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Chapter 3 by Redboom Redboom

Sollte er weiter warten oder die anderen Klingelknöpfe ausprobieren?

Er wartet

Leon wartete weitere Minuten, Dann, endlich, erklang ein leises Knistern aus dem Lautsprecher, gefolgt von einer weiblichen Stimme – tief, samtig, aber mit einem strengen Unterton: „Willkommen, Leon. Schön zu sehen, dass du weißt, wie man Anweisungen befolgt.“

Er wollte gerade etwas erwidern, doch die Stimme sprach unbeirrt weiter.

„Bitte tritt ein. Lauf die Straße hoch und klopfe an der großen Tür. Beeilung – ich erwarte dich augenblicklich.“

Mit einem leisen Summen öffnete sich das Tor. Kaum hatte er es durchquert, schloss es sich hinter ihm wieder mit einem dumpfen Geräusch. Leon folgte der schmalen, gepflasterten Straße, die zum Eingangsportal führte. Die Marmorstufen glänzten im Licht der Außenlampen. Er klopfte an die schwere Holztür und wartete. Minuten verstrichen, doch niemand öffnete.

Gerade als er sich fragte, ob er noch mal klopfen sollte, schwang die Tür lautlos auf. Niemand war zu sehen. Zögerlich trat er ein und ließ seinen Blick durch die hohe Empfangshalle schweifen. Hohe Decken, dunkle Holzvertäfelungen und ein riesiger Kronleuchter verliehen dem Raum eine fast unheimliche Atmosphäre.

Plötzlich fiel die Tür hinter ihm krachend ins Schloss. Erschrocken drehte sich Leon um – und sah sich einer Frau gegenüber.

Barbara.

Sie stand regungslos da und musterte ihn mit durchdringendem Blick. Ihre Erscheinung war atemberaubend: eine große, schlanke Frau mit langen, tiefschwarzen Haaren, die in perfekten Wellen über ihre Schultern fielen. Ihr makelloser Körper strahlte eine beeindruckende Mischung aus Eleganz und Dominanz aus. Ihre langen Beine steckten in schwarzen, glänzenden Strümpfen, die in teuren, kniehohen Stiefeln endeten. Ihre Taille war schmal, die Hüften sinnlich geschwungen, ihr Busen üppig und wohlgeformt. Doch es war ihre Ausstrahlung, die Leon den Atem raubte – eine unnahbare Strenge, die selbst Dominas in den Schatten stellte. Ihre eisigen, fast hypnotischen Augen fixierten ihn mit einer Mischung aus Abschätzung und Amüsement.

„Hallo, mein Name ist Leon“, brachte er schließlich hervor.

Ihre vollen Lippen verzogen sich zu einem kaum merklichen Lächeln. „Ich weiß. Mein Name ist Miss Barbara, und ich leite dieses Internat.“

Ihre Stimme war ruhig, aber von einer unmissverständlichen Autorität durchdrungen. „Es freut mich zu sehen, dass du die Anweisungen am Schild befolgst. Glaube mir, wenn du weiterhin alles machst, was dir gesagt wird, wird das deine Zeit hier wesentlich angenehmer gestalten.“

Leon spürte, wie ihr Blick ihn durchbohrte. Unsicher wich er ihrem intensiven Blick aus und ließ seine Augen stattdessen kurz an ihr hinabwandern. Ein schmutziger Gedanke schlich sich in seinen Kopf – ihre sexy Erscheinung war schwer zu ignorieren.

„Es ist so ruhig hier?“, fragte er schließlich, um das beklemmende Schweigen zu brechen.

Barbara neigte den Kopf leicht zur Seite. „Nun, wir sind eine kleine Privatschule und haben nur eine Handvoll Schüler. Außerdem ist bereits Bettruhe.“

Leon warf einen schnellen Blick auf seine Uhr. Es war erst 20:12 Uhr. Er runzelte die Stirn, sagte aber nichts.

Barbara bemerkte seine Reaktion, ging aber nicht weiter darauf ein. Stattdessen sprach sie mit geschmeidiger Bestimmtheit weiter: „Ich werde gleich deine Mutter rufen.“

Wie ist seine Mutter?

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