Wie geht es weiter?
Ungewöhnliches Erwachen
Als er erwachte, wusste er nicht, wie oft er insgesamt in sie abgespritzt hatte: fünf-, sechs-, siebenmal? Er war sich nicht mal sicher, ob er nicht doch geträumt hatte, denn er lag allein im Bett. Zwar völlig nackt, aber außer ihm war da niemand. Er hörte Stimmen, aus dem Erdgeschoss, dachte zuerst an Melly und seine Schwester Christiane, hörte dann aber heraus, dass es sich um Christiane und deren Freundin Helen handelte. Was ihm einen Riesenschreck einjagte, schließlich hatten Melly und er sich in der Stube weitgehend ausgezogen! Dann sah er aber, dass seine Klamotten sorgsam zusammengelegt auf dem Schreibtisch lagen. Hatte er den Sex mit Melly wirklich nur geträumt? Er griff zwischen seine Beine: Hmm, seine Säckchen fühlten sich doch sehr leer an. Und stutzig machte ihn, dass seine Klamotten auf dem Schreibtisch lagen. Niemand legte sie da hin, am allerwenigsten er selbst.
Chris schaute auf sein Handy, erschrak, dass es schon kurz vor elf am Vormittag war, und erkannte, dass Melly vor ein paar Stunden ihm eine SMS geschickt hatte mit nur einem Satz: „Sieh in deiner Nachttischschublade nach!“ Das tat Chris hochgradig gespannt natürlich sofort. Und fand da einen handgeschriebenen Brief von Melly an ihn:
„Guten Morgen, lieber Chris, ich hoffe, du hast gut geschlafen. Ich musste früh los wegen eines Kundentermins, den ich fast verpennt hätte, und wollte dich nicht wecken. Hab übrigens unten aufgeräumt, falls deine Leute nach Hause kommen, ehe du erwachst. Und falls du denkst, dass du das zärtliche Zusammensein mit mir nur geträumt hast: Nein, hast du nicht! Ich hab mit deinem Handy ein paar Fotos von uns gemacht. Nichts, was explizit ins Detail geht, aber zur Erinnerungsauffrischung dürften sie reichen. Ich weiß, dass ich wegen des Altersunterschieds und auch anderer Gründe als Beziehungsfreundin für dich nicht infrage komme. Aber vielleicht hast du mal Lust, wieder in der Art gemeinsam mit mir Kalorien zu verbrennen? Es würde mich freuen! Herzlichst, Deine M.“
Klare Handschrift ohne persönliche Merkmale, andeutungshaft, aber halt mit viel Interpretationsspielraum, Nur Initial als Unterschrift – Melly war offensichtlich vorsichtig, für den Fall, ein Fremder könnte den Brief zu Gesicht bekommen. Chris schaute sich nun die Fotos an, von denen Melly geschrieben hatte. Sie waren offenbar alle heute Morgen gemacht worden, als er schlief. Auf allen waren er und Melly gemeinsam zu sehen, aus verschiedenen Winkeln. Melly hatte die Bettdecke so drapiert, dass zwar keine primären Geschlechtsmerkmale zu sehen waren, aber deutlich erkennbar war, dass er und sie völlig nackt im Bett gewesen waren. Ja, das warf den Erinnerungsmotor richtig an. Chris prägte sich die Bilder ein, legte sein Handy zur Seite, streckte sich im Bett aus, und seine rechte Hand wanderte unter der Bettdecke zu seinem steif werdenden Schwanz. Da ging abrupt seine Zimmertür auf und seine Schwester und deren Freundin Helen betraten den Raum.
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