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Die offene Rechnung im Saal

Ich setze mich an einen der Tische im Gastraum mit der angeschlossenen Bar. Schon tritt eine süße, blonde Bedienung, vielleicht um die zwanzig, an mich heran. Unaufgefordert stellt sie zwei große Gläser Wasser mit einem Strohhalm vor mich hin. Ihre Augen mustern meinen hautengen, schillernden Metallic-Pink-Body und den transparenten PVC-Faltenrock, bevor ihr Blick ungeniert nach oben wandert. Ich habe meine dichten, hellroten Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden – eigentlich sieht das echt schön aus, doch dadurch blitzen all die Silberringe und die neonfarbenen Tunnel an meinen Ohren unübersehbar auf.

Ich starre sie einen Moment lang an und warte innerlich darauf, dass sie mich rausschmeißt. Dass sie verlangt, ich solle mich waschen oder umziehen. Ich kann einfach nicht begreifen, dass hier niemand entsetzt reagiert – und das, obwohl ich mit klebrigem, angetrocknetem Sperma auf Bauch und Busen fast nackt hier sitze. Jeder Gast kann meinen Intimpiercing, meinen nackten Po und einfach alles von mir sehen.

Doch die Bedienung blickt mich völlig routiniert an, als wäre ich das Normalste der Welt. Sie wartet auf meine Bestellung.

„I-ch… i-ch mö-ch-th-e bi-tte th-ie Kar-th-e ha-ben un-d wa-th th-um E-th-th-en be-th-t-el-len….“

Sie lächelt begeistert und schüttelt locker den Kopf. „Eine Karte brauchst du gar nicht, Süße. Dein Menüplan für die nächsten Tage steht schon fest. Du brauchst dich also gar nicht zu wundern, wenn wir dir ab jetzt ganz andere Gerichte servieren. Wegen des Abheilens deiner Zunge ist alles flüssig und extrem proteinreich. Aber verhungern wirst du bei uns garantiert nicht!“ Sie zwinkert mir zu. „Ich kann dir heute fünf verschiedene Spezial-Shakes anbieten: einen geeisten Erdbeer-Vanille-Proteincup, einen cremigen Mango-Kokos-Brei, eine fein passierte Bananen-Mandel-Milch, einen Schoko-Nuss-Energie-Shake oder eine herzhafte, abgekühlte Hühnerkraftbrühe. Was darf ich dir bringen?“

Der herzhafte Duft aus der nahen Küche lässt mir sofort das Wasser im Mund zusammenlaufen. Mein Magen rebelliert vor Hunger.

„I-ch… i-ch hät-th-e ger-ne th-ie… th-ie her-th-haf-th-e, ab-ge-kühl-th-e Hüh-ner-kraf-t-brü-he… bi-tte-h…“

„Klar, kommt sofort“, erwidert sie mit einem breiten Grinsen, bewundert noch einmal kurz meine bunten Tunnel und flitzt gut gelaunt in Richtung Küche davon.

Aufgeregt bleibe ich am Tisch zurück. Ich fühle mich unendlich unwohl. Bei jedem tiefen Atemzug erinnert mich das feine Silber an meinen Ohren mit einem leisen Klimpern an das, was am Strand geschehen ist.

Als sie mir die Brühe bringt und ich die ersten Schlucke durch den Strohhalm nehme, trifft mich plötzlich der Schlag: Ich habe meine Strandtasche mit meinem gesamten Geld oben im Zimmer liegenlassen!

Hektisch winke ich die Bedienung wieder zu mir. Als sie an den Tisch tritt, spüre ich, wie mir die Hitze glühend heiß in die Wangen steigt.

„I-ich... tth-tschul-di-gung... ich ha-be mei-n gan-th-eth Geld o-ben im Th-zi-mmer lie-gen-la-th-th-en... ich kann ge-ra-de nicht be-th-zah-len...“

Am liebsten würde ich auf der Stelle im Erdboden versinken. Das feuchte Lispeln vor dieser fremden Frau ist mir unfassbar peinlich.

Doch als ob rein gar nichts gewesen wäre, kommt sie einen Schritt näher. Sie beugt sich tief zu mir herunter, und ein verrucht-wissendes Lächeln breitet sich auf ihrem Gesicht auf.

