Hat es denn geholfen?

Es war extrem effektiv

Chapter 218 by Hentaitales Hentaitales


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Steffen sah sie einen Moment lang stumm an. "Das eben war nur gespielt?"

"War es", gab Dao zurück. "Du hast doch gesagt, es ist okay, wenn ich etwas improvisiere."

"Aber doch nicht so!" Steffen atmete tief durch. "Das hier war scheißriskant. Wenn wir Glück haben, kommt unser Herr Doktor jetzt wirklich ins Grübeln. Aber wenn wir Pech haben, macht er jetzt vollkommen zu, damit er nichts mehr von sich gibt, das einen von uns die Beherrschung verlieren lässt. Dann war's das mit den sanften Verhörmethoden."

Dao schien einen Moment zu zögern, ehe sie antwortete. "Und was werdet ihr dann mit ihm tun?"

Aber Steffen drehte sich in Richtung Keller um. "Geh zu den anderen", sagte er. "Ich schaue mal, wie unsere Chancen so stehen."


Glücklicherweise schien Daos Psychotrick tatsächlich gezogen zu haben: Als Steffen wieder aus dem Keller zurückkam, konnte er berichten, dass Dr. Arnim tief erschüttert gewesen war, und dass er sich bereit gezeigt hatte, sie bei weiteren Aktionen gegen das Forschungsprogramm zu unterstützen. Er konnte ihnen Namen von anderen beteiligten Wissenschaftlern nennen, und er wusste auch, wo das "Transfinium" aufbewahrt wurde, das für die Experimente benutzt wurde. Allerdings war das nicht wirklich eine gute Nachricht.

"Es ist in der 'Shangri-La'-Orbitalstation", erklärte Steffen. "Das macht den Zugriff, gelinde gesagt, knifflig."

"Shangri-La, das ist doch dieses Weltraumprojekt", sagte Lorena. "Schicken die jedes Mal eine Rakete hoch, wenn sie etwas von dem Material brauchen?"

Tom schüttelte den Kopf. "Shangri-La ist das Forschungsprojekt für den Orbitalaufzug, eine Kooperation mit der amerikanischen Space Force. Die haben quasi eine Art Fahrstuhl, der von einer Basis in Indonesien aus direkt hoch ins Weltall geht, zu einer Raumstation in einer nahen Erdumlaufbahn. Wobei 'Umlaufbahn' das falsche Wort ist; Shangri-La bewegt sich nämlich relativ zur Erde nicht vom Fleck. Darum konnte man auch überhaupt erst einen Fahrstuhl dorthin bauen."

Lorena schien ihrem Gesichtsausdruck nach etwas Schwierigkeiten zu haben, sich das ganze vorzustellen. "Also gut", sagte sie schließlich, "dann stellt sich wohl die Frage, wie wir da hoch kommen."

"Gar nicht", gab Pandora zur Antwort. "Ich hab mich zwar noch nie mit Projekt Shangri-La beschäftigt, aber wenn das Ding in Zusammenarbeit mit den Amis betrieben wird, dann gibt's da kein Reinkommen. Nicht mal für einen wie Viktor. Die Amis vertrauen bei ihren militärischen Projekten komplett auf automatische Zugangskontrolle, und wir reden hier von Multi-Faktor-Authentifizierung - Zugangschip plus Retinascan plus Stimmerkennung. Und das ist bei so einer Anlage garantiert ein geschlossenes Netzwerk; wenn ich die hacken will, müsste ich vorher selbst an einen der Knoten rankommen, und die liegen innerhalb des Geländes."

"Wir müssen ja nicht durch die Zugangskontrolle", gab Viktor zurück. "Ich kann einfach ein Loch in den Zaun schneiden, und niemand wird das für ungewöhnlich halten."

Aber Tom lachte nur. "Viktor, du musst in den Aufzug selbst kommen", sagte er. "Der hat nur eine Zugangstür. Da willst du kein Loch reinschneiden - wenn du es überhaupt könntest - sonst kannst du mal sehen, wie du in 35 Kilometer Höhe ohne Sauerstoff und bei minus hundert Grad zurechtkommst."

Seltsamerweise schien Pandora hier ins Nachdenken zu geraten. "Warte - vielleicht ist das doch nicht so unmöglich", warf sie ein. "Wenn Viktor tatsächlich irgendwie auf das Gelände kommen und mich dabei mitnehmen kann, krieg ich eventuell den Aufzug für ihn auf. Also, zumindest theoretisch. Wenn ich rauskriege, wie die Systeme konfiguriert sind... Aber die Info wird nicht auf irgendwelchen öffentlich zugänglichen Servern liegen, auch die wird in einem Intranet sein; wenn das über die DWA zumindest mitbeauftragt wurde..." Sie wurde leiser und leiser und murmelte schließlich nur noch vor sich hin.

"Alles okay, Pandora?" Steffen sah irritiert zu ihr. "Nimm uns mal mit in deine Gedankengänge rein."

"Also-" Pandora blickte noch einen Moment vor sich hin und sah dann auf. "Passt auf. Ich weiß zwar nicht wirklich über Shangri-La. Aber vielleicht ist es doch irgendwie machbar, da reinzukommen. Ich muss bei denen auf dem Gelände an die Server rankommen, dann kann ich mich da einklinken und dafür sorgen, dass jemand die automatische Zugangskontrolle passieren kann. Wir müssen zwar genau planen, wie ich da rankomme - und wie ich wieder rauskomme, ne Selbstmordmission mache ich nämlich nicht mit - aber im Prinzip ist es machbar."

Steffen sah sie an. "Was brauchst du dafür?"

Pandora musste nicht lange überlegen. "Erstens eine Menge Geld, für gute Lagepläne von dem ganzen Gelände und einen neuen Rechner mit der richtigen Power zum Hacken von militärischer Infrastruktur. Zweitens, die genaue Konfiguration von den Servern auf dem Gelände, damit ich keine Stunden damit verbringe, nach den Kontrollen für den Weltraumaufzug zu suchen. Die kann ich leider nicht kaufen. Die müsst ihr mir besorgen."

"Und woher?" wollte Tom wissen. "Wer kennt die denn?"

"Die Firmen, die sie gebaut haben", gab Pandora zurück. "Und wenn ihr wissen wollt, wer das war, müsst ihr die Ausschreibungsunterlagen besorgen, die damals dafür angelegt wurden. Die sind im Verteidigungsministerium, Unterabteilung Deutsche Weltraum Agentur."

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Geht es also mal wieder in ein Ministerium?

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