Wie beurteilt Sonja die Wette?

Zwiespältiges Gefühl zur Wette

Chapter 125 by petra1 petra1

Ich erfuhr erst, als ich schon komplett nackt vor Markus stand, dass alles – insbesondere das Wahrheit-oder-Pflicht-Spiel – wegen einer Wette inszeniert worden war.

Markus hatte in diesem Moment, als ich nur noch in High Heels vor ihm stand, leise gesagt:

Markus: „Ich habe die Wette gewonnen.“

Zuerst verstand ich nicht. Welche Wette?

Dann erklärte er es mir – mit einem etwas unsicheren Lächeln. Dass er und vier andere gegen Lukas und vier weitere gewettet hatten. Insgesamt standen 1000 Euro im Pott. Es ging darum, ob sie es schaffen würden, mich zum Strippen zu bringen.

Ich stand da, vollkommen nackt, die Arme vor der Brust verschränkt – und fühlte mich, als hätte mir jemand den Boden unter den Füßen weggezogen.

Alles war eine Wette?

Die Erkenntnis traf mich wie ein Schlag. Die Aufgaben. Die Provokationen. Die Fesselungen. Alles war von Anfang an Teil einer Wette gewesen. Die einzelnen Aktionen waren zwar nicht geplant, aber das True und Dare Spiel war auf mich ausgerichtet, die meisten gegen mich, das war kein faires Spiel.

Ohne groß nachzudenken holte ich aus und verpasste ihm eine richtig kräftige Ohrfeige.

Das kann ich gut. Ohne langes Überlegen. So habe ich schon manchen Belästiger in seine Schranken gestellt. Ich bin stolz, dass ich das so gut kann. Da bin ich wirklich stolz auf mich.

Markus hielt sich die Wange, wirkte eher überrascht als wütend.

Markus: „Es war nie geplant, dass es so weit geht. Ich hatte nur die Hoffnung, dass du vielleicht die Bluse öffnest, mutiger wirst… dass du irgendwann noch weiter gehst. Alles hat sich spontan entwickelt.“

Ich schüttelte nur den Kopf. Die Tränen kamen trotzdem. Nicht nur aus Scham – sondern aus tiefer Enttäuschung.

Ich hatte gedacht, der Abend wäre ein wildes, aber echtes Erlebnis gewesen. Nun fühlte es sich plötzlich an wie ein abgekartetes Spiel, bei dem ich der Einsatz war.

Das Nackt-Ausziehen war eine Herausforderung, die ich bereit war zu meistern, fand es schlussendlich ja gar recht reizvoll. Ich sah mich nie wirklich unter grossem Druck, einzig der Ehrgeiz und die gute Stimmung trieb mich an, ich hätte jederzeit Nein sagen können.

Das einzige Problem ist, dass das ganze Team gegen mich spielte, ohne dass ich es wusste, meinen Ehrgeiz missbrauchte.

Wäre das Spiel fair gewesen, z.B. wenn Anna und Lena genau gleich behandelt oder ausgewählt worden wären, sie sind ja auch sehr attraktiv, hätte es gut gepasst, hätte ich mich wohl auch so ausgezogen wenn es micht getroffen hätte, ohne die kleine Enttäuschung.

Und doch… war da auch ein kleiner, trotziger Stolz.

Ich hatte durchgehalten. Ich hatte Grenzen überschritten, von denen ich nie gedacht hätte, dass ich dazu fähig wäre.
Gross belastete mich das unfaire Spiel nicht, einerseits war mein Auftritt erregend, und ich hatte ja auch gute Gelegenheit mich insbesondere an Markus zu rächen, durch die Ohrfeige, später wie er uns Frauen peinlich ausgeliefert war.

Und das konnte mir niemand mehr nehmen.

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