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Ein Foto geht an die richtige falsche Person
Sandra kam nicht dagegen an. Sie saß zu Hause auf der Couch, die Infrarotlampe warm auf Bauch und Schoß, und hörte eine Geschichte über ein Paar in einer Fernbeziehung, die furchtbar schiefgegangen war, weil einer die Bilder weitergeleitet und seine Freundin ausgestellt hatte. Die Stimme war dieselbe wie immer. Warm. Dann dreckig. Irgendwie erkannte Sandra sich darin wieder. Ihr Ex. Als wäre das Stück auf sie zugeschnitten.
Die Frau in der Geschichte schickte ein Foto, das nur einmal zu sehen war. Der Mann speicherte es trotzdem. Freunde sahen es. Ein Verein sah es. Die Frau begriff es erst, als man sie auf der Straße anders ansah. Sandra hatte die Hand schon zwischen den Beinen, bevor der erste Verrat in der Geschichte passierte. Die Muschi war seit dem Waxing nackt. Kein Haar störte. Die Schamlippen lagen seidig und leicht geschwollen unter den Fingern. Ein kleiner Schubs, und die Nässe kam. Der Kitzler schob sich vor, dick, empfindlich, zu leicht zu finden. Sandra strich auf und ab und konnte nicht aufhören. Die andere Seite in ihrem Kopf war Peter. Sie wollte sich ihm hingeben. Er zeigte so wenig sexuelles Interesse. Keine Frage, sie erregte ihn. Die Hose am Flur. Die Hose in der Sauna. Die zitternden Hände am Fenster. Warum machte er nicht den nächsten Schritt. Sie musste mutiger werden.
Sandra nahm das Handy, stellte ein Bein auf die Lehne und machte ein Foto von ihrer haarlosen Muschi. Das helle Licht der Lampe lag genau im Spalt. Die inneren Lippen waren sichtbar, feucht, ein Stück weit offen. Der Kitzler glänzte, vielleicht ein wenig überbelichtet. Kein Gesicht. Nur der Schoß, nah, eindeutig.
Dann schrieb sie.
Liebe Silke, danke für den tollen Tipp mit dem Waxing. Ich war heute da. Das Ergebnis ist wunderbar geworden. Es ist, wie du sagst, alles total empfindlich. Ein kleiner Schubs, und schon werde ich erregt, und bin ich erst einmal feucht, kommt der Kitzler dazu. Auch wenn man es anfasst, ist es seidig glatt. Du hast nicht übertrieben.
Danach das Foto. Einmalansicht.
Anstelle von Silke wählte sie Peter aus.
So blieb sie in seinem Kopf, ohne dass er sie für eine Schlampe halten musste. Freundinnen schrieben sich so etwas doch öfter. Und weil er es sich nur einmal angucken konnte, war es danach wieder weg.
Sie schaute auf die Nachricht. Sollte sie senden.
Dann keine Reaktion. Die Stunden liefen. Das Häkchen blieb stehen oder wurde gelesen und dann Stille. Sandra schob zwei Finger in die glatte, nasse Muschi und rieb den Kitzler mit der anderen Hand. Sie war ihm egal. Oder er mochte sie nicht. Die Scham lag schwer auf der Brust. Die Demütigung war es, die sie über den Punkt brachte. Sie stellte sich vor, wie er das Foto öffnete, einmal hinsah, die Stirn runzelte und das Handy umdrehte. Kein He. Kein Satz. Sie war eine Nachricht zu viel. Die Hüfte stieß gegen die Finger. Der erste Orgasmus kam klein und gemein, ein Zucken um die Knöchel, Nässe auf der Hand.
