Wie steckt Pandora denn plötzlich hier drin?

Sie hat Vorsichtsmaßnahmen getroffen

Chapter 174 by Hentaitales Hentaitales

"Äh..." Tom sah nicht sonderlich intelligent aus, als er sein Handy anstarrte. "Was machst du denn hier?"

"Das sollte ich euch fragen" kam Pandoras Stimme zurück, "vor allem, weil ich im Gegensatz zu euch gar nicht 'hier' bin! Was zum Geier habt ihr euch dabei gedacht, so in aller Öffentlichkeit aufzutreten?"

Tom seufzte. "Frag das mal BM - die Schnapsidee ist auf seinem Mist gewachsen. Wir räumen gerade hinter ihm auf."

Ein müdes Lachen kam aus den Lautsprechern. "Na, das habt ihr ja echt scheiße gemacht. Gleich sieben Kameras haben euch gesehen. Wär ich nicht gleich ins lokale Netz, als ich gemerkt hab, dass Surabhis Bild als Verdachtsfall aufgepoppt ist, wäre inzwischen bestimmt ne Hundertschaft Polizei bei euch vor Ort."

"W-Was?!" Offenbar bekam Asha inzwischen wieder etwas mehr von ihrer Umgebung mit und war nicht mehr vollkommen auf Connor fixiert. "Ich- Eine Kamera hat mich gesehen?"

"Sieben Kameras", wiederholte Pandora giftig. "Man kann euch echt nicht alleine lassen, sonst macht ihr nur Scheiß!"

Alex verstand gar nichts mehr. "Ich dachte, du wärst bei uns jetzt raus-"

Ein leises Stöhnen war die Antwort. "Guten Morgen, Roadie! Gut geschlafen? Ich hab so getan, als würd ich mich verpissen, damit dieser Viktor denkt, er könnte jetzt ganz ungestört bei euch die Macht übernehmen. Aber offenbar braucht ihr ihn gar nicht, um euch selbst in die Scheiße zu reiten! Da reicht es vollkommen raus, wenn euer Schwanzgesteuerter mal nen tollen Einfall hat, oder?"

"Aber ich mach doch nur, was meine Bestimmung ist", ließ sich plötzlich Connor schwach vernehmen. "Wieso habt ihr da was dagegen?"

"Ja", pflichtete ihm plötzlich Asha wieder voll bei, "lasst ihn gefälligst gehen! Er macht doch nur was, das uns alle voranbringt!"

Tom sah zu Connor. "Lass sie gehen", sagte er vollkommen ruhig, "sonst hast du meine Faust als nächstes in den Eiern."

Connor sah erschrocken auf. "Okay, okay! Ich hör ja schon-"

"Packt euch jetzt gefälligst in die Autos", meldete sich Pandora wieder aus den Handys, "und haut ab hier! Ich kann das lokale Netz nicht ewig unter Kontrolle halten!"

"Alles klar." Tom sah zu den anderen. "Roadie, du und ich bringen BM im Nissan heim. Titania, du nimmst Surabhi im zweiten Auto mit. Keine Verzögerungen mehr, ist das klar?"


Während sie auf der Rückfahrt waren - Alex war am Steuer, Tom passte auf dem Rücksitz auf den immer noch etwas benommenen Connor auf - war Pandora weiter über ihre Nachlässigkeit am Schimpfen. Sie schien dabei gar nicht so wütend auf Connor zu sein - eher auf die anderen, dass sie nicht besser auf ihn achtgegeben hatten. "Ihr wusstet doch alle, dass der alles viel zu locker nimmt! Wieso habt ihr ihn nicht ständig beaufsichtigt?"

"Ey, ich weiß, was ich tue!" gab Connor leicht röchelnd zurück. "Ich brauch keine Aufpasser!"

"Aber vielleicht doch eins in die Eier", meinte Tom trocken. "Damit du aufhörst, mit denen zu denken!"

Pandora gab ein zustimmendes Brummen von sich. "Und gib ihm auch noch eins von mir mit. Echt, BM, du hättest nichts viel Blöderes machen können als das. Du weißt doch, dass Surabhi ihr Gesicht nirgendwo zeigen darf! Wie hast du sie überhaupt dazu überredet, den Scheiß mitzumachen?"

Alex räusperte sich. "Hat er nicht. Er hat sie einfach nur kontrolliert."

"Was, der fängt jetzt auch schon damit an?" Pandora stöhnte. "Ich glaube, ich komme die Tage mal wieder bei euch vorbei. Ich bleib nicht lang, ich werd BM nur kurz kastrieren."

"Kann ich wenigstens mal was zu meiner Verteidigung sagen?" versuchte es Connor noch einmal.

Tom nickte. "Okay. Sprich. Vielleicht kapiere ich dann wenigstens ein bisschen, was da in dir vorgegangen ist."

Connor räusperte sich noch einmal geräuschvoll. "Also, unser Hauptproblem ist doch, dass wir immer als die ultimativen Bösen dargestellt werden. Diejenigen, die die Welt bedrohen, Leute umbringen und normale Menschen versklaven wollen, richtig?"

"Red weiter", sagte Tom. "Bis hierher erzählst du noch keinen Mist."

"Wir wissen aber, dass sie eigentlich unsere Kräfte ausnutzen wollen", fuhr Connor fort. "Dass sie alle, die unsere Gene teilen verfolgen, einsperren und an ihnen herumexperimentieren. Und das können sie vor allem deswegen, weil wir nur wenige sind. Weil sie leicht den einen oder den anderen schnappen und seinem Umfeld irgendwelche Lügen auftischen können. Wenn jetzt aber auf einen Schlag, auf einem einzigen Fleck, gleich fünfzig oder hundert von uns auftauchen - was werden die wohl machen? Genau das gleiche wie immer? Wie wollen die das machen? Die können schlecht so viele Leute auf einmal aus ihrem Freundeskreis rausreißen! Und wenn sie's doch tun, dann stehen sie endlich mal genau als das da, was sie wirklich sind: widerliche Unterdrücker! Also hab ich mir gedacht, mach doch genau das! Zeug auf einen Schlag mal fünfzig oder hundert kleine Babys, die alle das Zarathustra-Gen tragen! Entweder, die Akzeptanz für uns steigt endlich in der Öffentlichkeit, oder die Regierung muss ihre Maske fallen lassen und verliert alle Sympathien in der Öffentlichkeit."

Einen Moment herrschte Schweigen im Auto. Dann meldete sich Pandora wieder zu Wort. "Und dabei hast du riskiert, selbst aufzufliegen, du Volldepp! Wenn du als Zarathustra bekannt wirst, dann sind alle deine Freunde geliefert - sogar deine eigene Mutter ist dann geliefert! Wo sollen wir wieder so was wie das Safehouse herbekommen, ohne deine Verbindungen und Ressourcen?"

Tom nickte. "Und das Schlimmste daran ist, dass dir das jeder Einzelne von uns das hätte sagen können! Selbst Sandy oder die Zwillinge wären clever genug gewesen, dir zu erklären, was für ein Scheißplan das war! Warum hast du mit niemandem drüber gesprochen?"

"Aber das hab ich doch!" gab Connor empört zurück. "Ich mach doch sowas nicht ohne Rücksprache!"

"Was?!" Pandoras Stimme konnte man die Verblüffung anhören. "Moment - lass mich raten. Surabhi. Nachdem du sie unter deine Kontrolle genommen hast, richtig?"

Connor richtete sich trotzig auf. "Von wegen. Hathor höchstpersönlich!", sagte er. "Da staunt ihr, was?"

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Lorena fand die Idee gut?!

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