Want to support CHYOA?
Disable your Ad Blocker! Thanks :)

Chapter 45 by ThormGravis

Hat Richards sonst noch einen Wunsch?

Richards bleibt professionell

Max konnte Richards ansehen, dass er sicherlich den ein oder anderen unartigen Gedanken hegte, aber er riss sich zusammen. Vor seinen Männern und angesichts der Verzögerungen im Zeitplan, schaffte er es, Max´ Reizen nicht zu erliegen. Max konnte nicht leugnen, dass diese Selbstbeherrschung ihr gefiel und Richards durchaus attraktiv wirken ließen. Dennoch konnte sie nicht widerstehen, ihm ein wenig zu necken. Sie fuhr mit dem Finger über seine Brust, trat nahe an ihn heran und wendete sich zum Gehen. Dabei streifte sie mit ihrem Becken seinen Schritt und drehte den Kopf lasziv zurück: "Sicher, dass du keinen Wunsch hast?"

Richards musste schlucken, behielt aber die Kontrolle. "Das werden wir bei unserem nächsten Treffen diskutieren." Es bereitete ihm sichtlich Mühe, seinen Instinkten nicht nachzugeben. Dass sich in seiner Hose ein Beule bildete, konnte er hingegen nicht verhindern. Ein wenig hastig ging er zur Tagesordnung über, um nicht doch noch in Versuchung zu geraten. "Wir haben nicht viel Zeit. Also los. Du sagst, dass du die Lagepläne kennst? Was schätzt du wie lange du brauchen wirst."

"Schwer zu sagen." Max zuckte mit den Achseln. "Hängt davon ab, wie es im Labortrakt aussieht. Wenn ich gut vorankomme, brauche ich ne knappe Stunde, aber nach allem was ich von euch über den Versorgungsteil gehört habe, muss ich wohl davon ausgehen, dass es auch auf meiner Seite nicht ohne Komplikationen ablaufen wird. Vielleicht drei Stunden, vielleicht vier. Wenn ich Umwege gehen muss oder andere Probleme kriege, kann es auch noch länger dauern."

"Na gut. DeShon und zwei andere meiner Männer werden auf unserer Seite der Schleuse auf dich warten. Doyle wird dafür sorgen, dass du dich nicht einfach aus dem Staub machst." Er deutete dabei auf die genannten Söldnern zu, die mit kurzem Nicken bestätigten. DeShon war ein schwarzer Hüne, locker über zwei Meter groß und ein wahrer Muskelmann. Doyle war weniger beeindruckend gebaut, aber sein wachsamer Blick und seine Körpersprache ließen ihn nicht weniger gefährlich wirken. DeShon blickt Max lüstern an, Doyle wirkte vor allem misstrauisch. Richards reichte Max ein Funkgerät. "Ich erwarte, dass du dich jede Stunde meldest und mich über deinen Fortschritt informiert - immer vorausgesetzt, dass du die Chance dazu hast und keine Interferenzen die Kommunikation erschweren. Brauchst du sonst etwas? Schutzmaske? Waffen? Licht?"

Max lächelte DeShon und vor allem Doyle jovial an, dann checkte sie das Funkgerät. "Nein danke", lehnte sie Richards Angebot ab, "so Spielzeug brauche ich nicht." Wie erwartet entlockte diese arrogante Reaktion ungläubiges Staunen. Dann winkte sie Doyle zu. "Los geht´s, Jungs. Ihr solltet euch was zu Lesen mitnehmen. So schnell werdet ihr mich nicht wiedersehen." Ohne eine Antwort abzuwarten verließ Max den Raum und wackelte dabei mehr als üblich mit ihren heißem Po. Doyle, Juri und Marty folgten ihr, die anderen Männer blieben zurück.

Gemeinsam mit den drei Kerlen erreichte Max den Vorraum, von denen aus die Steigeisen nach oben führten. Doyle und seine Männer folgten ihr in einem respektvollen Abstand, der von einer gehörigen Portion Vorsicht zeugte. Max musste grinsen. Offenbar hatte ihre Show einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie nährte sich der noch verschlossenen Panzertür, die zum Labortrakt führte, und befreite das Eingabeterminal von Staub und Moos. Die Söldner hatten tatsächlich nicht einmal versucht, diesen Weg zu wählen. Sie schob die Keycard, die Freddy ihr besorgt hatte, in den Leseschlitz und gab den Code ein. Für einen Moment blieb das System stumm und Max hoffte inständig, dass ihr der Zugang gewährt würde. Wenn sie jetzt vor der verschlossenen Tür stehen bleiben würde, wäre jeder Respekt, den sie sich verschafft hat, sehr schnell verflogen. Doch dann sprang eine Sicherheitslampe von rot auf grün und mit einem hydraulischen Zischen öffnete sich die riesige Tresortür ein Stückchen.

