Chapter 30 by Cmdr Horn
Wie gelangt sie ohne Sektorpass zur Straßengang?
Durch die Kanalisation
Nach dem Telefonat machte sich Max auf den Weg, um die Straßengang zu finden. Doch schon mit dem satten KLACK ihrer zufallenden Wohnungstür wurde ihr klar, dass das nicht so einfach werden würde. Sie musste in den Sektor 7 und wohnte in Sektor 5. Der schnellste Weg an ihr Ziel führte durch Sektor 3. Das hieß, sie musste zwei Sektorengrenzen überwinden. Was in der Nacht zumindest theoretisch und mit ihren Fähigkeiten auch praktisch möglich war, erwies sich bei Tageslicht als undurchführbar. Ohne ihren Sektorpass musste sie andere Wege finden. Sie konnte sich auf der Ladefläche von Lastern verstecken oder sich an der Unterseite festhalten, aber mit diesen überall umherschwirrenden Polizeidrohnen, war es schon schwer genug so eine Position überhaupt zu erreichen. Außerdem hing dann immer noch alles davon ab, wie gründlich die Cops heute die Wagen filzten.
Um wirklich ungesehen zu bleiben blieb ihr eigentlich nur der Weg durch die Kanalisation. Seattle hatte ein weit verzweigtes Kanalnetz, durch das man sich größtenteils aufrecht bewegen konnte. Zumindest jemand in ihrer Größe. Was Max allerdings Bauchschmerzen bereitete, war die Unübersichtlichkeit dieses Netzes. Die Kanalisation schien nach keinem logischen Prinzip gebaut worden zu sein, wie etwa dem Straßenverlauf. Nein, die Kanalisation verlief kreuz und quer, in Kurven und zu allem Überfluss hatten sich die „Bewohner“ immer wieder bis zu den alten, nicht mehr genutzten U-Bahn-Schächten durchgegraben. Im Laufe der Zeit hatten Einstürze und schlichte Verwahrlosung dazu geführt, dass man als Unkundiger wie Max, nicht einmal mehr Unterschiede zwischen den einzelnen Passagen erkennen konnte. Die Chance sich hier zu verlaufen war selbst für Max sehr groß.
Leider hatte sie keine andere Wahl. Auch die Gerüchte über die Bewohner dieser Katakomben trugen nicht gerade zur Beruhigung bei. Nach der Sperrung von Terminal City konnte keiner sagen, was von dort alles in die Kanalisation geflossen war. Penner hatten sich dort unten schon immer aufgehalten, vor allem um ein trockenes und relativ warmes Plätzchen zu haben. Auch im Winter sank hier unten die Temperatur nie unter den Gefrierpunkt. Das lag an den vielen undichten Heißwasserleitungen hier unten. Jedenfalls gab es schon lange Gerüchte, dass es bei einigen Bewohnern zu Mutationen gekommen war, aufgrund der Toxine im Abwasser. Das meiste waren natürlich bloß Übertreibungen und schlichte Sensationsmache, aber vielleicht gab es ja auch hier einen wahren Kern.
Jetzt mitten am Tag waren die meisten Bewohner ausgeflogen, um sich Essen oder **** zu besorgen, also musste Max nicht zwingend mit Begegnungen rechnen. Trotzdem lauschte sie auf jedes Geräusch, da sie hier unten eher etwas hören als sehen würde. Anfangs kam sie gut und schnell in der Richtung voran in die sie wollte. Aber schon bald führten die Abzweigungen in andere Richtungen, als sie wollte und in dem Versuch wieder die richtige Richtung einzuhalten, verirrte sie sich immer mehr. Nach einer Stunde musste sie sich selbst eingestehen, dass sie sich verirrt hatte. Die einzige Option, die ihr jetzt noch blieb, war nach oben zu steigen und zu sehen, wo sie sich befand. Nur war das auch mit Risiko verbunden, deshalb ging sie in dem Gang in dem sie war weiter, bis sie einen Aufstiegsschacht erreichte, der nicht auf eine Straße führte, sondern im Keller eines Gebäudes herauskam.
Max wollte gerade den Gullyschacht hinaufsteigen und lauschen, ob sich jemand in dem Keller darüber befand, als sie entfernte Stimmen hörte. Sie war etwa in der Mitte eines wohl hundert Meter langen Ganges und sah das unstete Herumzucken von Taschenlampen aus der Richtung, aus der sie kam. Wohin jetzt? Bisher war es ihr gelungen sämtlichen Begegnungen mit den Bewohnern hier auszuweichen. Sie konnte den Schacht hochsteigen und hoffen, dass sie von unten nicht gesehen wurde. Aber dieser Schacht konnte auch das Ziel der beiden Männer sein, wie sie jetzt aus den tiefen Stimmen der beiden schloss. Zehn Meter weiter schien ein weiterer Gang abzuzweigen. Sie drückte sich an die Wand und schlich lautlos darauf zu. Als sie dort ankam erkannte sie, dass dies nur eine von vielen Sackgassen war und nach nicht mal 3 Metern verschüttet war. Mit ihrer verbesserten Sicht konnte Max allerdings erkennen, das oben auf der Spitze des Trümmerberges wohl ein schmaler Zwischenraum war.
