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Chapter 32 by Schreiberlein

Ist dass Das Ende?

Nein, noch nicht ganz.

Vanessas Vater hat wie erwartet mit der Polizei geblufft und tatsächlich stellte er klar, dass er nicht für die Schulden aufkommen wird. Kerstin schläft das halbe Wochenende. Sie hat kein Termine oder Verpflichtungen und geht am Montag shoppen. Sie kauft sich eine neue Hose und ein paar T-Shirts. In der Fußgängerzone trifft sie Claudia.

Claudia ist wie Kerstin 1,70 m groß und auch sehr schlank. Ihre schwarzen Haare trägt sie beim Sport in einem Pferdeschwanz und ansonsten leicht gewellt offen. Sie hat ein paar lustige Sommersprossen und ein sehr hübsches Gesicht.

„Hi, wie geht es Dir?“, fragt sie die Freundin. „Gut, ich war zwei Wochen im Urlaub und bin gestern Abend erst wiedergekommen.“, sagt Claudia. Dann wird sie still, und schaut Kerstin eindringlich an, „Jan erzählt überall rum, dass Du mit einem Zuhälter zusammen bist und für ihn anschaffen gehst und er nichts mehr mit Dir zu tun haben will.“ Kerstin schluckt schwer: „Jan ist ein dummes Arschloch. Er hat auch erzählt, dass ich sein Auto geklaut habe und ich den Unfall alleine verursacht habe.“Claudia empört sich: „So ein Unfug. Das hat er mir auch erzählt, aber ich habe ihm und seiner neuen Flamme direkt Kontra gegeben.“, sie hakt nach, „Aber was ist jetzt mit dem Kerl?“ Kerstin lächelt: „Wir hatten jede Menge Sex und er ist so gut. Jans kleiner Pimmel kann da nicht mithalten. Aber wir sind nicht zusammen.“ Claudia nickt: „Lieber mal einen richtigen Typen, als immer nur diese Weicheier. Wenn es ein richtiger Kerl ist, kann er mit mir machen, was er will.“ Kerstin schüttelt den Kopf „Das würde ich jetzt so nicht sagen. Ahmed hat tatsächlich von mir verlangt, dass ich auf den Strich gehe, um das Geld zurück zu bezahlen. Aber er hat nur die Lage ausgenutzt, in die mich Jan wissentlich gebracht hat. Jan wusste, das Ahmed kein Kind von Traurigkeit ist, trotzdem hat er mich diesen Bürgschaftsvertrag unterschreiben lassen.“ Claudia ist entsetzt: „Wie bitte? Du bist für die Schulden von diesem dummen Arsch mit fremden Kerlen ins Bett gestiegen?“ Kerstin nickt und die Tränen stehen ihr in den Augen: „Ich war so dumm.“ „Und nun? Wie lang willst Du das noch mitmachen?“, hakt Claudia nach. Kerstin fängt sich sofort: „Gar nicht mehr. Ich habe meinen Teil des Vertrages erfüllt und alle meine Schulden getilgt. Gleich gehe ich zu einem Termin mit einem Anwalt und werde meinen Titel gegen Jan von diesem bei Jans Arbeitgeber einreichen. Er wird sein Gehalt an mich abtreten, bis die 25.000 € auf meinem Konto sind. Für’s Erste wird er eher einen preiswerten Gebrauchtwagen fahren müssen.“ Claudia nickt: „Sehr gut, das wird ihn finanziell weh tun, aber dass was die Kerle mit Dir gemacht haben, dafür leidet er nicht.“ Kerstin lächelt verschmitzt: „Ein bisschen **** habe ich dafür genommen.“ Sie zieht die Freundin zur Seite in einen Durchgang: „Zuerst Versprichst Du mir, dass Du alles für Dich behältst. Wir beide kommen in große Schwierigkeiten, wenn Du irgendwo plauderst.“ Claudia verspricht zu schweigen wie ein Grab. Kerstin zieht ihr Handy und zeigt Claudia ihre Aktion mit dem Tisch. Claudia ist sprachlos und fragt nach ein paar Sekunden: „Wie konntest Du diese Frau dazu bekommen, das zu tun? Das ist ja Widerlich. Woher kennst Du überhaupt solche Leute?“ Kerstin zieht Claudia zu sich und flüstert ihr ins Ohr: „Schau Dir die blonde Frau mit der Maske bitte mal genau an.“ Claudia stoppt die Wiedergabe und starrt auf das Display. „Ich kenn dieses Miststück sicher nicht. Das ist doch sicher eine Prostituierte in einem Sado-Maso-Schuppen.“ Kerstin lacht: „Stimmt, sie war eine Nutte und das Ganze war reiner Zufall. Sie kommt in Teufelsküche, wenn es herauskommt, dass sie einen Freier bei sowas filmt.“ Claudia nickt: „Aber das Jan auf sowas steht, wundert mich doch. Hast Du was davon bemerkt, als Du mit ihm zusammen warst?“ Kerstin lacht: „Sicher nicht, aber vielleicht hat seine neue Freundin ihn auf diesen Geschmack gebracht.“ Claudia will wissen: „Nun erzähl aber mal, wie war das als Nutte?“ Kerstin überlegt kurz: „Das ist eine lange Geschichte, hast Du heute Abend Zeit?“ Claudia nickt und sie verabreden sich für den Abend bei Kerstin.

