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Chapter 14

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Rapunzel Z.12

Urtica hatte währenddessen jedes Zeitgefühl verloren. Sie sah und hörte jedes Detail des Treibens der beiden anderen, konnte gar ihre schwitzenden Körper und überquellenden Säfte riechen. Doch bewusst nahm sie es nicht mehr wahr. Es kam ihr vor, als sei sie ein Fass, das längst überlief und bis zum Bersten gefüllt war, und dennoch schüttete ein unbarmherziges Schicksal noch immer mehr dieser bittersüßen Gefühle in ihre Seele. Tränen verschleierten ihren Blick, Tränen des Glücks und Tränen ohnmächtiger Wut. Oh, könnte sie doch nur diesen winzigen Schritt bis zur Erfüllung zurücklegen! Warum half ihr denn niemand?

Ohne Vorwarnung gaben Urticas Fesseln nach, lösten sich in die Luft auf, aus der sie geschaffen worden waren. Plötzlich ihres Halts beraubt fiel sie und schlug hart auf den Dielenboden. Nach dem ersten Schrecken wurde ihr bewusst, dass sie frei war. Ihre Hände waren frei! Ohne zu zögern suchten sie sich ihren Weg zu dem Dreieck, das nach ihrer Aufmerksamkeit dürstete.

Zitternd vor Glück und Erleichterung tastete sie sich an den geheimen Ort, den sie in heißen, einsamen Nächten entdeckt hatte. Mühelos glitt der erste Finger fast wie von selbst in die glitschige Spalte. Ja, das war es! Ihr Leib brannte vor Wollust, ihr Verstand entschwebte in haltloses Entzücken. Finger um Finger schob sich in den engen Eingang, der dadurch weiter gedehnt wurde, als sie sich je hätte vorstellen können, während sich die andere Hand des Punktes am oberen Ende des Tales annahm.

Als habe sie sich verbrannt, zuckte sie von der ersten Berührung dort zurück. Die winzige Perle, die sich normalerweise zwischen verhüllenden Hautfalten verbarg, war derart gewachsen, dass sie vorwitzig aus ihrem Versteck linste und gleichzeitig war sie höllisch empfindlich. Mit den Fingerkuppen sammelte Urtica so viel von der rutschigen Flüssigkeit auf, die sich zwischen ihren Schenkeln ausbreitete und unternahm so, besser vorbereitet einen zweiten Anlauf.

Lag sie bis dahin nach dem Sturz zusammengekrümmt wie ein kleines Kind auf der Seite, drehte sie sich nun auf den Rücken. Die Beine spreizte sie weit auseinander, um ihren Händen all den Spielraum zu geben, den sie wollten. Anfangs noch vorsichtig umkreiste ein Finger den winzigen Hügel, der wie eine kleine, rote Vogelbeere aussah. Doch bald ließ sie jede Vorsicht fallen. Sie wusste nicht, ob die beiden anderen mitbekamen, was sie hier am Boden tat. Und wenn, es wäre ihr völlig gleichgültig gewesen.

Immer schneller und kräftiger massierte sie den Punkt, der ihr Schlüssel zum Paradies der Lüste war. Die andere Hand hatte sich derweil jeder bewussten Kontrolle entzogen und schob sich in die schlüpfrige Höhle. Als sich die vordersten Finger reflexhaft krümmten, blieb Urtica die Luft weg. Dort war eine Stelle in ihrem Innern, die mindestens ebenso schöne und starke Gefühle auslöste, wie der Lustknopf, der wie Feuer brannte und zuckende Blitze durch ihren Bauch jagte. Als sie ohne darüber nachzudenken von innen dagegen drückte, war es, als würde sie einen Damm einreißen. Alles, was sich zuvor in ihr angestaut hatte, brach mit urtümlicher **** hervor.

Es dauerte nur Sekunden, dann war sie endlich da! Wild schreiend warf sie ihren Kopf hin und her. Ihr Rücken krümmte sich zu einem unmöglich scheinenden Bogen, als sie alle Muskeln, über die sie gebieten konnte, gleichzeitig mit aller Kraft anspannte. Dann sank sie erschöpft auf den harten Boden und rollte sich leise glücklich seufzend auf die Seite. Verschwitzte Strähnen klebten in ihrem Gesicht und bedeckten ihre Lider. Urtica war es einerlei. Matt und zufrieden schloss sie die Augen und schwelgte in den Nachklängen des überwältigenden Orgasmus, die sie vollkommen erfüllten und schläfrig machten.

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