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Chapter 4 by Don Corleone Don Corleone

Was plant der Chef?

Geheime Wünsche und andere Peinlichkeiten

Kapitel 4 – Der Anruf, der **** ließ

Noch während Lina versuchte, ihren Atem wiederzufinden – ein zitterndes, flaches, beinahe fieberhaftes Atmen, das sich anhörte, als hätte jemand unsichtbar die Hand um ihre Rippen gelegt und leicht zugedrückt – griff Herr König schon nach seinem Telefon, vollkommen ruhig, vollkommen selbstverständlich, als wäre es das Normalste der Welt, dass er genau in diesem Moment, während sie in ihrem Stuhl zusammensank und der Boden unter ihr schwankte, einen Anruf tätigte, der ihre Knie endgültig weich werden lassen würde.

Er drückte eine Kurzwahltaste. Das Display leuchtete auf. „Gebäudereinigung – interne Hausabteilung.“

Lina schnappte leise nach Luft, weil ihr Körper auf diesen einen Begriff reagierte wie auf eine heiße Nadel, die sich direkt in die zarteste Stelle ihrer Fantasie bohrt. Sie wollte etwas sagen, ihn stoppen, bitten, aufhalten, irgendetwas – aber ihre Stimme war wie eingesperrt, ein lautloses Wesen in ihrer Kehle, das nicht herausfand.

„König hier,“ sagte er, streng, sachlich, souverän, „ich benötige eine sofortige Materialzustellung ins Büro 3.12.“

Lina blinzelte heftig. Materialzustellung? Nein. Nein, das konnte er nicht meinen. Nicht so. Nicht jetzt.

„Ein komplettes Set,“ fuhr er fort, und während er sprach, sah er sie an, mit diesem ruhigen, völlig beherrschten Blick, der ihr das Gefühl gab, nicht eine selbstständige Maklerin, sondern ein Objekt zu sein, dessen Reaktion er mit exakt gesetzten Worten auslösen konnte. „Ja, genau. Kittel, Schürze, Haarnetz, Gummischuhe, Handschuhe… alles.“

Linas Herz rutschte schlagartig in ihren Unterleib und begann dort zu toben, unruhig, schmerzhaft, erregend. Er machte eine Kunstpause. Eine, die für sie war. „Handschuhgröße…“ Er drehte sich leicht zu ihr, nur den Kopf, und hob eine Augenbraue. „Frau Berger? Welche Größe tragen Sie denn?“

Sie erstarrte und spürte, wie ihre Wangen brannten, wie ihr Atem stockte, wie die Worte sich weigerten, ihren Mund zu verlassen, und gleichzeitig ihr ganzer Körper schrie, dass er sie zum Sprechen zwingen sollte, weil genau dieser Moment – dieser entwürdigende, dieser lächerlich intime, dieser unendlich peinliche Moment – das war, wovon sie heimlich seit Jahren geträumt hatte.

„S…“, presste sie fast lautlos heraus, kaum hörbar, wie ein Geständnis, das nicht für die Welt, sondern nur für ihn bestimmt war.

„S“, wiederholte er nüchtern ins Telefon, ohne ein Zucken im Gesicht.

Lina hätte auf der Stelle im Boden versinken können, und gleichzeitig drückte die Hitze zwischen ihren Schenkeln so unbarmherzig nach oben, dass sie fürchtete, wenn sie die Beine nur ein wenig auseinander bewegte, würde etwas überlaufen, das sie nie wieder erklären könnte.

„Gut. Bringen Sie das Set bitte innerhalb der nächsten Minuten vorbei. Danke.“

Er legte auf. Es war still. Eine Stille, die vibrierte. Lina saß da wie jemand, der gerade ein Urteil erhalten hat – eines, das nicht ausgesprochen wurde, aber unausweichlich war.

„Sie sehen blass aus, Frau Berger“, sagte er, beinahe mild. „Ist Ihnen unwohl?“ Unwohl.

