsam begannen ihre Finger zu kreisen, zu berühren, zu umschmeicheln.
Was, wenn Georg hereinkäme und sie so sähe? Der Gedanke traf sie wie ein Schlag vor den Kopf. Sie verdrehte die Augen und musste sich auf die Lippen beißen, um nicht laut zu werden.
Nein, rief sie sich zur Ordnung, er würde nicht kommen.
Aber wenn doch ...
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Zelten mit Georg
Eigentlich war sie die Aufsichtsperson
Nach einen unerfreulichen Vorfall im letzten Jahr beschloss die Schulleitung, dass beim traditionellen Zeltlager der Abschlussklasse immer mindestens zwei erwachsene Aufsichtspersonen anwesend sein müssen, ein Mann und eine Frau. Dieses Jahr sind es Pater Georg, Religionslehrer, katholischer Priester Mitte 40, und Carola, Elternbeirätin, Hausfrau und Mutter Ende 30. In der ersten Nacht, größtenteils unter dem Einfluss von , den sie nicht gewohnt ist, „benimmt sich Carola daneben“. Nachdem alle eingeschlafen sind, besucht Pater Georg Carola in ihrem Zelt, um ihr ins Gewissen zu reden.
Updated on Aug 1, 2025
by Daemony
Created on Jul 24, 2025
by Daemony
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