Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 36 by ThormGravis

Wie läuft Max Mission an?

Zunächst verläuft alles ohne Komplikationen

Das schwarze Leder schmiegte sich wie eine zweite Haut an ihren Körper und spannte sich über ihren prallen Brüsten, als sie den Reißverschluss der Jacke bis oben hin schloss. Sie fühlte sich in diesem zweifelsohne heißen, aber wesentlich cooleren Outfit bedeutend wohler, jedoch erwachte in ihr ein beunruhigender Gedanke.

Wie kam Freddy zu einem Oberteil, das so hervorragend zu ihrer neuen Oberweite passte. Hatte er ihre Größe nur mit dem geübten Blick eines versauten Schweins so gut abgeschätzt und einfach eine Jacke besorgt oder umschneidern lassen? Unwahrscheinlich. Freddy hatte sicher die Zeit dafür gehabt und kannte entsprechende Leute, aber wer außer ihr hatte schon eine solche Figur? Die Lederjacke passte exakt zu ihrer Wespentaille, den schmalen Schultern und dünnen Armen, aber ebenso perfekt zu ihrem enormen Vorbau. Konnte das ein Zufall sein? Und wenn nicht? Bedeutete dies, dass Freddy etwas mit ihrer neuen Oberweite zutun hatte oder zumindest schon vorher davon Kenntnis hatte? Beide Varianten gefielen ihr nicht sonderlich.

"Aber wenigstens wäre dann Freddy ein Ansatzpunkt, bei dem ich meine Nachforschungen beginnen könnte", versuchte sie das Positive an der Situation zu erkennen. "Und Freddy werde ich ohnehin noch einen Besuch abstatten, wenn dieser Deal vorüber ist."

Max zwang sich, diese Gedanken zu verdrängen und sich auf ihre Mission zu konzentrieren. Selbst für eine trainierte Kämpferin mit ihren genetischen Modifikationen konnte ein Mantikor-Labor zahlreiche Gefahren bieten, auch wenn es verlassen war. Sie musste sich auf ihren Job fokussieren, alles andere kam später.

Die Rennmaschine hatte nicht nur einen sensationellen Sound, sondern lag auch hervorragend in den Kurven und hatte ein ausgezeichnetes Fahrwerk. Max gefiel das Motorrad auf Anhieb und sie beschloss es zu behalten, egal wie die Sache mit Freddy ausgehen würde. Sie schoss durch die Nacht dahin und näherte sich den Stadtgrenzen von Seattle. Dank Freddys Informationen und ihrer eigenen Kenntnisse konnte sie die Straßensperren von Gangs und Cops vermeiden und steuerte auf das große Waldgebiet zu, in dem sich der Mantikor-Komplex befinden sollte.

Nach eineinhalb Stunden bog sie von der Schnellstraße ab. Es war eine menschenleere Gegend. Seit einer Viertelstunde hatte sie keinen Wagen mehr überholt und keinen Gegenverkehr gehabt. Dennoch achtete sie sorgsam auf die Lichter von eventuellen Verfolgern, als zunächst auf eine schlecht asphaltierte Seitenstraße und schließlich auf einen holprigen Feldweg abbog. Schließlich hielt sie an und stellte den Motor ab.

Mit einer ebenso sexy wie geschmeidigen, katzengleich eleganten Bewegung schwang sie ihr rechtes Bein weit ausholend über das Motorrad und stieg ab. Sie zog den Helm aus und schüttelte leicht das darunter eingesperrte Haar aus, bevor sie den Rucksack mit der Ausrüstung schulterte und einen letzten Blick auf das GPS warf. Von hier aus musste sie acht Meilen querfeldein durch den Wald laufen.

Für normale Menschen wäre es ein mehrstündiger Marsch durch das unebene Gelände geworden, doch dank ihrer genetische aufgebesserten Ausdauer und Geschicklichkeit schaffte es Max in einem Bruchteil der Zeit. Selbst die Absätze ihrer Stiefeletten behinderten sie bei ihrem Spurt nicht nennenswert und ihre modifizierten Augen sahen in der Dunkelheit ausreichend.

Nur leicht außer Atem erreichte sie einen Hügel, von dem sie aus den Komplex erblickte. Wie von Freddy beschrieben befand er sich mitten im Wald und wirkte sehr unscheinbar. Er erinnerte an ein Spannungswerk, war von einem drei Meter hohen Hochspannungszaun umgeben und war unter dem dichten Blätterwerk von oben wohl kaum zu erkennen. Das Beben hatte auch äußerliche Spuren hinterlassen. Das kleine Gebäude war halb eingestürzt, doch dabei handelte es sich ohnehin nur um Tarnung. Einige Schritt westlich davon, musste sich unter dem Laub verborgen eine Bodenklappe befinden, die den Einstieg bildete. Auch der Zaun war laut Freddy außer Funktion, doch Max vertraute ihm trotz seines offenkundigen eigenen Interesses nicht genug und beschloss, diesen Umstand zu überprüfen.

Vorsichtig näherte sie sich ihrem Ziel mit überkreuzenden, anmutigen Schritten und setzte dabei einen Fuß behutsam vor den anderen. Alle Sinne waren auf potentielle Selbstschussanlagen, Kameras und andere Fallen gerichtet, doch auch in dieser Angelegenheit behielt Freddy recht. Außerhalb des eigentlichen Komplexes gab es keine Gefahren. Geschmeidig kletterte Max über den Zaun, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass er tatsächlich außer Funktion war, und hatte bald schon den verborgenen Einstieg erreicht. Das Code-Schloss war vom Erdbeben zerstört worden, doch mit ein wenig Anstrengung konnte Max die Luke aufstemmen. Darunter gähnte ein dunkler Schlacht, der nach unten führte. Seitlich waren Steigeisen eingelassen.

Max atmete tief durch. Sie war sich der Gefahr wohl bewusst, doch sie genoss auch das Adrenalin, das von ihrem Körper versteckt ausgeschüttet wurde. Solche Abenteuer lagen ihr. Sie verfügte über die richtigen Fähigkeiten und konnte nicht leugnen, dass sie sogar Spaß daran hatte. Sie entzündete eine Magnesiumfackel und ließ sie nach unten fallen. Etliche Meter tiefer schlug sie auf den Boden auf. Ihr Licht schimmerte schwach nach oben. Max prüfte den Sitz ihres Rucksacks, streckte sich ein letztes Mal in unbewusst lasziver Weise, leckte sich über die Lippen und stieg in die Tiefe herab.

Was erwartet Max dort unten?

Comments

      More fun
      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)