Ein Wort, das so harmlos war, und doch traf es sie mitten in ihr brennendes, pochendes Zentrum. Sie nickte schwach, und gleichzeitig fühlte sie, wie etwas Warmes sich tief in ihr zusammenzog – ein unkontrollierbarer Reflex, der so beschämend war, dass sie ihren Blick senkte.

„Das legt sich gleich“, sagte er menschenfreundlich, und genau dieses Tonfall – fürsorglich, aber in Wahrheit ein Netz aus Stahl – machte es schlimmer.

Es klopfte, ein rasches, festes, eindeutig routiniertes Klopfen, das jede Sekunde der Stille in Linas brennendem Körper sprengte, und ehe sie auch nur Luft holen konnte, um irgendeine Fassung vorzutäuschen, öffnete sich die Tür bereits einen Spalt und eine Frau Mitte vierzig steckte den Kopf hinein, dunkles Haar streng nach hinten gebunden, ein Gesicht, das vom Leben mehr gesehen hatte als jedes Exposé, und auf ihrem Namensschild, das an der blauen Arbeitsjacke hing, stand: “Marija Petrova – Reinigung.”

„Herr König?“, fragte sie mit leichtem Akzent, ruhig, professionell, „ich bringe das Material.“

Lina spürte, wie ihr Körper zusammenzuckte, ein unkontrollierbarer Reflex, der sich tief durch ihre Oberschenkel fraß, während König sich mit einer vollkommen natürlichen Selbstverständlichkeit erhob, als hätte er gerade keine Grenzüberschreitung orchestriert, sondern lediglich Büromaterial bestellt, und mit einem gelassenen Nicken antwortete: „Ja, kommen Sie ruhig rein, Frau Petrova. Stellen Sie es kurz hier ab.“

Marija trat ein, und mit jedem leisen Schritt ihrer rutschfesten Gummisohlen schien Linas Herz tiefer in ihren Unterleib zu rutschen; der Geruch von frischer, kalter Putzmittelluft klebte an ihrer Kleidung, und der weiße Plastikbeutel, den sie brachte, raschelte viel zu laut im Raum, als würde er die Wahrheit ihres Fetischs öffentlich verkünden.

„Was… ähm… für wen ist das?“, fragte Marija freundlich, aber sichtlich verwirrt, während ihr Blick zwischen König und Lina hin- und herwanderte, und genau in diesem Augenblick wünschte sich Lina, dass die Wände sie verschluckten, dass sie schrumpfte, verdampfte, starb vor Scham – und gleichzeitig pulsierte die Feuchtigkeit in ihrem Slip so heftig, dass es beinahe wie ein pochender Schlag war, der sich gegen den Stoff drückte.

König lächelte höflich.

Ein höfliches Lächeln, das sich für Lina wie ein sadistischer Finger anfühlte.

„Für sie,“ sagte er ruhig und deutete mit einer eleganten, minimalen Handbewegung direkt auf Lina, die zusammensank wie eine Schülerin, die beim Spicken erwischt wurde.

Marija blinzelte, überrascht, verunsichert, ihr Blick wanderte langsam über Linas teures Etuikleid, über ihre glatten Haare, über das makellose Bild einer Frau, die offensichtlich nichts mit einem Putzkittel zu tun hatte, und gerade dieses stille Abtasten ließ Lina innerlich aufschreien, denn sie stellte sich vor, wie sie in wenigen Minuten in einem solchen Kittel vor dieser Frau stehen würde und Marija sich denken müsste, wie absurd fehl am Platz sie wirkte.

„Äh… wirklich?“, fragte Marija, langsam, vorsichtig, mit einem Tonfall, der eigentlich sagen wollte: Das ergibt keinen Sinn.

Marija blieb einen Moment zu lange stehen, so lange, dass man die Verwirrung in ihrem Blick beinahe greifen konnte, denn ihr Gesicht zeigte dieses typische Zögern einer Frau, die seit zwanzig Jahren Flure, Büros und Menschen sieht und sofort spürt, wenn eine Situation nicht normal ist, und gerade dieser instinktive Zweifel, dieses stille Was geht hier vor?, kroch wie ein heißer Pfeil in Linas Unterleib und ließ ihre Kehle so eng werden, dass sie kaum noch Luft bekam.

