Chapter 19
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Rapunzel Z.17
Gothel schwelgte in ihrem Erfolg. Wieder einmal hatte sie sich als wahre Meisterin der Manipulation und Gedankenkontrolle bewiesen. Der ungeschulte Verstand ihres Opfers hatte keine Chance gegen die Übernahme durch ihren Geist gehabt. Urtica war kaum mehr als eine Marionette, deren Fäden die Hexe in der Hand hielt. Und kaum, dass sie die junge Frau beherrschte, hatte sie die Verbindung zu ihrem eigenen Körper weiter geöffnet. Durch die ätherische Nabelschnur strömten die Sinnesreize ihres leiblichen Körpers nun mit ungezähmter Kraft in ihre Gefangene und schwemmten jeden Widerstand davon. Nach Sekunden war die am Boden liegende davon überzeugt, dass die fremden Empfindungen ihre eigenen seien.
Jahrzehntelange Übung erlaubte es dagegen der Zauberin, ihre Konzentration aufrecht zu halten. Sie schaffte es sogar, die Sinneseindrücke ihres eigenen mit denen der übernommenen Person zu überlagern und zu vermischen. Während das Opfer die fremden Wahrnehmungen als seine eigenen erlebte, war es für Gothel keineswegs eine Einbahnstraße.
Es wäre nicht das erste Mal, dass sie sich beim Sex einen zweiten Körper borgte und auf diese Weise multiple Orgasmen im wahrsten Sinne des Wortes erreichte. Schon der bloße Gedanke daran reichte aus, ihre Erregung zu steigern. Ihr über die Entfernung verbundener Körper reagierte prompt und grub scharfe Fingernägel in Nasturs Rücken. Der stöhnte auf und stieß noch härter und schneller zu, was Urtica ohne Verzögerung scheinbar in ihrem Unterleib spürte und wie durch eine Rückkopplung verstärkt an Gothel zurückstrahlte.
Jede andere Frau hätte angesichts dieser überwältigenden Gefühle keinen klaren Gedanken mehr fassen können. Aber Gothel hatte noch lange nicht genug. Auf ihre geistigen Befehle hin bewegten sich Urticas Hände, ohne dass diese es selbst wahrnahm. Mit einem Ruck rissen sie ihre Jagdbluse auf und begannen, die längst steinhart angeschwollenen Nippel zu drücken und zu zwirbeln. Gleichzeitig sandte sie ihrem Liebhaber im Turm den Befehl: „Beiß zu!", und reckte ihm ihren Busen entgegen.
Als sich Nasturs Zähne um ihre empfindlichen Brustwarzen schlossen, traf sie eine zweite Feedbackwelle wie ein gewaltiger Blitz. Urtica schrie auf und begann unkontrolliert am ganzen Leib zu zittern. Nur mit einiger Anstrengung gelang es Gothel, die Hände der Jüngeren von ihren Brüsten zu lösen und mit ihnen die enganliegende lederne Hose zu öffnen. Dann ließ sie die Finger in die bereits überquellende Spalte gleiten und mit dem reichlich fließenden Liebessaft benetzt den überempfindlichen prallen Lustknopf reiben.
Nun wurde es auch für die über allem schwebende Magierin zu viel. Sie gab die Barriere um Nasturs Lustzentrum auf und erlaubte ihm, zu kommen. Im gleichen Augenblick bäumte er sich brüllend auf. Sein zurückgehaltener Höhepunkt brach sich unaufhaltsam Bahn und Gothel spürte, wie er ihren Bauch mit Schwall um Schwall seines heißen Samens füllte. Dann schlug die Welle der überschäumenden Emotionen über Urtica zusammen, die schreiend und zuckend unter dem Baum niedersank.
Unter dem Ansturm der Reize zweier Körper ergab sich Gothel einem welterschütternden Orgasmus, der ihren gelösten Geist in ungeahnte Höhen katapultierte. Sonnen explodierten vor ihren Augen und Stürme aus Eis und Feuer versengten ihre bloßliegenden Nerven. Nur unter Aufbieten übermenschlicher Willenskraft gelang es ihr, eine hauchdünne Verbindung zu ihrer sterblichen Hülle zu halten, um nicht als verlorener Geist auf ewig in den unendlichen Weiten des Äthers verschollen zu gehen.
Langsam erlangte sie wieder Kontrolle über ihre normalen Sinne. Und nach anfänglicher Verwirrung schaffte sie es, die Eindrücke ihres eigenen Körpers von denen des von Urtica geborgten zu trennen. Denn zu ihrer eigenen Überraschung hatte auch diese Verbindung die sexuelle Ekstase überdauert.
Sie war sich bewusst, dass sie auf dem schmalen Bett unter dem schwer auf sie gesunkenen Nastur lag, spürte die Wärme seiner Haut, roch seinen Schweiß und hörte seinen tiefen, regelmäßigen Atem in Gleichklang mit ihrem eigenen. Und ebenso nahm sie wahr, wie sie unter einem bewegten grünen Blätterdach auf dem weichen Waldboden lag, restlos erschöpft, aber auch entspannt und glücklich.
Gothel zögerte, die Kontrolle aufzugeben. Zu zahlreich und reizvoll waren die Möglichkeiten, die ihr der zweite Körper bot. Doch sie wusste, dass sie diese Macht nicht ewig würde ausüben können. Es wäre vernünftig loszulassen. Könnte das Opfer sich selbst befreien, wäre dies für die Lenkerin nicht nur schmerzhaft, sie könnte durch die Rückkopplung der unkontrollierten Trennung auch in eine tiefe Bewusstlosigkeit fallen und wäre dadurch völlig hilflos.
Da drang etwas an ihre Ohren. Leise Geräusche, als ob jemand heimlich durch das Unterholz schlich und gedämpftes Flüstern zweier dunkler Stimmen. Sie konzentrierte sich, um zu lauschen, was sie sagten.
„Hier irgendwo muss es sein, wo der Schrei herkam."
„Pass auf! Es könnte eine Falle sein. Wenn die Soldaten uns schnappen, sind wir erledigt. Die machen nicht lange Federlesens mit Wegelagerern."
„Pah! Die reiten an der Straße auf und ab und suchen jemand anderen. Wir sind hier sicher. So tief in den Wald trauen die sich nicht. Hilf mir lieber zu suchen, wo die Frau steckt, die wir gehört haben."
Hm? Das könnte noch interessant werden, dachte sich die Zauberin. Sie würde wohl doch riskieren, noch ein klein wenig abzuwarten und zu erleben, wie sich die Situation entwickeln würde.
Soweit ist die Geschichte bislang gediehen. Ob es sich lohnt, die Handlung weiter zu spinnen?
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Updated on Dec 8, 2023
Created on Apr 13, 2023
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