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Chapter 20
by
Rotstiftakrobat
Was löst dieses Treffen in mir aus?
Scham, Wut und Lust
Ich sitze wie erstarrt in meinem knappen, türkisen Bikini auf der Stranddecke und starre ihm nach, bis seine Gestalt am Horizont verschwunden ist. Die Worte hallen in meinem Kopf nach. Snowbunny. SizeQueen. Im Keller. Wut kocht in mir auf, eine heiße, säuerliche Wut, die sich gegen mich selbst richtet. Warum habe ich nichts gesagt? Warum bin ich nicht einfach aufgestanden und weggegangen? Ich bin keine schwache Person. Auf dem Fußballfeld bin ich eine Kämpferin, schnell, unerbittlich, ich setze mich durch und lasse mich nicht unterkriegen. Aber hier… hier war ich eine Maus, die der Katze stumm zusah.
Doch unter der Wut brodelt etwas anderes. Eine Scham, die sich seltsam anfühlt, weil sie mit einer prickelnden Hitze einhergeht. Ich spüre, wie sich meine Brustwarzen zusammenziehen, hart und aufmerksam, und sich deutlich durch den dünnen Stoff des Bikini-Oberteils abzeichnen. Mein Körper hat seine eigene Meinung. Mein Körper hat genossen, was er gehört und gesehen hat. Diese Erkenntnis ist demütigend und bereitet mir gleichzeitig eine Lust, bzw. ein Verlangen, das ich nicht bändigen kann. Ich bin verwirrt, zerrissen zwischen dem, was ich sein sollte, und dem, was ich gerade fühle.
Mit einem wütenden Aufschrei reiße ich meine Sachen zusammen. Die Decke wird gefaltet, die Sonnencreme und mein Buch in die Tasche gestopft. Ich renne zu meinem Van, springe auf den Fahrersitz und starte den Motor mit einem ruckartigen Drehen des Zündschlüssels. Der Mitsubishi heult auf, als ich das Gaspedal durchtrete und die Reifen durch den Schotter der Parkplatzes schiebe. Ich rase los, weg vom Strand, weg von diesen Gedanken, die mich verfolgen wie Geister. Die ganze Fahrt zurück in die Wohnung sehe ich nur sein Lächeln vor mir, spüre seine Hand auf meinem Oberschenkel und den unergründlichen Blick, mit dem er mich gemustert hat.
Als ich schließlich auf dem Parkplatz vor dem Gebäude in dem sich meine Wohnung, die mir doch so fremd ist, weil sie irgendwie auch nicht meine ist, ankomme, falle ich fast aus dem Van. Ich falle die Treppe hoch und schließe die Tür mit einem lauten Knall hinter mir. Lehnend an das Holz atme ich schwer. Die Wohnung ist still, aber überall sehe ich die Spuren der Vorbewohnerin. Ein großes Mikrofon an einem flexiblen Arm, ein Ringlicht in der Ecke, mehrere Monitore auf dem Schreibtisch. Das ist ihr Reich, ihr Job. Aber dafür habe ich jetzt keine Zeit. Ein anderer Drang ist viel, viel dringender.
Normalerweise mache ich so etwas so gut wie nie. Das ist nichts für mich, habe ich mir immer gesagt. Aber jetzt bin ich einfach geil. Die Anspannung, die Wut, die Scham – alles hat sich zu einem einzigen, pochenden Bedürfnis verdichtet. Ich muss. Ich muss jetzt.
Ich beginne zu suchen. Zuerst in den Schubläden unter dem Bett. Nur Krimskrams, ein paar Notizzettel. Dann im begehbaren Kleiderschrank. Neue knappen Bikinis, super kurze Miniröcke, hautenge Shorts, CropTops und sexy Unterwäsche. Wo zum Teufel…? Mein Blick fällt auf den Schreibtisch, auf den PC. Vielleicht…? Ich öffne die Schubladen in dem kleinen Schrank daneben. Erst nur Rechnungen und andere Dokumente. Und dann finde ich es. Ein Sammelsurium, das mir den Atem raubt. Eigentlich suche ich nur einen Vibrator. Einen Satisfyer oder so etwas, von dem meine Freundinnen in Deutschland immer geschwärmt haben. Aber was ich hier finde, ist eine andere Welt.