Danach der Gedanke Falscher Absender. Das sollte bestimmt an Silke. Peter schrieb das, höflich, kalt, und leitete weiter oder zeigte es Silke. Sandra malte sich aus, wie Silke das Foto auch hatte und bei ihr nicht gelöscht wurde. Was dachte sie. Lästerte sie gerade mit ihm über sie. Die Neue aus Köpenick schickt dem Vermieter die Fotze. Typisch. Sandra stöhnte in das Kissen. Drei Finger. Der nasse Laut war deutlich. In dieser Fantasie saßen Peter und Silke über ihrem Bild. Silke lächelte zu breit. Peter wurde rot und schaute trotzdem. Die Demütigung fraß sich in den Kitzler. Sandra kam härter, die Beine weit, die haarlosen Lippen offen um die Finger, ein Stoß Luft aus dem Hals.
Dann das war nicht nett. Du kannst nicht einfach solche Fotos schicken. Ich habe fast einen Herzinfarkt bekommen. In ihrem Kopf blieb der Satz nicht bei dem Vorwurf. Dahinter lag der Schwanz, der in der Hose sofort hart wurde. Dahinter lag eine sexuelle Antwort. Ein Bild von ihm. Ein Satz, der nicht vermietet klang. Komm her. Zeig das noch einmal. Ich will das nicht nur einmal sehen. Sandra rieb den Kitzler ohne Schonung, die freie Hand an der Brustwarze, fest, ziehend. Sie stellte sich vor, wie Peter das Foto aufzog, die Eichel gegen den Stoff pochte, er in der anderen Hand wichste und ihr schrieb, während er kam. Ihr Orgasmus in dieser Version war unglaublich. Die Hüfte bockte die ganze Zeit. Der Rücken löste sich von der Couch. Die Muschi zog sich krampfhaft zu, öffnete sich, zog sich wieder zu. Nässe lief über den Po auf den Bezug. Sie stöhnte seinen Namen und kam so lange, dass die Stimme im Hörspiel schon beim nächsten Verrat war.
Drei Alternativen. Dreimal die Hand in der glatten Spalte. Dreimal über den Punkt.
Keine Reaktion: Scham. Weiterleiten: Demütigung. Seine Antwort: Lust, die den Körper durchwarf.
Sandra lag nass unter der Lampe und sah das ungesendete Foto. Die Schamlippen auf dem Display waren noch immer offen. Auf der Couch waren sie es auch.
Ein Orgasmus wie der letzte war das Risiko wert.

Senden.
Das Handy machte den kurzen Ton. Unterwegs. Zugestellt.
Sandra ließ das Gerät auf die Brust fallen und hielt die Finger still in sich, als könne Bewegung die Nachricht zurückholen. Zwischen den Beinen pochte es weiter. Die haarlose Haut war so empfindlich, dass selbst die ruhende Hand zu viel war. Sie zog die Finger heraus. Ein glänzender Faden blieb. Das Foto existierte jetzt in Peters Handy. Einmalansicht. Vielleicht.
Die Geschichte in den Kopfhörern erzählte weiter, wie Bilder wanderte. Sandra hörte zu und hörte nicht zu. Sie sah auf das Display und wartete darauf, dass eine der drei Versionen wahr wird.
Es kam anders.
Peter las die Nachricht im Büro an seinem PC. Whatsapp war mit dem PC verbunden weil er das auch für die Arbeit nutzte. Das Bild saß im Cache, scharf, speicherbar, zoombbar.
Zuerst das Textfeld. Liebe Silke. Danke für den Tipp. Waxing. Empfindlich. Ein kleiner Schubs. Kitzler. Seidig glatt.
Dann das Bild.
Einmalansicht. Trotzdem einmal zu viel.
Er sah eine haarlose Muschi in hartem Licht. Die äußeren Lippen glatt, die inneren ein Stück weit offen, feucht, der Kitzler frei und glänzend. Kein Gesicht. Kein Zweifel, wessen Schoß das war. Er hatte diesen Schritt unter einem Rock gesehen, in einer Sauna, hinter Glas. Jetzt lag er auf seinem Display, nah, absichtlich.