Kerstin sucht eine Anwältin Monica Reichel auf und legt ihr die Kopien des Bürgschaftsvertrages und des ursprünglichen Darlehnsvertrages vor. Frau Reichel ist Mitte Dreißig und schaut verschiedentlich von den Papieren zu Kerstin auf. Als Sie zum Ende kommt, schaut sie Kerstin an: „Sie haben aufgrund des Vertrages die Schuld beglichen?“ Kerstin nickt. Die Anwältin fährt fort: „Na gut, aufgrund des Vertrages hätte der Kreditgeber ja sonst was von Ihnen verlangen können. Das ist ja ein Sklavenvertrag. Da gehören sie dem Kreditgeber mit Haut und Haaren.“ Kerstin nickt: „Ist es wesentlich, woher ich das Geld hatte, um den Vertrag zu tilgen?“ Frau Reichel schaut auf „Nein, nicht, wenn Sie dafür keine Straftat verübt haben. Selbst dann besteht ihr Anspruch aus dem Vertrag zu zunächst einmal gegen diesen Jan Müller. Wenn Sie eine Straftat begangen hätten, dann hätte dieser Herr Müller nur dann eine Handhabe, wenn Sie ihn dadurch geschädigt hätten, also beispielsweise das Geld bei ihm gestohlen hätten.“ Sie trägt einige Daten in ihren Computer ein und erklärt dann „Sie haben diesen Jan Müller aufgefordert, ihre Forderungen zu begleichen?“ Kerstin nickt „Ja, am Telefon.“ Frau Reichel erklärt „Wir werden ihm die Forderungen noch einmal schriftlich mit einem Zahlungsziel von zwei Wochen zustellen und darin unsere Pfändungsbereitschaft ankündigen. Kann sein, dass er dann schon zahlt. Ich setze ihm mein Honorar gleich mit auf die Rechnung. Kerstin dankt ihr und Frau Reichel sagt beim Abschied „Gut, dass Sie aus dieser Geschichte so rausgekommen sind.“

Auf dem Heimweg nimmt Kerstin ihr Handy und sie hat vierzehn Nachrichten von Kunden, die besorgt nachfragen, wohin sie verschwunden sei. Sie antwortet nicht und denkt nach, wie sie in die Sache hineingeschlittert ist und was sie daraus gelernt hat:

„A: Niemals zu bürgen für jemanden, dem ich nichts bedeute.