Eine große Flasche Gleitgel springt mir direkt ins Auge. Ein Magic Wand, der Akkubetrieben ist und einem Massagegerät -das er ja quasi ist- ähnelt. Ein großer schwarzer Monsterdildo, der mich an den Keller erinnert und einen kalten Schauer über meinen Rücken jagt. „Wer nutzt sowas und wie?“ Ein Buttplug aus Edelstahl mit einem pinken Diamanten am Ende in Herzform, der im Licht funkelt. Nippelklemmen mit Ketten dazwischen und ein langer, flexibler Dildo mit zwei Enden in schreienden Regenbogenfarben. Das Kribbeln wird stärker. Ich schaue auf den PC und fahre ihn hoch. Ich bin überrascht. Kein Passwort… eine Ordnerstruktur, die keine Fragen offenlässt. Pornos und Videos der mysteriösen Vorbewohnerin. Ich klicke ein Video an, neugierig und angewidert zugleich. Das mysteriöse E-Girl bekommt plötzlich ein Gesicht und einen Körper.
Ihr Haar ist ein leuchtendes, fast aggressives Rosa, das zu ihrem Teint und dem stark geschminkten Gesicht einen wilden Kontrast bildet. Sie hat dicke Wimperntusche, die ihre Augen riesig wirken lässt, und einen dunklen Lidstrich, der nach oben ausläuft. Ihre Lippen sind voll und in einem satten Pink gefärbt. Sie ist hübsch, keine Frage, aber ihre Schönheit ist anders als meine. Sie ist nicht süß oder unschuldig. Ihr Gesicht hat etwas Verbrauchtes, eine Art müdes, wissendes Lächeln, als hätte sie alles schon gesehen und wäre davon nur leicht gelangweilt.
Sie ist klein und zierlich, kleiner als ich vielleicht, aber trotzdem anders gebaut. Man sieht, dass sie Sport macht, ihre Arme und Beine sind definiert, aber sie hat nicht diesen durchtrainierten, harten Körper wie ich. Kein Sixpack, sondern eine flache, weiche Mitte, in der ein glänzendes Bauchnabelpiercing in Form eines kleinen Barbell steckt. In ihrem rechten Nasenflügel blitzt ein kleiner, silberner Ring auf.
Was mich aber am meisten fasziniert, ist ihre Haut. Sie ist eine Leinwand. Bunte Tattoos überziehen ihre Arme, ihre Schultern und schlängeln sich über ihren Rücken, den sie ab und an der Kamera zuwendet, während sie sich langsam streckt. Ich erkenne Anime-Figuren, bunte Blumen und abstrakte Muster, die sich zu einem chaotischen, aber irgendwie harmonischen Ganzen fügen. Sie ist ein Kunstwerk, das sie selbst erschaffen hat.
Ihre kleinen, runden Brüste sind frei, und auf den Brustwarzen sitzen kleine, silberne Ringe, die im Licht des Ringlichts funkeln. Sie bewegt sich mit einer langsamen, fast trägen Sinnlichkeit, als würde sie für eine unsichtbare Menge tanzen. Sie weiß, dass sie beobachtet wird, und sie liebt es. Jede ihrer Bewegungen schreit: „Schau mir zu. Ich habe keine Angst. Ich bin stolz auf das, was ich bin.“
Ich starre fasziniert auf den Bildschirm. JezLovesAnime, heißt ihr Profil. Sie ist mein Spiegelbild und gleichzeitig mein komplettes Gegenteil. Sie ist die Verkörperung all der dunklen, verbotenen Dinge, von denen der Mann am Strand gesprochen hat. Sie ist nicht schüchtern. Sie ist nicht zurückhaltend. Sie hat die Kontrolle über ihre eigene Sexualität und macht sie zu ihrer Währung, zu ihrer Kunst.
