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Chapter 10 by Meister U Meister U

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Zungenspiel

„Komm her“, befahl sie, ihre Stimme ein seidiges Gift. „Zeig mir, was du wirklich kannst.“

Thomas kniete vor ihr, ein Bittsteller. Seine zitternden Hände verrieten ihn. Mia lächelte, ein kaltes, triumphierendes Zerren in der Brust. So hilflos. So ganz und gar ausgeliefert. Die pure Macht dieses Moments war berauschend.

Ihr Handschuss war eine Warnung ohne Worte. Sie grub ihre Finger in sein Haar, ein eiserner Griff, der jeden Gedanken an Widerstand erstickte. Sein überraschtes Stöhnen war Musik. Sie führte ihn, lenkte sein Gesicht dorthin, wo ihre Not bereits brodelte – ein feuchtes, glühendes Inferno, das sie kaum noch ertrug.

Der erste Schlag seiner Zunge war kein Kontakt, es war eine Entzündung. Ein elektrischer Riss, der ihr Mark durchzuckte. Sie zuckte zusammen, nicht aus Überraschung, sondern aus reiner, ungefilterter Erregung. Ihre Krallen in seinem Haar sagten: Mein Weg. Mein Tempo.

Sie fühlte es – das Wissen, durchströmte sie wie Adrenalin. Jetzt. Jetzt ist er nur noch Zunge, nur noch Werkzeug. Er könnte alles tun. Alles. Und diese grenzenlose Möglichkeit, diese absolute Auslieferung, trieb sie wilder als jede Berührung. Sie war eine Gottheit, die den Blitz in der Faust hielt.

„Mehr,“ keuchte sie, die Stimme zerfetzt von Gier. Sie presste ihn tiefer gegen sich, schmeckte ihre eigene Macht auf seiner Haut. Seine Zunge, warm und geschmeidig, war ihr ****. Sie erkundete, wo sie es erlaubte. Sie spielte mit dem Feuer in ihrem eigenen Becken, das unter seiner Hingabe zu einem pulsierenden Vulkan anschwoll.

Ihr Körper gehorchte nur noch einem Trieb: nehmen. Ihre Hüften hoben sich, forderten, pressten sich gegen ihn, ein animalischer Rhythmus, den er bedienen musste. Die Spannung war kein Vorspiel mehr, es war ein Countdown zu ihrer Detonation.

„Ja! Genau so!“ Ihr Stöhnen hallte, ein archaisches Echo. Die Wellen kamen jetzt, unaufhaltsam, und sie ließ sie zu, weil sie es wollte. Weil es ihr Vergnügen war, sich in dem Abgrund zu verlieren, den sie für ihn geöffnet hatte.

Die Explosion war **** und süß. Ihr Schrei riss durch den Raum, ein Banner ihres Triumphs. Ihr Körper bebte, klammerte sich an ihn, während er sie weiter durch den Taumel führte, ihr treuer Diener bis zum letzten Zucken.

Als die Welt wieder verschwommen einsetzte, war die Erschöpfung in ihr ein wohlgefälliges Summen. Sie ließ ihn los, wie man ein kostbares Werkzeug ablegt. Sein glänzendes Gesicht war ihr Trophäe. Sie lächelte gefräßig.

„Jetzt,“ sagte sie, die Stimme gesättigt von Herrschaft. „Jetzt fangen wir erst richtig an.“

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