B: Qualität ist wichtiger als Quantität,

C: viel Sex macht ihn nicht besser,

D: beim Blasen kommt es auf die richtige Technik an und Du musst Dich an den Schwanz heranarbeiten, um herauszufinden, was ihm gefällt,

E: von einem Fremden gefickt werden ist nicht schlimm, wenn es richtig gemacht wird und Du dich darauf konzentrierst, was davon zu haben,

F: wenn Dich jemand richtig reinreitet und Du kannst ihn ficken, tu es,

G: Türken haben immer viele Freunde.“

Sie verlässt den Bus und geht den Rest des Weges nach Hause. Das Handy meldet den Eingang einer SMS von einer unbekannten Nummer: „Hey Du deutsche Nutte, wo bist Du? Ich will Dich ficken und im Motel weiß keiner wo Du bist. Melde Dich sofort oder ich zeige das Video aus dem Radkeller allen an der Schule.“ Sie ruft sofort Ahmed an: „Hör zu, Dein kleiner türkischer Freund versucht mich mit dem Video aus dem Radkeller zu erpressen. Ich würde es begrüßen, wenn Du die Angelegenheit direkt erledigst. Morgen gehe ich sonst zur Polizei und stelle Anzeige wegen Erpressung und Nötigung. Ich werde zwar Ärger bekommen, aber lieber jetzt ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Das würde dann auch Dich zwangsläufig ins Spiel bringen. Das er und seine Kumpels wegen der Nummer von der Schule fliegt, wenn er das Video zeigt, ist wohl selbstverständlich. Das ist Teil der Anti-Mobbing-Erklärung der Schule.“ Ahmed verspricht sofort sich darum zu kümmern.

Erol ruft eine Stunde später an. „Wo bist Du?“ Kerstin erklärt ihm zu Hause zu sein und er sagt, er komme gleich vorbei. Claudia sitzt seit einigen Minuten auf dem einzigen Sessel in Kerstins Zimmer, als es klingelt. Kerstin öffnet und Erol steht vor der Tür. „Können wir reden?“ Kerstin nickt und nimmt ihn mit in ihr Zimmer „Claudia begrüßt ihn mit „Hallo.“ Erol schaut die beiden fragend an. Er gibt Kerstin ein Handy und sagt: „Das ist das Handy mit dem Video. Yasin sagt, er habe das Video nur an Ahmed gesendet und daher sei dies die einzige Version, wenn Ahmed seine gelöscht hat.“ Es ist ihm sichtlich unangenehm. Kerstin nickt und schaut zu wie Erol es löscht. Er stellt den Auslieferungszustand des Handys her und versichert, dass es nun damit erledigt sei. Er habe Yasin auch erklärt, welcher Ärger ihm bevorsteht, wenn er sich Kerstin noch einmal nähert. Dann umarmt er Kerstin und küsst sie auf die Wange, während seine Hände über ihren Körper wandern. Seufzend verabschiedet er sich und Kerstin bringt ihn zur Tür. Er küsst sie noch einmal, diesmal auf den Mund und sie erwidert seinen Kuss, weil sie es will. „Du warst immer gut zu mir, danke.“ sagt sie zu ihm. „War ich das?“, sagt er und geht. Claudia bekommt sich nicht mehr ein, als Kerstin zu ihr zurückkehrt: „Das war einer der Kerle? Und Du hast mit ihm gevögelt?“ Kerstin nickt. „Gerade mit ihm ziemlich oft sogar.“ Claudia lacht: „Das sah auch so aus, als würdet ihr gleich zu der bisherigen Anzahl eines hinzufügen.“ Kerstin nickt: „Da hast Du recht. Wenn Du nicht hier gewesen wärst, hätte ich seinen Schwanz geblasen und mich ficken lassen. Ich bin so spitz.“ Sie erzählt Claudia nun die ganze Geschichte von Anfang an und Claudia zeigt sich geschockt und erregt gleichermaßen.

Wird Kerstin die Vergangenheit so einfach los?

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