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Chapter 6
by
ann03
Läuft alles nach Plan
Viele Bekannte im Saal
Die Eingangshalle und Saal sind schon sehr gut gefüllt, als ich etwas nach 19 Uhr dort eintreffe. Viele Leute stehen mit Gläsern in Hand in Gruppen zusammen, andere wiederum sitzen an Tischen beim Essen. Ich sehe, dass viele, vielleicht die Hälfte der Besucher auch eher elegant eine Abendgarderobe trage. So fällt mein Outfit nicht aus der Reihe und bin vorerst mal beruhigt.
Viele der mir bekannten Personen, viele kenne ich wegen Arbeit im Spital, reagieren etwa überrascht und ungläubig über meine Kleidung. Ich habe keine Zeit für grosse Gespräche, kriege bei Begrüssung vor allem von Frauen einige positive Komplimente. 'Umwerfend ... Hübsch ... Grosse Überraschung ... da bin ich richtiggehend neidisch'. Die Männer sind da etwas zurückhaltender, sehe aber in ihren Augen wie sie mich teilweise regelrecht anstarren.
Ich gehe zum Servicedesk und erhalte dort meine Sitzplatz Nummer und Gutscheine für ****, kriege die Information, dass ich kurz vor Versteigerung meines Dienstes zur Bühne gerufen werde, und ich durch den Moderator ganz kurz vorgestellt werde, ich selbst gar nichts sagen muss.
Bis zum Start der Auktion geselle ich mich zu meiner Büronachbarin, mit ihr kann ich relativ ungezwungen über Gott und die Welt reden. Das hilft meine Nervosität abbauen. Kurz vor Halb-Acht werden wir aufgerufen im Saal Platz zunehmen. Ich sitze zwischen 2 unbekannten Frauen, eine in schönen Alltagskleidern, die andere auch eher in Abendgarderobe. Da die Veranstaltung schon beginnt haben wir keine Zeit mehr uns gegenseitig vorzustellen.
Die erste Viertelstunde stellt Sue mit vielen schönen Bildern ihr Hilfsprojekt vor und erklärt wie die stille wie offene Versteigerung ablaufen. Sie motiviert die vielen Besucher, es seinen gegen 2500, grosszügig zu sein, Jeder EURO komme dem Hilfswerk zugute, alle hier auf der Bühne helfen unentgeltlich mit.
Nun begrüsst sie Willi, er wird als Moderator und Auktionär die offene Versteigerung leiten.
Und schon geht es los, mit dem ersten Artikel, einem Jahresabo für ein Fitnessstudio im Wert von rund 800.-. Es ist ein Mindestpreis von EUR 300.- angesagt. Anfangs bieten nur wenige und der Preis steigt nur langsam. Ich merke schnell, Willi ist ein guter Verkäufer, bewirbt das Produkt nochmals, hebt den grossen Nutzen von Fitness hervor, den Schnäppchenpreis. Bei 400 EUR scheint die Zahl der Bieter schon grösser. Dann erhöht einer das Angebot massiv auf EUR 600.-. Jetzt sind wir auf einem halbwegs vernünftigen Preis denke ich. Schlussendlich ersteigert eine junge Frau das Abo für EUR 780.-
Der nächste Artikel ist ein City-eBike im Wert von rund EUR 2000.- gespendet von einem lokalen Sportgeschäft. Diese wird auf der Bühne präsentiert, und der Käufer könne es direkt mitnehmen oder später im Sportgeschäft abholen. Nach dem Dank an den Spender beginnt hier die Steigerung mit EUR 1000.- Um die 10 Personen, meist so um die 50 bieten mit. Ich glaube die meisten Besucher haben bereits im Vorfeld die Steigerungsliste genau studiert und entschieden, was sie allenfalls kaufen wollen. Das eBike wechselt mit 1800.- den Besitzer, einem Preis, den man mit etwas verhandeln auch direkt beim Sportgeschäft bezahlt hätte.