Während ich zuschaue, wie sie die Augen schließt und eine Hand langsam über ihre tätowierte Haut gleiten lässt, wird mir klar, dass ich nicht nur eine Wohnung von einer Fremden übernommen habe. Ich habe ihr Erbe übernommen. Ihre Kleidung, ihre Möbel… und jetzt auch ihre Geheimnisse.
Sie befriedigt sich selbst anal, während Kommentare über den Bildschirm flimmern. Sie streamt es.
Ich kann nicht anders. Ich schiebe den Stuhl zurück, lege den Magic Wand und den großen schwarzen Dildo mit Saugnapf neben mich auf den Tisch und starte das Video. Die Geräusche erfüllen den stillen Raum. Ihr Stöhnen, das nasse Geräusch, die leise, aber stetige Musik des Streams. Ich schaue auf den Bildschirm, dann auf die Toys neben mir. Die Verwirrung ist weg, ersetzt durch eine urwüchsige, fast verzweifelte Gier. Meine Hand wandert nach unten, gleitet unter den Saum meines String-Bikinis. Ich bin nass. Schamlos nass.
Während ich zusehe, wie die Frau auf dem Bildschirm sich mit dem Regenbogen-Dildo befriedigt, greife ich nach dem Magic Wand. Ich schalte ihn auf die niedrigste Stufe. Das Vibrieren ist intensiv, fast schon zu viel. Ich lege ihn gegen mich, über den dünnen Stoff des String-Bikini-Höschens, und ein lautes Stöhnen entweicht meiner Kehle. Es fühlt sich gut an. Verdammt gut. Das habe ich nicht eo intensiv, so kräftig, soooo guuuut erwartet. Meine Hüfte beginnt zu kreisen, ich drücke das Gerät fester gegen mich. Mit zittrigen Fingern ziehe ich das Bikini-Oberteil aus und befreie meine kleinen, festen Brüste, die der Schwerkraft zu widerstehen scheinen. Auch den String ziehe ich hinunter und lasse den Magic Wand über meine Schamlippen, meine Klitoris und meinen Venushügel gleiten. Die Bilder auf dem Bildschirm verschwimmen, ich sehe nur noch Flecken und Farben, höre nur noch das Stöhnen und das Summen in meiner Hand. Meine andere Hand greift nach dem großen schwarzen Dildo. Er ist schwer und kalt in meiner Hand. Ich stelle ihn mit dem Saugnapf neben mich auf den Tisch, schaue ihn an, während die Welle der Lust in mir immer höher steigt.
Das Vibrieren reicht. Sie baut sich auf, eine Spannung, die sich in meinem ganzen Körper zusammenzieht, in meinem Bauch, in meinen Oberschenkeln, bis hin zu den Zehenspitzen. Ich werfe den Kopf zurück, die Augen geschlossen, der Mund geöffnet zu einem lautlosen Schrei. Und dann explodiere ich. Der Orgasmus reißt mich mit sich, ein heftiges, zuckendes, langes Beben, das mir den Atem raubt und jede einzelne Zelle meines Körpers durchflutet. Ich lasse den Magic Wand fallen, er summt leise auf dem Teppich weiter, während ich schlaff im Stuhl zusammensinke und zittere.
Was bringt der nächste Tag mit sich?
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Jette‘s Abenteuer Down Under!
Ein verrücktes Lebensveränderndes Jahr in Australien
Jette ist 18 Jahre und kommt aus einer recht wohlhabenden im Nord-Westen Deutschlands. Sie hat gerade ihr Abi mit hervorragenden Noten abgeschlossen, aber weiß noch nicht so richtig, was sie machen soll, also los: Ab ins Abenteuer. Ein Jahr Work and Travel in Australien. Weit entfernt von ihrer , ihren Freunden und ein echter Neustart in ein selbstbestimmtes Leben und das Ganze in einem Van. Vanlife: Here she cums!
Updated on Mar 14, 2026
by Rotstiftakrobat
Created on Jan 9, 2026
by Rotstiftakrobat
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