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Chapter 8
by
hotciao
Wieviel Zimmer sind in der Pension frei?
eine Überraschung
Die junge philippinische Nonne parkte den Wagen vor der Pension, auf dem nur noch eine alte Rostlaube stand. Die Geistlichen und Michaela stiegen aus dem Auto aus.
Michaela in ihrem kurzen Röckchen fröstelte. Bruder Matthias legte schützend einen Arm um sie, und sie schmiegte sich an ihn. Die Tür war verschlossen. Erst klingelte der Priester, dann hämmerte er mit der flachen Hand gegen die Tür. "Hallo? Harald? Ist jemand da?"
Endlich hörte man schlurfende Schritte hinter der rissigen Holztür, die langsam geöffnet wurde. Eine Frau öffnete ihnen. Der Priester hatte sie noch nie zuvor gesehen.
"Oh, bitte entschuldigen Sie die Störung, ich hatte gedacht... Ich habe hier vor einiger Zeit nächtigen können, bei einem gottesfürchtigen Wirt, er hieß Harald..."
Die Frau lachte kehlig und zog an einer Zigarette. "Oh ja, ein gottesfürchtiges Arschloch, der gute Harry, hahaha. So gottesfürchtig, dass der Idiot den Helden spielen musste. Hat versucht, eine Kleine gegen eine Rockergang zu verteidigen und dabei ein Messer zwischen die Rippen gekriegt, mein beschissener Bruder. Und jetzt isser nicht mehr, hat mir diesen Kasten hier mit all seinen Schulden vererbt, dieser blöde Scheißkerl."
Die blonde, schöne Frau ließ dabei ihre Blicke über die Resiegesellschaft schweifen. Vielleicht... dachte sie im Stillen.
"Aber kommt doch erstmal rein!", sagte sie und stieß die Tür ganz auf.
Der Priester rieb sich die Augen. Es hatte sich einiges verändert, seit er das letztemal hier war. Im Eingangsbereich war jetzt eine Bar, viele Sofaecken, alles schummrig-rot beleuchtet. Die Frau stellte sich vor.
"Ich bin Anne, Haralds kleine Schwester. Das schwarze Schaf der ****. Aber eben seine einzige Verwandte, deswegen hab ich den ganzen Laden gekriegt, und all die Schulden. Aber zum Glück kenn´ich Jimmy. Jimmy weiß, wie man Kohle macht. Und Jimmy macht hier was richtig Tolles draus. Naja, vielleicht nichts für Priester und Nonnen, hahaha... Aber vielleicht was für die Kleine, oder?"
Anne blinzelte Michaela zu. Die Frau war Michaela vom ersten Moment an sympathisch gewesen, sie kam ihr vor wie eine große Schwester.
"Wir stehen kurz vor der Eröffnung, aber es sind noch längst nicht alle Zimmer fertig," sagte Anne und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
Bruder Matthias sah sich um. Er ahnte, was das hier werden würde. Verstohlen sah er die Nonnen an. Die naive Candy, die erst vor kurzem aus den Philippinen gekommen war, so **** und unschuldig, wie sie war, hatte keine Ahnung, wo sie gelandet waren. Aber in Barbaras Augen blitzte etwas auf... Er konnte es nicht richtig deuten. War das ein Erkennen? Gar ein Billigen? Oder eher Sorge?
Ihm entging nicht, wie sich Anne kurz ihre vollen Lippen anfeuchtete, bevor sie weiter sprach.
"Die einzigen Zimmer, die schon fertig sind, sind das Sultanzimmer und die Spielwiese. Ich schlafe im Moment im Sultanzimmer, aber da wäre noch Platz für zwei. Oder ihr geht alle auf die Spielwiese, wir haben dort ein sehr großes Bett, in dem ihr alle Platz finden würdet.
teilt sich die Gruppe? Oder alle auf die Spielwiese?
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Ausreisserin in Not
Michaela reißt nach einem Streit mit ihren Eltern von zu Hause aus.
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