Jeder Artikel braucht für Vorstellung und Versteigerung einige Minuten - manchmal gar weit über 5 Minuten, und so wird es noch einige Zeit dauern bis ich mit Nummer 27 an Reihe kommen. Ich schaue gespannt zu, mitbieten werde ich nicht. Gespannt bin ich wie Versteigerung von Artikel 8, das erste Arbeitsangebot an diesem Abend läuft.
Jetzt ist Artikel 8 an der Reihe. Ein junger Mann wird auf die Bühne gerufen und als Ben und Mathematiklehrer am nahen Gymnasium vorgestellt. Nebst älteren Schülern unterrichte er zur Abwechslung auch gerne **** am Anfang der Ausbildung oder solche die den Übertritt ins Gymnasium schaffen wollen. Er offeriere daher 8 Doppellektionen Nachhilfe und Einzelunterricht. Da bietet nur eine Handvoll Leute mit, nur wenige der Anwesenden haben **** mit so einem Bedarf.
Dennoch erzieht das Angebot bei einem Startpreis von 200 einen Ertrag von EURO 580.-
Nach dem Angebot gibt es eine viertelstündige Pause. So gibt es jetzt die Möglichkeit mich mit der einen Sitznachbarin in Abendkleid auszutauschen. Sie stellt sich als Lea vor, und sagt, dass sie einen Gutschein für etwas aus ihrem Geschäft versteigern lasse. Ich stelle mich auch vor und sage, was ich anbiete und warum. Ich erwähne, dass ich kein Partytype sein und mich so gekleidet sehr unwohl fühle, vor anderen Leuten aufzutreten. 'Ja ich spüre, dass Du dich unsicher fühlst, das ist nicht gut. Gerade als Frau musst du selbstsicher auftreten, ansonsten wirst Du ausgenutzt. Du bist eine durchaus attraktive Frau. Ann, habe mehr Selbstbewusst und Mut, dann kannst Du das Leben wirklich geniessen'. Oh, diese Frau hat ein spezielles Gespür, so direkt hat es mir noch niemand gesagt. 'Oh .. das weiss ich eigentlich alles, das ist leichter gesagt als getan .. ich habe es aber heute immerhin gewagt mich einmal anders zu kleiden'. 'Ja das Kleid ist doch ein guter Anfang, um mehr Selbstbewusstsein auszustrahlen. Gutes Selbstbewusstsein kann man lernen, braucht aber einige an Übung und Wiederholung, wie öfter so gekleidet in Ausgehen!'
Ich frage Lea, warum sie sofort bemerkt habe, dass ich mich unsicher fühle. 'Ich habe da viel Erfahrung, ich führe eine Escort Agentur'. Für einen Moment bin ich sprachlos. 'Oh das ist nicht meine Welt' sage ich schüchtern. Ich merke bald, sie ist auch eine ganz normale Frau, einfach mit mehr Menschenkenntnissen und einem sozialen Beruf. So gelingt es mir mit ihr im Gespräch zu bleiben, sage ihr auch, dass ich und Sue lange über das Angebot diskutiert haben.
Kurz bevor Versteigerung fortgesetzt wird, ist auch andere Nachbarin wieder zurück und erfahre noch kurz ihren Name Petra als Chefin von Restaurant mit Angebot 28 nach mir.
Wie läuft Versteigerung meines Angebotes?
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Charity Auktion
Einsatz für Notleidende
Meine Freundin Sue sammelt Geld für in Not und organisiert zu diesem Zweck eine grosse Versteigerung im grossen Stadtsaal. In den Medien ruft sie die Bevölkerung für diesen Anlass Gegenstände, Gutscheine für Aktivitäten als auch persönliche Arbeitsleistungen und Dienste zu schenken, die dann an Versteigerung an den meistbieten gehen. Natürlich bettelt Sue auch bei all ihren Freunden, dass sie etwas für die Aktion geben. Sie betont dass es muss nichts materielles sein, etwas Zeit für ein Dienstleistungsangebot zur Verfügung stellen reiche auch. Dass es bei Arbeit für Fremde auch Übergriffe geben könnte sagt Sue aber nicht...
Updated on Jun 21, 2026
by ann03
Created on Apr 21, 2024
by ann03
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