„Tja, Süße“, flüstert sie leise. „Da du deine Rechnung nicht begleichen kannst, werde ich wohl mal alle Gäste hier im Saal fragen, ob sie Interesse an einem schönen Spiel mit dir hätten. Du hast doch sicher nichts dagegen, deine Rechnung etwas anders auszugleichen, oder?“

Ich starre sie nur mit großen Augen an. Spiel? Was für ein Spiel?

Aber mein Hunger und der mörderische Durst sind in diesem Moment einfach viel größer als die Vernunft. Es ist mir fast schon egal. Ich greife wieder nach dem Strohhalm und trinke seelenruhig weiter, um den leeren Bauch zu füllen. Doch mitten beim Schlucken ertönt plötzlich meine eigene Stimme glasklar aus dem großen Werbebildschirm an der Wand.

Kurze Zeit später beobachte ich wie in Trance, wie die Bedienung eine Art Flyer – wie eine kleine Zusatzkarte – an alle Gäste im Saal verteilt.

Ich starre weiterhin wie gebannt nach oben zu dem riesigen Werbebildschirm an der Wand und bleibe fast an meiner Hühnerbrühe stecken.

Ich traue meinen eigenen Augen nicht: Die nächste Werbeeinblendung bin ich!

„Hallo, ich bin Katrin… einfach nur Katrin. Ich bin frisch achtzehn geworden. Und ich… ich mache hier mit, bei der Spezialbehandlung ab heute. Ich will das machen, das ist… das ist meine freie eigene Meinung, ja, und ich will das unbedingt ausprobieren hier im Urlaub, genau, das Spezialprogramm ab heute für die ganzen Ferien…“

Während meine unbedarften Worte durch die Lautsprecher dröhnen, laufen im Hintergrund im Schnelldurchlauf diverse Aufnahmen ab: Bilder von meinem ersten Mal, Sequenzen vom FKK-Strand, umringt von Menschen, und Szenen von der Modeschau. Die Kamera fängt jede meiner Reaktionen ein und stellt mich vor dem gesamten Saal bloß. Sogar die Momente, in denen ich tief schlafend gepierct und meine Zunge geteilt wurde, fliegen über die Leinwand.

Als wäre das nicht schon genug, setzen plötzlich die Stimmen der Bedienung und von Lola aus dem Off ein.

Sie sprechen abwechselnd über mich und diesen unbarmherzigen Vertrag:

„Da unsere liebe Katrin sich freiwillig – wie Sie gerade von ihr selbst gehört haben – für diesen Spezialvertrag entschieden hat, ist sie die erste Frau überhaupt, die dieses exklusive Programm nutzt. Da das Ganze mit sofortiger Wirkung begonnen hat, möchten wir Ihnen kurz erklären, worum es geht: Während der gesamten acht Wochen ihres Urlaubs steht Katrin für alle Interessierten im Mittelpunkt. Egal, ob es um sie als Person geht, um ihren Körper, die extravagante Mode, die ihr täglich auferlegt wird, oder um ihren Schmuck, der sich laufend ändert.

Katrin ist ab jetzt vertraglich dazu verpflichtet, den All-inclusive-Leistungen des Programms nachzukommen – auch wenn sie den Kontrakt, soweit uns bekannt ist, vorab nicht einmal gelesen hat. Das bedeutet: Jeder Gast kann sich jederzeit, überall und auch in den umliegenden Urlaubsorten in jeder erdenklichen Form mit Katrin austauschen. Das beinhaltet neben intimen Fragen, intensive Berührungen aller Art und jede Form von körperlicher Nähe, also Sex – eben alles, was man unter All-inclusive versteht.“

Die eingeblendeten Bilder sind schonungslos. Sie zeigen weit mehr von mir, als mir lieb ist.