Sogleich kamen Doyle, Juri und Marty herbei, um Max dabei zu helfen, die massige Panzertür aufstemmen, blieben aber bass erstaunt ruckartig stehen, als die zierliche Latina, das sicher eine halbe Tonne schwere Tor mit wenig Mühe alleine aufschob. Sie genoss diesen Moment und musste sich das Lächeln verkneifen. Es bereitete ihr immer wieder diebische Freude, wenn sie Beobachter verblüffen konnte - besonders wenn es hart gesottene Machos waren, die in ihr meist nur ein heißes Fickstück sahen. Als hätte sie nichts besonderes geleistet, winkte sie den drei Männern zu, die wie angewurzelt dar standen und sie mit offenen Mündern anstarrten.

"Seid so gut und macht das Tor hinter mir zu, Jungs. Ihr wollt ja nicht, dass ich unbemerkt abhauen", grinste Max und verschwand im Dunst und der Dunkelheit, die sich hinter der Panzertür erstreckten und an den finsteren Schlund eines Drachen erinnerten. Die Latina vergaß natürlich nicht noch einmal mit ihrem heißen Arsch zu wackeln, dann hatte die Dunkelheit sie verschluckt. Sie selbst konnte dank ihrer Katzen-DNA, die ihr hervorragende Sehkraft in der Dunkelheit verlieh, weiterhin ganz annehmbar sehen und erkannte daher, dass sich vor ihr ein kurzer Gang erstreckte, bevor eine weitere Panzertür folgte, die nicht ganz so groß wie die erste war, aber nicht minder stabil wirkte. Gerade als Max abermals die Keycard zückte, hörte sie wie die drei Männer hinter ihr sich schnaufend damit abmühten, das erste Tor wieder zu schließen.

Auch hier versagten Keycard und Code nicht. Man konnte über Freddy sagen, was man wollte, aber seine Arbeit erledigte er scheinbar gewissenhaft. Die zweite Tür öffnete sich ebenfalls mit einem Zischen und dahinter befand sich ein kurzer, enger Gang, der an Decken, Wänden und Boden mit Kacheln verkleidet war. Die schweren Tore hatten das Eindringen von Feuchtigkeit und Pflanzen vollständig verhindert, denn dieser kurze Raum wirkte als sei er gerade vor wenigen Minuten geputzt worden. Seitlich standen einige Objekte in etwa zwei Metern Höhe aus der Wand, die an Duschköpfe erinnerten. Wahrscheinlich handelte es sich hierbei um eine Kammer zu Dekontamination. Max überlegte kurz, ob sie diese Anlage nutzen solle, verwarf den Gedanken aber wieder. Entweder dienten die Duschen dazu, keine Spornen aus dem Labor herauszulassen und dann wäre die Dekontamination nur in umgekehrter Marschrichtung sinnvoll, oder sie sollten keine Keime von draußen hereinlassen - und dies war nach so langer Zeit und angesichts des Umstandes, das die Anlage nicht mehr genutzt wurde, wohl heute nicht mehr relevant.

Gerade als Doyle und die anderen es mit Mühe schafften, die erste Panzertür zu schließen, trat Max aus der Dekontaminationskammer durch eine weitere Schleuse ins eigentliche Labor. "Wow", entfuhr es ihr. Dieser Ort hatte wahrlich schon bessere Zeiten gesehen. Überall lagen herausgebrochene Überreste der Wand- und Deckenverkleidung herum, einige umgestoßene Kisten standen kreuz und quer im engen Gang und hier und dort entdeckte sie fallengelassene Werkzeuge und Nutzgegenstände. Ein wenig bizarr wirkte der Umstand, dass die alte Neonröhre, die halb aus ihrer Fassung an der Decke herunterhing, immer noch in unregelmäßigen abständen flackerte und dann mattes Licht spendete. Wie in Freddys Lageplan eingezeichnet, gab es zwei Türen, die aus dem Gang herausführten. Eine zweigte nach links ab und stellte den kürzesten Weg zu einer Verbindungsschleuse dar, an deren anderem Ende Richards Männer warten würden. Die andere führte gerade aus zu einigen Aufzügen und einem Lagerraum.

Als ihr Blick auf eine weitere Beschädigung in der Wand fiel, hielt Max inne. Es sah fast so aus, als hätte irgendetwas ein Loch in die Verkleidung geschlagen. Im ersten Moment wirkte es wie ein Fausthieb, doch dafür war die beschädigte Stelle zu länglich und gleichmäßig. Die heiße Latina befühlte die Stelle und strich grübelnd mit der Hand an der Wand entlang, bis sie einige Meter weiter mehrere kleinere Löcher entdeckte, die stark an Einschusslöcher erinnerten. Ein genauerer Blick bestätigte diese Vermutung. In manchen steckten sogar noch Überreste der Projektile. Was zur Hölle war hier los? Warum sollte irgendwer in diesem Gang um sich schießen? Die Winkel der Einschusslöcher ließen vermuten, dass die Schüsse aus der nach links abzweigenden Raum gekommen waren, doch die Verbindungstür war geschlossen. Seltsam. Offenbar hatte sie es hier nicht nur mit den direkten Auswirkungen eines Erdbebens zu tun. Während der Evakuierung oder im unmittelbaren Umfeld war es scheinbar zu einigen nicht ganz geplanten Aktionen gekommen.

Welchen Weg wählt Max?

Comments

      Want to support CHYOA?
      Disable your Ad Blocker! Thanks :)