Was passiert bei Sonja?
Spontanes Essen mit Markus
Freitagabend, kurz nach 18 Uhr.
Ich war noch allein im Büro, sortierte die letzten Unterlagen, als ich plötzlich jemanden hinter mir spürte. Ich drehte mich um – es war Markus.
Mein Herz machte einen kleinen Sprung. Ich fühlte mich sofort etwas komisch. Die Erinnerung an den Teamabend war noch sehr präsent.
Markus (mit einem ruhigen Lächeln): „Hast du noch etwas Zeit? Ich würde gerne mit dir essen gehen.“
Ich schüttelte sofort den Kopf. „Lieber nicht.“
Markus lächelte nur sanft, nicht aufdringlich.
Markus: „Ich will nichts von dir. Nur etwas plaudern. Inzwischen hat sich ja blitzschnell herumgesprochen, dass du mit Lukas zusammen bist.“
Ich zögerte. Zeit hätte ich eigentlich. Aber nur plaudern? Das glaubte ich nicht wirklich.
Markus schien meine Skepsis zu spüren und fügte leise hinzu: „Ich freue mich ehrlich, dass ihr beiden euch gefunden habt. Ihr passt gut zusammen.“
Er machte eine kleine Pause und sagte dann noch leiser: „Auch wenn ich schon etwas neidisch bin.“
Mir kamen plötzlich Tränen. Ich schluchzte leise und nickte.
Ich: „Ja… ich komme gerne mit zum Essen. Mit der Gewissheit, dass du keine großen Avancen machst. Ein bisschen miteinander spielen oder flirten wie früher… das passt.“
Markus lächelte warm und nickte.
Wir gingen in ein ruhiges, kleines Restaurant ganz in der Nähe. Die Stimmung war überraschend entspannt. Markus war nicht der dominante, aufdringliche Typ, für den ich ihn lange gehalten hatte. Er war initiativ, mutig und klug – aber nicht rücksichtslos.
Wir sprachen lange – fast drei Stunden.
Ich erzählte ihm, wie sehr mich der Teamabend verändert hatte. Wie ich mich selbst neu entdeckt hatte. Wie sehr mich seine Art, Grenzen zu überschreiten, beeinflusst hatte – positiv.
Ich: „Weißt du… du hast mich immer wieder herausgefordert, seit ich hier arbeite. Ich war mir das bis jetzt nicht so bewusst. Aber du hast in mir einen Ehrgeiz geweckt, der mir geholfen hat, den großen Auftrag zu holen. Und wahrscheinlich auch, dass ich am Teamabend eine neue Grenze überschritten habe.“
Markus hörte aufmerksam zu. Er wirkte ehrlich berührt.
Markus: „Das freut mich sehr. Ich wollte dich nie verletzen. Ich wollte nur sehen, was in dir steckt.“
Wir sprachen auch über Lukas. Markus war ehrlich neidisch, aber nicht bitter. Er sagte: „Lukas ist ein guter Kerl. Er hat dich verdient.“
Ich spürte, wie sehr ich Markus in diesem Moment mochte. Nicht romantisch wie bei Lukas – aber als Mensch. Als jemanden, der mich herausfordert. Der mutig ist. Der nicht aufgibt.
Am Ende des Abends umarmten wir uns kurz und freundschaftlich.
Markus: „Danke für den schönen Abend.“ Ich: „Danke, dass du so ehrlich warst.“
Auf dem Heimweg dachte ich noch lange über ihn nach.
Markus war nicht der Egoist, für den ich ihn halten. Er war jemand, der Dinge vorantreibt. Jemand, der Grenzen überschreitet – nicht aus Bosheit, sondern aus Neugier und Ehrgeiz.
Und ein kleiner Teil von mir war dankbar, dass er mich immer wieder herausgefordert hatte.
Und was denkt Markus von Sonja?
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