„Sicherlich wird sie ihr Lispeln, das wir übrigens sehr charmant finden, noch einige Wochen behalten“, fährt die Stimme auf dem Bildschirm amüsiert fort. „Da Katrin dem Ganzen unwiderruflich zugestimmt hat, muss sie das Programm bis zum Ende durchziehen. Ihr ist zwar ausdrücklich erlaubt, laut zu äußern, was ihr gefällt oder was sie nicht mag, doch davon völlig unbeeindruckt besitzt sie zu keiner Zeit das Recht, eine Modifikation, ein Outfit oder eine Zuwendung abzubrechen. Katrin hat sich für diesen Urlaub zu einem öffentlichen Objekt gemacht. Es gibt für sie keinen Rückzugsort, kein Safewort und keine Abbruchmöglichkeit.“

Am Ende der Werbung erscheint ein roter Live-Hinweis: „Aktueller Aufenthaltsort: Hotel GP – Loungebereich“.

Ich sitze starr am Tisch. Mein Gesicht ist vollkommen erblasst, mein Körper zittert leicht. Ich habe die Beine fest überschlagen. Die Riemen der Badesandalen, die Lola mir vorhin geliehen hat, fühlen sich plötzlich eiskalt auf meiner Haut an. Bei jeder kleinen Bewegung meines Kopfes erzeugen die vielen schweren Ringe an meinen Ohren dieses mittlerweile so vertraute, metallische Klimpern.

Ich bin völlig in meinen Gedanken versunken. Die Werbung ist schon länger vorbei, aber ich kann einfach nicht fassen, was hier gerade vor den Augen aller Gäste enthüllt wurde. Ein jeder, der in dieser Bar sitzt, weiß nun über mich Bescheid. Es wirkt wie eine öffentliche Einladung an jeden Fremden, einfach an mir teilzuhaben. Oh Gott, was habe ich nur getan?

In diesem Moment stellt die Bedienung schwungvoll einen Teller neben mir ab und blickt mich von der Seite an.

„Na, Katrin? Bist du jetzt völlig baff? Lola und ich haben uns so unheimlich viel Mühe gegeben, den Text für deine Werbung zu entwerfen. Was sagst du dazu? Ist die Einblendung nicht absolut prima geworden?“

Sie lehnt sich leicht vor.

„Oder sollte ich dich auf dem Bildschirm lieber ‚Vergnügungs-Toy‘, ‚öffentliches Objekt‘ oder ‚lebendiges Ausstellungs-Muster‘ nennen?

Ach, komm schon, Süße, guck jetzt nicht, als hätte dich der Blitz getroffen! Das Ganze wird bestimmt aufregend. Du kannst aus dieser Situation unglaublich viel lernen und nur davon profitieren.“

Ich starre die Bedienung fassungslos an. Mein Herz hämmert so wild gegen meine Rippen, dass ich glaube, jeder im Saal müsste es hören können. Die Kraftbrühe in meinem Magen fühlt sich plötzlich an wie ein Klumpen Blei. Ich versuche, einen klaren Gedanken zu fassen, klammere mich an den Strohhalm und versuche, gegen das unkontrollierte Zittern meiner Lippen anzukämpfen.

„Wa-war-th-th-e…“, stammele ich feucht, und die Hitze in meinen Wangen brennt mittlerweile wie Feuer. „Die Wer-bung hier… die von mir. Die läuft doch… die läuft doch ge-ra-de nur hier im Loun-ge-be-reich, o-der…?“

Ich blicke sie flehend an, hoffe inständig auf ein Nicken, auf irgendein Zeichen, dass diese Grausamkeit wenigstens auf diesen Raum beschränkt ist.

Doch die junge Frau schüttelt nur amüsiert den Kopf. „Nein, nein, Katrin“, erwidert sie mit einer beiläufigen Leichtigkeit, die mich innerlich komplett zerbrechen lässt. „Die Werbung wird seit heute Mittag ausgestrahlt. In der gesamten Hotelanlage, in allen Nachbarorten, auf allen großen Werbebildschirmen. Eigentlich genau seit dem Moment, als du Tanja so süß und unbedarft in die Kamera gestrahlt hast.“

Mir stockt der Atem. Die Ohren fangen an zu rauschen, während das feine Silber an meinen Ohrlappen bei jedem heftigen Herzschlag leise, metallisch mitschwingt.

