Erfährt Lukas etwas über das Nachtessen.
Schwieriges Gespräch mit Sonja - von Lukas.
Am Dienstag habe wer zum Nachtessen in einem gemütlichen einfachen Restaurant abgemacht.
Das Abendessen mit Sonja am Dienstagabend war für mich emotional sehr intensiv.
Wir saßen in einem ruhigen, gemütlichen Restaurant. Sonja sah wunderschön aus. Am Angang war es ganz entspannt. Dann aber nach dem Hauptgang begann sie schließlich zu erzählen – vom Wochenende, vom Essen bei Lena.
Sie berichtete, wie entspannt der Abend begonnen hatte, wie Lena und Linus sehr offen über erotische Themen gesprochen hatten. Besonders blieb bei mir hängen, als sie sagte:
Sonja: „Lena hat gesagt, sie liebe es, Männer zu steuern.“
In mir stieg sofort ein ungutes Gefühl auf. Wieder Lena. Ich befürchtete immer mehr, dass sie Sonja manipuliert. Dass sie sie zu Dingen drängt, die Sonja eigentlich gar nicht will.
Ich sagte es vorsichtig:
„Das klingt… als würde sie dich lenken.“
Sonja schüttelte sofort den Kopf.
Sonja: „Nein, so ist es nicht. Lena ist sehr respektvoll. Sie akzeptiert Grenzen. Ich kenne sie wirklich gut.“
Die Diskussion wurde schwierig. Ich konnte es nicht wirklich glauben. Die beiden schienen mir viel zu tief verbunden. Ich hatte das Gefühl, Lena hätte einen viel stärkeren Einfluss auf Sonja, als ich es je haben könnte.
Danach saßen wir lange fast schweigend gegenüber. Die Stimmung war angespannt. Ich stocherte nur noch in meinem Dessert herum.
Irgendwann – vielleicht vom Wein etwas angeheitert – begann Sonja plötzlich, wie aus dem Nähkästchen zu erzählen. Sie berichtete vom Essen mit Linus und Lena, von den Gesprächen über Erotik, von den Berührungen, die Linus bei ihr gemacht hatte.
Ich hörte nur zu. Sagte ab und zu ein leises „Aha“ oder „Verstehe“, damit sie weitersprach. In mir tobte ein Sturm aus Eifersucht, Neugier und Unsicherheit.
Am Ende, als Sonja plötzlich realisierte, was sie mir alles brühwarm erzählt hatte, sagte sie nur:
Sonja: „Verdammt…“ Und lief knallrot an.
Für mich war das jedoch eine große Erleichterung.
Lena erschien mir plötzlich sympathischer. Annäherbar. Ihre manipulative Art, die ich bisher nur als Bedrohung gesehen hatte, fühlte sich auf einmal wie eine Bereicherung für uns alle an. Vielleicht konnte ich das sogar akzeptieren.
Ich lächelte Sonja vorsichtig an und griff über den Tisch nach ihrer Hand.
Ich: „Danke, dass du mir das erzählt hast.“
Und in diesem Moment spürte ich: Wir konnten das schaffen. Zusammen.
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