„Ach so…“ murmelte Marija, langsam, ****, als würde sie prüfen, ob sie die Worte richtig verstanden hatte, und dann glitt ihr Blick ein zweites Mal über Lina, diesmal deutlich länger, und Lina sah es — sah, wie die Putzfrau unabsichtlich einen Hauch von Verwunderung zeigte, als könne sie sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese elegant gekleidete, streng wirkende Maklerin irgendetwas mit einem Putzset anfangen sollte, und dieser Blick, dieser ungeschützte Moment reiner, ehrlicher Irritation, traf Lina wie ein Schlag aus blanker Scham und unbändiger, tiefer, zitternder Erregung, die sich heiß durch ihren Unterleib schraubte.

„Gut,“ sagte Marija schließlich, unsicher lächelnd. „Dann… äh… wünsche ich viel Erfolg.“

Lina hätte schreien können. Oder weglaufen. Oder sich sofort unter dem Tisch verkriechen. Doch ihr Körper blieb wie festgenagelt sitzen, während König mit einem ruhigen, fast freundlichen Nicken die Übergabe beendete und Marija den weißen, knisternden Plastikbeutel auf den Besprechungstisch stellte; die Handschlaufen des Beutels schaukelten noch leicht nach, als sie die Finger löste, und das leise Plastikrascheln klang für Lina wie das Aufreißen eines Vorhangs, hinter dem ihr Abgrund wartete.

„Soll ich sonst noch etwas bringen?“, fragte Marija, und diesmal schwang echte Verunsicherung in ihrer Stimme, weil sie spürte, dass irgendetwas nicht stimmte, doch nicht wusste, wohin mit dieser Ahnung. König lächelte höflich. Ein Lächeln, das jede Spur von Bedenken zerdrückte. „Nein, danke. Das ist alles.“

Marija nickte, drehte sich halb zur Tür – doch ein Reflex ließ sie noch einmal stehen bleiben, noch einmal zurückschauen, direkt in Linas Augen, und dieser Blick, dieser kurze, völlig authentische Moment eines fremden Menschen, der sie ansah und nicht verstand, was hier geschah, war so durchdringend, dass Lina spürte, wie ihre Wangen vor Hitze fast schmerzten und gleichzeitig ein feuchter, heißer Puls zwischen ihren Schenkeln pochte, der ihr das Atmen erschwerte.

„Wirklich alles in Ordnung, Frau Berger?“, fragte Marija leise, beinahe warm, beinahe besorgt.

Und dieses sanfte, menschliche Fragen — ausgerechnet von einer Putzfrau — war der endgültige Stich, der Lina innerlich zusammenbrechen ließ, denn der Gedanke, dass diese Frau in wenigen Minuten wissen würde, dass der Kittel, die Schürze, die Gummischuhe für sie bestimmt waren, war so unendlich peinlich, so tief erniedrigend, so unaufhaltsam erregend, dass sie nur ein heiseres, gebrochenes „Ja…“ herausbrachte, das kaum mehr als ein Hauch war.

Marija lächelte unsicher, aber freundlich, und verließ schließlich den Raum, und als sich die Tür hinter ihr schloss, fiel die Stille wie ein schweres Tuch über sie, ein Tuch, das jede Flucht unmöglich machte und nur die Wahrheit übrig ließ:

Sie war jetzt allein mit König. Und dem Beutel. Und ihrer eigenen, unkontrollierbaren Erregung. König wartete einen Moment, ließ die Stille anschwellen, ließ sie so groß werden, dass Lina fast darunter zerbricht, dann ging er langsam zum Tisch, nahm den Beutel auf, ließ ihn einmal in seiner Hand schaukeln und sagte mit einer Stimme, die gleichzeitig sachlich und vernichtend war:

"Sie wissen, was jetzt kommt, oder?"

Gehts jetzt endlich los?

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