„Th-tha-th… tha-st ist nicht dein Ernst…“, wispe ich, und Tränen der puren Überforderung schießen mir in die Augen. Das Lispeln macht meine Stimme so wehrlos. „Je-der… je-der hat mich be-reits ge-seh-en…?“

„Ja, aber natürlich, Süße!“, sagt sie, als würde sie über das Wetter reden, und klopft mir fast schon kameradschaftlich auf die nackte Schulter. „Du wirst die Veränderungen an deinem Zimmer vorhin ja wohl kaum übersehen haben. Sogar ich habe heute Mittag schon deine spezielle Getränkeliste auf den Tresen bekommen, um alles perfekt für dich vorzubereiten. Und ich sag dir eines, Katrin: Das ist für uns alle hier im Ort ganz schön praktisch.“

Ich sinke auf meinem Stuhl zusammen. Der, Ouvert-Body in schillerndem Metallic-Pink, der mehr zeigt als verdeckt, und der transparentem, türkis-grünem PVC Minirock fühlen sich an wie eine gläserne Wand, die mich vor nichts mehr schützt. Ich bin gefangen. Mein Name, mein Gesicht, mein verändertes Aussehen und mein nackter Körper – alles ist bereits Eigentum der Öffentlichkeit.

Ich will nur noch flüchten. Meine Beine zittern unter dem Tisch, und das Einzige, woran ich denken kann, ist mein Zimmer Nummer sechs. Auch wenn es keine Tür mehr hat, will ich mich einfach nur unter der Decke verkriechen und die Augen schließen. Ich nehme all meinen Mut zusammen, um aufzustehen.

Doch bevor ich mich auch nur einen Zentimeter vom Stuhl erheben kann, tritt die Bedienung in die Mitte des Raumes. Sie klatscht zweimal laut in die Hände, und das dumpfe Gemurmel im Saal verstummt augenblicklich.

„Aufgepasst, meine Damen und Herren!“. Es sieht sie so aus, als würde Katrin sich am liebsten nach oben auf ihr Zimmer verdrücken wollen.

Da ich euch allen Karten ausgeteilt habe, möchte ich zuerst mit euch abstimmen, ob wir Katrin für heute Abend entkommen lassen möchten, oder ob sie hier im Gastraum bleiben soll, um mit uns Spiele zu spielen und ihre, wie sie sagt, offene Rechnung noch mit uns auszugleichen.

Ein Raunen geht durch die Reihen. Ich höre das Rascheln der Karten, die sie vorhin verteilt hat. Die ersten Hände schnellen nach oben. Erst zögerlich, dann immer mehr.

„Tja, Katrin, die Mehrheit hat entschieden“, flüstert die Bedienung, dreht sich zu mir um und deutet auf den Saal. „Kein Rückzug für dich heute Nacht. Du bleibst genau hier.“

Mit klopfendem Herzen sehe ich mich im Saal um. Jedes einzelne Gesicht ist mir zugewandt. Die Gäste starren mich ungeniert an. Es sind sieben Männer und drei Frauen. Sie alle sind deutlich älter als ich, einige könnten problemlos meine Eltern sein. Die zwei Frauen an den Nebentischen lachen nervös. Sie sind sichtlich fasziniert und äußerst daran interessiert, wie sich die Situation für das neue „Ausstellungs-Muster“ wohl entwickeln wird. Eine von ihnen prostet ihrem Mann amüsiert zu:

„Na Heinz, willst du dem Mädchen nicht mal ein bisschen helfen?“

Sie hat sich heimlich ihren hochhackigen Schuh ausgezogen und schiebt ihrem Mann unter dem Tisch ihren nackten Fuß zwischen die Beine. Mit ihrer Fußsohle massiert sie langsam seinen Schritt, während sie ihn anstarrt. Er lächelt seine Ehefrau verliebt an, dann wendet er sich mit einem selbstgefälligen Grinsen an die Bedienung und den Barkeeper.

Also gut“, ruft Heinz laut in meine Richtung. „Sie kann ihre Schulden bei mir abarbeiten. Für einen Euro kannst du mir einen blasen, Kleines!“

Ich starre ihn mit großen Augen an und versuche zu rechnen.

„A-ber… a-ber ich brau-che doch… ich brau-che doch min-de-th-th-ens th-drei Eu-ro…“, stammle ich entsetzt.