Peter wurde rot bis in den Hals. In der Hose wurde der Schwanz sofort hart. Der Schaft drückte gegen den Stoff. Er drehte sich zur Wand des Rohbaus, als könnte jemand den Stand sehen. Ein Vermieter bekam so etwas nicht von einer Mieterin. Ein anständiger Mann öffnete das nicht ein zweites Mal. Peter öffnete es trotzdem, so lange die Einmalansicht hielt, und begriff in derselben Sekunde, dass das nie für Silke gedacht gewesen war. Eine dumme Ausrede. Ein Brief an die falsche Schublade, mit Absicht.
Er wollte sie ein wenig ärgern. Er wollte, dass sie zugab, das Foto sei für ihn und speichert er.
Er tippte, löschte, tippte wieder.
"Ähm. Falscher Empfänger? "
Die Antwort kam schnell.
"Sry. Das sollte an Silke."
Sie starrte auf die drei Buchstaben, die sie schon abgeschickt hatte. Sry. Das sollte an Silke. Zu kurz. Zu dünn. Ein Kind, das den Deckel auf den Topf drückt und hofft, das Kochen höre auf. Er hatte geschrieben, sowas schicke man doch nicht einfach jemandem, und in dem Satz lag alles, wovor sie gerannt war. Schlampe. Wieder. Offen. Nackt. Absichtlich. Ein Foto ohne Gesicht.
"Sowas schickt man doch nicht einfach jemandem", schrieb er.
Die Finger zitterten über der Tastatur. Zwischen den Beinen pochte die Stelle noch, an der die Finger gewesen waren, als sie abgeschickt hatte. Empfindlich. Seidig. Der kleine Schubs, den sie selbst in den Text geschrieben hatte, als wäre das eine Rezension und kein Geständnis. Sie hätte das Gerät fallen lassen sollen. Sie hätte löschen sollen. Sie hätte nie den Auslöser drücken dürfen, nur weil die Geschichte in den Kopfhörern von Bildern erzählte und ihr Körper dachte, Mut sei dasselbe wie Nässe.
Er hält mich für eine Schlampe, dachte sie. Er muss. Was sonst sieht ein Vermieter, wenn nach der Tür und nach der Sauna und nach dem Rock plötzlich eine haarlose Muschi in hartem Licht auf dem Handy liegt. Kein Hallo. Kein Witz. Nur Danke für den Tipp. Waxing. Kitzler. Seidig glatt. Sie hörte sich selbst und wurde heiß vor Scham. Das klang nicht nach Versehen. Das klang nach Angebot. Nach Schau her. Nach nimm.
Sie wollte retten. Irgendetwas. Eine Erklärung, die das Bild zurück in den Salon schob, zu Silke, zum Sonderprogramm, zu den fünfundzwanzig Euro, zu der Frau mit dem Kittel, die gesagt hatte, Rezension macht es günstiger. Material selbst zahlen. Foto als Beweis. Ganz normal. Ganz unschuldig. Frauen machen das. Freundinnen machen das. Silke hat es empfohlen. Silke ist die beste Freundin ever. Silke kriegt den Tipp, nicht er. Nicht der Mann, vor dem sie rot wird. Nicht der Mann, den sie nackt sehen will.
"Doch doch, kam es zurück. Das ist, weil sie mir das empfohlen hat und wegen dem ähm Sonderprogramm." Sie wiederholte die Lüge und macht es noch schlimmer.
"Wenn man eine Kundenreszission schreibt bekommt man die Behandlung günstiger. Man muss noch das Material bezahlen."
Die Lüge war schon draußen und reichte nicht. Sie fühlte, wie dünn sie war. Kundenrezension. Behandlung. Günstiger. Wer schickt dafür den offenen Schritt, den glänzenden Kitzler, die inneren Lippen, die sich nicht mehr schließen ließen. Wer schreibt Kitzler in denselben Satz wie Danke. Sie presste die Schenkel zusammen und spürte den Faden, der noch an den Fingern klebte. Der Körper verstand die Rettung nicht. Der Körper war noch im Foto. Der Körper wollte, dass er es behielt. Der Kopf wollte, dass er es vergaß.