Ohne groß nachzudenken erkletterte Max den Trümmerhaufen, wobei sie darauf achtete so wenig Geräusch wie möglich zu verursachen. Oben angekommen tastete sie erstmal den Zwischenraum ab, so weit sie konnte. Dann kroch sie mit den Füßen voran hinein. Der Trümmerhaufen war doch relativ groß. Der Zwischenraum in den sie sich gequetscht hatte war schmal aber tief und nass. Durch eine Wasserleitung, die durch den Einsturz beschädigt worden war, lief ein steter Fluss kalten Wassers in den Zwischenraum. Das Wasser lief weiter in den Zwischenraum hinein, der leicht abschüssig war. Das heißt jetzt, wo Max drinlag wurde sie vollständig durchnässt. Zum Glück war sie trotz ihrer Katzengene nicht wasserscheu. Allerdings verfing sich der Bund ihrer Lederjacke an einer Eisenstange aus der Decke. Dummerweise war sie noch im Sichtbereich. Es blieb ihr also nichts anderes übrig, als weiter zu kriechen und die Lederjacke auszuziehen. Das Wasser lief über ihren Rücken und in ihre enge Lederhose. Max konnte jetzt nur warten und sehen, ob die beiden Kerle einfach weiter gingen. Sie hielt ihre schwarze Lederjacke vor sich, damit auch kein zufälliger Blick in diese Sackgasse sie verriet.
Sie hörte die Stimmen immer näherkommen und verhielt sich mucksmäuschenstill. Doch plötzlich spürte sie, wie etwas ihr rechtes Bein streifte. Es kostete sie Mühe ruhig zu bleiben. Da dieses namenlose etwas ihr Bein hinaufstreifte, aber sie den Kontakt über die ganze Länge des Beins spürte, nahm Max an, dass es eine Schlange war. Sie verhielt sich reglos, damit sie die Schlange nicht erschreckte. Sie war zwar durch Manticore gegen die meisten Schlangengifte immun, aber sie wollte es auch nicht herausfordern. Bald spürte sie eine weitere Schlange an ihrem linken Bein. War sie etwa versehentlich in ein Schlangennest geraten? Die Schlangen kamen bis zu ihrer Hüfte voran und trafen sich schließlich auf ihrem prallen Knackarsch. Dann stießen sie an ihr verknotetes T-Shirt. Durch das Hindernis gestoppt glitten sie über das kurze Stück nackten Rückens von Max. Die Schlangen fühlten sich warm und irgendwie pulsierend an, auch etwas glitschig, was Max auf das Wasser schob, das in den Zwischenraum floss. Da sie nichts sehen konnte, konnte sie die Größe der Schlangen nur erahnen. Sie schienen so dick wie eine Coladose zu sein, was auf Würgeschlangen wie Python oder Anakonda hinwies. Durch diesen Gedanken etwas beunruhigt, versuchte Max die Schlangen von sich abzustreifen, indem sie sich auf ihren rechten Arm stützte. Sie hoffte, durch die schiefe Lage, würden die Schlangen nach links herunterrutschen. Leider hatte sie sich da verrechnet. Die Schlange die über ihr linkes Bein nach oben gekrochen war, glitt über ihren Rücken und um ihre schmale Taille herum. In Panik ließ sie sich rechts fallen und stützte sich auf den linken Arm, aber die andere Schlange glitt ebenso um ihre Taille herum, sodass sie sich unter ihrem Bauchnabel trafen. Max drückte sich jetzt auf den Boden oder versuchte es zumindest, des es gab nicht die geringste Reaktion. Sie hätte genauso gut auf zwei Stahlstangen liegen können. Es reichte. Die Kerle die sie gehört hatte, waren längst weitergegangen. Zeit zu verschwinden.
Doch als sie vorwärts kriechen wollte ging es nicht. Erst jetzt spürte sie das ihre Füße am Sprunggelenk auch von Schlangen festgehalten wurden. Diesmal waren es dünnere, wie ein Seil, aber trotzt aller Kraft die sie anwandte, ließen die Schlangen nicht los. Auch diese Schlangen waren warm, glitschig und pulsierten. Dabei kam Max ein anderer Gedanke. Sie hatte in verschiedenen erotischen Fantasygeschichten davon gelesen und wenn sie alles zusammenzählte kam sie nur auf ein Ergebnis. Das hier waren keine Schlangen, das waren …
Was hält Max fest?
Dark Angel
Dark Angel
Sexy Max wird durch die Genmanipulation mit Katzen - DNS läufig ...
Updated on Jun 5, 2023
by ThormGravis
Created on Apr 18, 2002
by MACC
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