Ich denke in meinem Chaos nur an den Preis für eine ganz normale Suppe zu Hause.

Die Bedienung tritt dicht an meinen Tisch, verschränkt die Arme vor der Brust und lacht leise auf.

Heinz lacht dröhnend auf, und auch die Bedienung schüttelt unbarmherzig den Kopf. Sie tritt noch einen Schritt näher an meinen Tisch, tippt mit dem Finger auf die ausgeteilte Karte und blickt mich mit eisiger Härte an.

„Du verstehst das Spiel immer noch nicht, Katrin.“ „Deine Hühnerkraftbrühe kostet genau zehn Euro. Aber viel wichtiger ist: Du hast absolut keine Wahl und kein Recht, hier irgendetwas abzulehnen. Erinnere dich an deine Unterschrift im System. Der Spezialvertrag besagt unumstößlich, dass du ab jetzt ein öffentliches Objekt bist. Du bist dazu verpflichtet, den Wünschen der Kunden jederzeit und bedingungslos entgegenzukommen. Wenn du dich jetzt weigerst oder dich widersetzt, brichst du den Kontrakt – und die rechtlichen Konsequenzen im Spezialprogramm werden für dich nur noch brutaler. Du hast unterschrieben, dass es für dich keinen Rückzug und keinen Widerspruch gibt. Da alles rechtlich gesichert ist, können wir gerne die Polizei dazu rufen. Diese wird sich sicherlich köstlich amüsieren, dir bei der Erfüllung von Heinz’ Wunsch zu helfen, und du fängst an, deine Schulden abzuarbeiten.“

in eiskalter Schauer durchfährt mich. Die Worte hallen in meinem Kopf wider, während die schweren Silberringe an meinen Ohren bei jedem panischen Atemzug leise klimpern. Ich bin komplett schutzlos. Der Vertrag hält mich wie ein unsichtbares Gefängnis auf diesem Stuhl fest. Ich darf nicht ‚Nein‘ sagen. Ich kann mich nicht wehren.

Zögernd und mit zitternden Knien stehe ich auf. Unter den unverhohlenen, gaffenden Blicken des gesamten Saals bewege ich mich im Schneckentempo auf den Tisch von Heinz hinüber, während das grelle Licht des Werbebildschirms an der Wand unbarmherzig auf meinen schillernden, Ouvert-Body Metallic-Pink und den transparentem, türkis-grünem PVC Minirock herabschaut, der in Wahrheit überhaupt nichts verbirgt.

Heinz sieht mich mit einem selbstgefälligen, besitzergreifenden Blick an, während die Kälte des Bodens an meinen Beinen hochkriecht.

„Na los, mach schon, du süße kleine Schlampe“, mischt sich nun auch die Frau mit schneidender Stimme ein. Ihr Blick bohrt sich unbarmherzig in meinen schutzlosen Körper. „Auf die Knie.

Wenn du deine Schulden schon abbezahlen willst, wirst du das Spiel wohl oder übel nach unseren Regeln spielen müssen. Besorg es meinem Mann.“

Ich füge mich der Situation, während das feine Silber an meinen Ohren bei jeder Bewegung wild und verräterisch klimpert. In meinem Kopf herrscht ein pures Chaos aus tiefer Scham und einer völlig verwirrenden, intensiven Erregung. Mein Verstand klammert sich an die Erinnerungen von heute Früh am Strand, um überhaupt zu begreifen, was ich tun soll.

Ich gehe vor dem fremden Mann in die Knie. Dieser steht kurz auf und zieht seine Hosen runter. Dann nehm ich sein Glied in die Hand, schäme mich, da mich die Situation so erregt, und fange an, ihn zu wichsen. Heinz genießt die Situation sichtlich. Nach wer weiß wie vielen Malen ich wichste und die umstehenden Personen immer mehr wurden und auch neugierig darauf warteten, dass ich den nächsten Schritt gehe. Bin ich selbst von mir überrascht, den mittlerweile steifen Prügel in meinen geöffneten Mund gleiten zu lassen. Dabei lutsche ich ein wenig daran, da ich darin überhaupt keine Erfahrung hab, und nehm ihn wieder ein Stück heraus, so wie es die Männer am Strand heute früh bei mir machten."Oh, jaaa "Du geile Sau, lutsch meinen Prügel", du versautes Ding.

