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Chapter 14 by Papas_Liebling Papas_Liebling

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Seeglas

Die Suite war geradezu absurd schön. Zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, ein riesiger Wohnbereich, alles in Beige und Bleu und hellem Holz, dazu ein Balkon, größer als meine ganze Wohnung, mit Blick auf den herrlichen See, der in der Nachmittagssonne wie geschmolzenes Silber glitzerte.

Ich stellte meine Tasche ab, trat ins Freie, streckte mich. Meine Gedanken waren noch bei der Fahrt, bei Alexanders Stimme, seiner Körperspannung, seinen Blicken. Er war anders. Noch immer kontrolliert. Noch – aber es lag eine Hitze unter seiner Oberfläche, als hätte ich etwas in ihm entzündet, das er nicht mehr löschen konnte.

Unter dem Sonnenschirm standen zwei weiße Korbsessel, dazwischen ein Champagnerkühler mit einer teuer aussehenden Flasche darin. Ich beachtete sie nicht weiter. Der See sah verführerischer aus. Einladend.

„Gehen wir baden?“ Ich rief es halb scherzhaft über die Schulter zurück ins Zimmer. Nur so dahin.

„Okay.“

Seine Stimme kam aus dem Nebenzimmer. Klar. Unzweideutig. Ich zuckte innerlich zusammen – er dachte, ich meinte das ernst? Na gut, warum nicht?

„Haben wir Bademäntel?“, fragte ich. Aber vermutlich gehörte das in so einem Hotel zum Standard.

Seine Stimme klang belustigt: „Ziehst du diesmal drunter was an?“

„Bin schon dabei“, gab ich zurück. Ich stöberte in meinem Weekender. Bekam den Bikini zu fassen. Sollte ich den wirklich anziehen? Nein. Als nächstes erwischte ich den schwarzen Spitzenbody, der eher fürs Hotelbett geeignet war als fürs Wasser. Außerdem war der zu heiß, da würde das Wasser verdampfen, ehe ich schwimmen konnte. Ich entschied mich für mein tief ausgeschnittenes schwarzes Neckholder-Oberteil und die passende Bikinihose, die mehr andeutete als bedeckte. Darüber noch ein lockeres Leinenhemd.

Als ich aus meinem Zimmer kam, stand er bereits fertig da – barfuß, gebräunt, in dunkler Badehose.

Ich blieb stehen. Sah ihn an. Von oben bis unten und wieder zurück. Bis zur Körpermitte, wo meine Augen hängen blieben.

Fuck.

Er sah so viel besser aus, als ein CEO aussehen durfte. Das war unfair. Schlank, definiert, nicht übertrieben – einfach männlich… präsent.

Dieser Blick, den er mir zuwarf, als sich unsere Augen trafen! Als wüsste er genau, was in meinem Kopf vorging. Und er starrte mir nicht auf die Brüste. Das machte es noch gefährlicher.

„Du siehst überrascht aus“, neckte er, „ich dachte, du wärst vorbereitet. See, Sonne - da sollte es nicht wirklich überraschend sein, dass ich Badesachen anhabe.“

„War ich", entgegnete ich, "nur nicht auf das.“

Ich machte ein Geste in seine Richtung, die alles umfasste. Ihn, die Suite, das breite Bett in seinem Schlafzimmer, das durch die offenstehende Tür lockte.

Diese Runde ging an ihn. Gleichstand.

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