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Chapter 11 by The Pervert
Was passiert inzwischen im Zelt ?
Der Zwergenkönig hat Besuch.
Während die Söldner sich ausgelassen amüsieren, sieht Wredegast Pickelschwinger im Moment eher krank aus. Er sitzt schnaufend in seinem Stuhl und hält einen Kelch Branntwein in der zitternden Hand. Das Zelt ist noch einmal unterteilt und er befindset sich jetzt in dem hinteren Teil dessen eine Wand mit der Wand der Lagerhalle abschliesst. Das heisst dort befindet sich eine Tür und durch die ist soeben ein Gast eingetreten, und dessen Erscheinen lässt Wredegats so unglücklich aussehen.
Dabei ist es nicht einmal das Aussehen an sich das ihm so zusetzt. Die Gestalt ist zwar fast zwei Schritte gross und breit gebaut und scheint in eine schwarzen Kutte gewandet. Ausser einer schwarzen Form ist nämlich nichts zu sehen, und selbst die scheint an den Rändern verwaschen zu sein.
Auch die heiser grollende Stimme stört ihn nicht.
Es ist vielmehr das Wissen, was diese Gestalt zu tun im Stande ist. Als der Besucher ihn das erste mal aufsuchte hatte er ein duzend seiner Elitekämpfer im Vorbeigehen getötet und noch bevor er zu Wredegast sprach hatte er dessen Sohn und Thronfolger am Hals ergriffen, hoch in die Luft gehoben und dann war Starkarm Pickelschwinger, ein Zwerg in der Blüte seines Lebens vor seinen Augen gealtert. Sein Körper hatte sich aufgezehrt und war eingefallen und innerhalb weniger Augenblicke war er zu Staub zerfallen.
Aber als hätte das nicht gereicht, hielt die Gestalt den Geist des Zwerges weiter in der Hand. Starkarm war selbst als Geist dem Fremden unterlegen, denn nun musste Wredegast mit ansehen wie dieser selbst den Geist seines Sohnes zerfetzte. Langsam und Methodisch. Als von dem Geist praktisch nur noch das „Herz" übrig war verschlang es der Fremde indem er es aufsaugte. Es verschwand dort wo bei einem Menschen der Mund gewesen währe. Die Schreie des Ätherwesens liessen Wredegast noch immer Nachts erschreckt auffahren.
Nach dieser Demonstration hatten weder er noch seine Berater irgendwelchen Widerstand gegen die Forderungen des unheimlichen aufgebracht. Diese Forderungen waren zwar umfangreich, aber Wredegast und vor allem sein Volk hatte es geschafft Sie zu erfüllen. Dadurch kamen Sie in den genuss der „Dankbarkeit" des Fremden.
Wredegast bekam Unterstützung im Kampf gegen seine Feinde, seine Armeen gingen siegreich aus seinen Kämpfen hervor. So lange er tat was der Fremde verlangte, lebte sein Volk nicht schlechter als bisher. Aber er hatte weniger Einfluss darauf wen er zu bekämpfen hatte. Immer wieder mussten seine Leute in Kämpfe gegen Nachbarn ziehen mit denen Sie bisher in Frieden gelebt hatten. Und immer wieder gab ihm der Fremde seltsame Aufträge. So auch jetzt. Vor ein paar Wochen war er erschienen und hatte von Wredegast verlangt die Elfen auf der Insel Petrella anzugreifen. Er sollte alle jungen Elfen gefangen nehmen und die alten, die ihm nicht nutzen konnten töten. Denn der Fremde suchte etwas bestimmtes. Und das war auf dieser Insel.
Wredegast hatte dem Wunsch entsprochen, aber den falschen Zeitpunkt erwischt, denn die meisten der Elfen waren bei einem Elfischen Stammesfest auf einer anderen Insel, bei einer für Sie heiligen Zeremonie gewesen. Seine Soldaten hatten nur ein paar wenige Elfen gefunden, die Männer getötet und die fünf Elfenfrauen verschleppt. Immerhin hatten Sie die Stammesführerin, gewissermassen die „Königin" dieser Inselelfen gefangen. Zwar war der Fremde nicht begeistert über das versagen Wredegasts, aber die edle Beute hatte ihn besänftigt. Er hatte ihr auf magische, und wie es schien sehr schmerzhafte Weise einige Informationen entrissen, und nun war Wredegast dabei einen zweiten **** zu starten. Doch diesmal gab es eine entscheidende Änderung. Wenn die Söldner die Insel erreicht haben würden, würde der Fremde ebenfalls dort sein. Zu diesem Zweck war ein schwarzer Spiegel an Bord durch den er zu gegebener Zeit die Insel betreten würde.
Zumindest war es so geplant.
„Ist alles vorbereitet ?" die Stimme des Unheimlichen jagte Wredegast einen eisigen Schauer über den Rücken. Bevor er antworten konnte musste er sich einen kräftigen Schluck Branntwein genehmigen.
„Jawohl, Gebieter." piepste der Zwerg dann eilfertig.
„Wir haben genügend Männer, und keiner davon ist klug oder interessiert genug um meine Anordnungen in Frage zu stellen. Wir werden die Elfen ausradieren. Ihr könnt unbesorgt sein, es wird alles so funktionieren wie ihr es geplant habt."
„Ich hoffe ich kann mich diesmal auf euch verlassen."
„Das könnt, ihr. Das könnt Ihr.
Die Männer sind draussen und feiern schon einmal ihren Kampfeinsatz. Morgen werden wir lossegeln und in einer Woche werden die Elfen ihr blaues Wunder erleben."
Obwohl er sich unwohl fühlte klang Wredegast regelrecht begeistert.
„Was sind das für Schreie ?" fragte der Unheimliche. Der Zwerg grinste schmierig.
„Um die Motivation der Söldner zu heben und ihre ...hm ... Treue zu stärken habe ich ihnen zwei der Elfen zur Verfügung gestellt. Sie sollen Sie unterhalten und als Vorgeschmack auf die Insel dienen. Da ihr die Königin nicht mehr braucht habe ich Sie und eine ihrer Dienerinnen ausgewählt."
Nach diesen Worten herrschte eisiges Schweigen. Wredegast rutschte unbehaglich auf seinem Stuhl hin und her. Hatte er doch etwas falsch gemacht ? Hatte er seinen Meister erzürnt. Aus den Schweissperlen auf seiner Stirn wurden ganze Bäche während sein Herr schwieg. Doch dann erklang ein Geräusch das selbst Wredegast nicht sofort als Lachen erkannte.
„Ja. Das gefällt mir. Wenn die Kerle wüssten wem Sie da ihre Schwänze rein stecken...
Also schön, ich vertraue darauf das Du diesmal alles richtig machst. Vergiss nicht die Königin morgen zu töten wenn Sie nicht mehr gebraucht wird. Sie könnte nämlich trotz allem noch gefährlich werden."
„Was, - die ...? Wie sollte ... ?"
„Stelle meine Anordnungen nicht in Frage !" grollte der Schatten und Wredegast wurde noch kleiner. Der Schatten verschwand durch die Tür und liess einen erschöpften Zwergenkönig zurück. Der stürzte gerade den letzten Rest Branntwein hinunter als draussen ein unwilliger Orkischer Brüller zu hören war.
Was ist passiert ?
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