Ich schließe die Augen, um die Gesichter der Zuschauer auszublenden, und fange an, es zu genießen. Plötzlich packt mich eine Hand am Hinterkopf und eine strenge Stimme spricht zu mir: "Du wirst seinen Prügel wohl noch ein bisschen tiefer in den Rachen bekommen." Und schon fickt und drückt sie meinen Kopf immer ein Stück weiter auf den Schwanz ihres Mannes. Überrascht würge ich, anfangs dem Brechen nahe, gelingt es mir mit der Zeit immer besser, ihn weiter aufzunehmen. Mittlerweile spüre ich 2 Hände an meinem Kopf, mich fickend auf den Schwanz bewegend. na, macht sich unsere Katrin nicht gut. Wurde sie heute früh erst entjungfert und ist jetzt so gierig. (Das klingt nach der Bedienung). Unsere Katrin ist scheinbar eine ganz Wissbegierige.

Das hat mich so abgelenkt, dass ich just bis zum Anschlag mit meinem süßen Mund auf den Riemen stecke, kurz fest darauf gehalten werden von beiden Frauen, die mir sogleich eine Verschnaufpause gönnen, während sie meinen Kopf weiterhin ganz auf und wieder ab bewegen. Du bist mir ja eine kleine Lustsau, dir gefällt wohl, Männern einen zu blasen. Mach ihn schön fertig mit deinem Nuttenmund.

Durch die ganze Szene konnte Heinz gar nicht lange mehr an sich halten, er fing an zu schnaufen, gab laute Lustseufzer von sich. Dann plötzlich packte er auch meinen Kopf und drückte ihn tief in seinen Schoß.

In dem Moment spüre ich, wie sein heißes Sperma in meinen Mund spritzt. So überrascht ich war, schluckte ich gleich alles hinunter.

Die Frau griff in Heinz’ Portemonnaie und gab dem Barkeeper den versprochenen Euro zu. Hier, nimm ihn, Ralf, den hat sie sich sichtlich verdient. Gerne, Gisela.

Ich bleibe völlig perplex auf den Knien am Boden zurück. Mein Atem geht flach und unregelmäßig, während die Silberringe nur langsam zur Ruhe kommen.

Für einen kurzen Augenblick gelingt es mir, meine mittlerweile chaotischen Gedanken zu ordnen. Mein vernebelter Verstand versucht krampfhaft, einen Ausweg aus der finanziellen Falle zu finden.

Zehn Euro kostet die Hühnerbrühe – und ich habe nach all dem gerade einmal einen einzigen Euro abgearbeitet.

Ich blicke vorsichtig an den Beinen der Zuschauer vorbei durch den abgedunkelten Raum und fange unbewusst an, die Tische zu zählen. Mein Blick bleibt zuerst an einem der hinteren Tische hängen. Dort sitzt ein weiteres Paar. Die Frau dürfte um die vierzig sein, ihr Begleiter ist nicht viel älter. Da sich die beiden doch recht gut gehalten haben, beginnt mein Kopf, sich die Realität gefährlich schönzureden – ein hilfloser Schutzmechanismus meines überreizten Nervensystems.

Wäre es bei diesem Paar, dachte ich mit klopfendem Herzen, zumindest rein optisch nicht ganz so schlimm, wenn ich dem Mann da jetzt auch noch einen blasen müsste.

Mir ist in diesem Moment völlig klar, dass ab jetzt wohl jeder hier im Saal die Situation schamlos ausnutzen und ebenfalls nicht mehr als einen einzigen Euro springen lassen wird.

Andererseits blicke ich mit wachsender Panik an die restliche Tische der Bar und frage mich, was ich noch zu erwarten habe.

Ich zähle die verbleibenden Gäste: Da sind noch drei einzelne Frauen, zwei schon wesentlich ältere Männer um die sechzig Jahre und die drei Paare, die alle so zwischen dreißig und vierzig Jahre alt sein dürften. Wenn sie alle nach Heinz' Regeln spielen, reicht das rechnerisch kaum aus, um jemals wieder aus diesem Saal entlassen zu werden.

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