Nicht Schlampe. Nicht wieder. Nicht wie früher, wenn Bilder wanderten und Gesichter hinterherkamen. Diesmal hatte sie selbst geschickt. An ihn. Peter schloss die Augen. Ausbildungsprogramm. Rezension. Ein Foto von ihrer offenen, nassen Spalte. Er hätte lachen können, wenn der Schwanz nicht so schwer in der Hose gelegen hätte.
Er schrieb: "Wie mutig von dir, das zu teilen."
Sie: "Ja. Ich bin da nicht so."
Panik machte sie plump. Sie merkte es und konnte nicht anhalten. Ein Satz sollte das Bild in eine Dienstleistung verwandeln. In Hygiene. In Freundschaft. In Geld sparen. Nicht in sie, nass, glatt, bereit, auf dem Rücken unter der Lampe, die Beine offen für einen Mann, der rot wurde und trotzdem hinsah. Sie wollte schreiben, dass sie nicht so sei. Dass sie schüchtern sei. Dass das Waxing nur Pflege gewesen sei. Dass das Foto ein Fehler war und kein Angebot. Jedes Wort dafür hätte geheissen: Schau noch einmal. Genau da.
"Dann musst du es aber zensieren", tippte er.
Er setzte Balken. Einen über den Eingang. Einen über die Harnröhre. Die Schamlippen blieben. Der Kitzler blieb. Die Nässe blieb. Es war keine Zensur. Es war ein Witz, der zu weit ging.
Er schickte das Bild zurück.
"Warum hast du das Bild noch", schrieb sie.
"Ah. Ich habe Whatsapp mit dem PC verbunden. Da werden die Bilder zwischengespeichert. Wenn du willst, kann ich es in die Dorfapp hochladen. Dann muss Silke nicht."
Er wollte sie ärgern. Er wollte sie so weit treiben, bis sie zugab, dass das ein Fehler gewesen war. Dass das Foto ihm gehört hatte. Dass Silke eine Lüge war.
Sie tat es nicht.
"Mach doch. Aber ohne Name."
Peter starrte auf den Satz.
S. P., tippte er in den Entwurf der Dorfapp. Ein Kürzel, das jeder zuordnen konnte, der den Pfad kannte. Das Foto mit den lächerlichen Balken. Würde er das wirklich machen. Er mochte sie. Er fand sie geil. Er wollte sie ficken und verbot sich das Wort, weil ein Vermieter eine Mieterin nicht anfasste. Annäherung ja. Eine Berührung am Türrahmen ja. Ein scheinbar zufälliges Streifen am Arm, an der Hüfte, später vielleicht mehr. Nicht dies. Nicht ein Bild ihrer Muschi im Dorf zeigen.
Sandra dachte an ihren Ex. Ihr Ex hatte Bilder weitergegeben. . Diesmal hatte sie das Foto freiwillig geschickt. An ihn. Und er hatte die Situation wieder falsch verstanden. Wie konnte es so weit kommen.
Währenddessen lagen seiner Finger über dem Knopf Posten.
Sollte er es tun. Er liebte es, den Naiven zu spielen. Den Mann, der Sätze nicht zu Ende hörte. Den Vermieter, der an der Tür rot wurde und später wiederkam. Ging das hier nicht zu weit.
Der steife Schwanz in der Hose sagte genau das andere.
Peter lehnte sich auf dem Bürostuhl zurück, öffnete den Gürtel und holte ihn heraus. Dick, hart, die Eichel feucht. Auf dem Bildschirm die unzensierte Datei aus dem Cache, herangezoomt, bis die inneren Lippen den ganzen Monitor füllten. Er wichste langsam, dann fester, den Blick auf den Kitzler, den sie in der Nachricht selbst benannt hatte. Ein kleiner Schubs. Schon erregt. Schon feucht. Er kam nicht sofort. Er hielt sich hin, weil die Frage offenbleiben sollte. Posten oder nicht. Sie bloßstellen oder sie schützen. Sie ärgern, bis sie die Wahrheit sagte, oder aufhören, bevor er zu weit ging.
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